Dustin Douglas & The Electric Gentlemen – Break It Down – CD-Review

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Review: Stephan Skolarski

Nach dem gleichnamigen Debütalbum aus 2016 und der EP „Blues 1“ ist „Break It Down“ ein powervoller Nachfolger der Pennsylvania-Rocker Dustin Douglas & the Electric Gentleman. Die vornehm gekleidete Anzugträger-Combo, bestehend aus Tommy Smallcomb am Schlagzeug, Bassist Matt „The Dane“ Gabriel und Bandleader Dustin Douglas fühlt sich im Blues-Rock-Revier ausgesprochen wohl.

Songs, wie der Drum-Beat lastige Opener „A Little Bit“ oder das groovige, mit Funky-Blues-Tönen gespickte „On The Dance Floor“, sind auf dieser Scheibe häufig vertreten. Klar herausgearbeiteter Retro Rock-Sound auf „Turn Around“ ist ein 60er-Schmankerl der Platte.

Melodischer Southern-Hard-Rock in kluger Black Stone Cherry-Manier wird auf „Goodbye“ und „Hold of Me“ abgeliefert. Ambitioniert erscheint hingegen der selbstvermarktete Vergleich zu Blues-Größen, wie Stevie Ray Vaughan oder ZZ Top. Es sind aber trotzdem gute Ansätze, die sie hier zeigen. Von den spritzig-funkigen Gitarreneffekten und den rhythmischen Drum-Beats auf „My Time Is Precious“ wird man einfach nicht ’satt‘!

Der mit Abstand beste Song ist die Southern-Rock-Ballade „Ain’t No Denyin'“, die alles mitbringt, was Lynyrd Skynyrd-Fans sich so gerne wünschen. Ein entspanntes Open-Space Feeling wird auf diesem Midtempo-Kracher sommerlich verbreitet. Dagegen entwickelt „Fat Cat“ diesen album-typischen Blues Rock-Rhythmus mit einer Prise Funk. Der letzte Track „No More Tears To Cry“ vertieft das Repertoire kerniger Blues Rock-Sounds.

Teilweise wirkt das Album ein bisschen schablonenhaft. Irgendwie scheint die Band noch nicht ganz ihren eigenen Stil gefunden zu haben und die Einordnung fällt dementsprechend schwer. Hervorzuheben ist, dass das Trio alle Songs selbst geschrieben hat und auf für Blues-Alben charakteristische Cover-Songs verzichtet, wie sie z. B. ein Joe Bonamassa gerne auf seinen Platten einzusetzen pflegt.

Leider wartet man ein wenig vergebens auf das eine oder andere Gitarren-Riff, Tempowechsel oder melodische Finessen, durch die das Werk aus der Blues Rock-Masse hervorstechen könnte. Nichtsdestotrotz ist „Break It Down“ ein ambitioniertes Album, mit dem Dustin Douglas & the Electric Gentleman versuchen, im Blues Rock-Genre Fuß zu fassen.

Quad-O Records (2018)
Stil: Blues Rock

01. A Little Bit
02. Destiny
03. On The Dance Floor
04. Turn Around
05. Goodbye
06. Hold Of Me
07. My Time Is Precious
08. Ain’t No Denyin‘
09. Out Of My Mind
10. Fat Cat
11. Your Face Is Strunning
12. Tragedy
13. No More Tears To Cry

Dustin Douglas & The Electric Gentlemen
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