Alastair Greene – Live From The 805 – CD Review

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Review: Jörg Schneider

Kurz nach seinem gefeierten 2017’er Album „Dream Train“ ist nun im August Alastair Greenes neue CD „Live From The 805“ erschienen. Dabei handelt es sich um den Live-Mittschnitt eines Konzertes in seiner Heimatstadt Santa Barbara, Kalifornien. Ähnlich wie bei dem kürzlich besprochenen Doppelalbum der Imperial Crowns beinhaltet auch Greenes Werk 20 Tracks aus seiner 20 jährigen Karriere als Blues- und Rock-Gitarrist.

Die meisten der Songs sind Eigenkompositionen und stammen von seinen bisherigen fünf Studioalben, aber auch einige Coverstücke (Albert King, Amos Blackmore, Jimmy Reed) sind darunter. Alastair Greene, geboren 1971, wird bereits als einer der besten Rockgitarristen seiner Generation gefeiert und braucht, bezüglich der Southern Rock-Kompositionen, Vergleiche mit Gov’t Mule oder ZZ Top nicht zu scheuen.

Musikalisch ist Alastair Greene ein Wanderer zwischen den Blues-, Blues Rock- und Southern Rock-Welten. Seine Stücke weisen durchgehend eingängige und gute Laune verbreitende Rhythmen auf, die direkt unser Belohnungszentrum im Gehirn ansprechen und eine gehörige Portion Dopamin ausschütten lassen. Man möchte einfach mehr hören von diesen schnörkellosen Fetzern.

Gleich der Starter des Doppelalbums, „The Sweetest Honeymoon“, ist eine treibende Rock’n Roll-Nummer gefolgt von einem „hough, hough hough“-mäßigen, straighten Southern Track a la ZZ Top. Überhaupt sind fast alle Kompositionen von Greene stark vom Südstaaten-Rock beeinflusst.

Besonders zu erwähnen sind hier das an Lynyrd Skynyrd erinnernde „Down To Memphis“, das basslastige „Back Where I Belong“ und das wohlige, in Moll arrangierte „T’ Other Way“, sowie der Titelsong „Dream Train“ seines letzten Studioalbums mit stampfendem Bass und Slidegitarre.

Einzig der Bluestitel „Big Boss Man“ kommt etwas betulicher daher. Ansonsten sind natürlich auch mindestens genau so gute Rhythm & Blues-Sachen (z. B. „Trouble At Your Door“, „Love So Strong“, „Lawdy Mama“) auf den beiden CDs eingebrannt, in denen auch schon mal Anleihen der legendären Supergroup Cream („Love You So Bad“) aufblitzen. Den Abschluss des Doppelplayers bildet schließlich die schmissige Boogie-Woogie-Nummer „Walking In Circles“.

An alle Fans guter, handgemachter und kompromissloser Blues- und Rhythm & Blues-Rhythmen mit Südstaateneinfluss: diese Scheibe gehört definitiv in eure Musiksammlung!

Rip Cat Records (2018)
Stil: Blues Rock

CD 1:
01. The Sweetest Honeymoon
02. Big Bad Wolf
03. Trouble At Your Door
04. 3 Bullets
05. Red Wine Woman
06. Say What You Want
07. Love So Strong
08. Down To Memphis
09. Lawdy Mama
10. Lucky 13

CD 2:
01. Dream Train
02. Back Where I Belong
03. T’ other Way
04. Last Train Around The Sun
05. Love You So Bad
06. Rain Stomp
07. Big Boss Man
08. First Born Son
09. Shoe On The Other Foot
10. Walking In Circles

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