Various Artists – The Music Of Nashville – Season 5, Volume 2 – Deluxe Edition – CD-Review

Nashville_5_2_300

Auf dem Fuße der ersten CD zur 5. Staffel von „The Music Of Nashville“ folgte dann gleich auch das dazugehörende zweite Teil, diesmal in der Deluxe-Variante mit satten 16 Songs, das die gezogene Linie der ersten Ausgabe eigentlich konsequent weiterverfolgt.

Beim melancholischen, irgendwo zwischen Country, Folk und Flower Power Pop pendelnden Opener gibt es gleich ein Stelldichein der ganzen Stars der Serie, sich entweder mit Lead- oder wunderschönen Harmonie-Gesängen einbringend. Hier stoßen mit Pat McGrath, Tom Bukovac, Russ Pahl und Chris McHugh noch weitere Star-Musiker aus der Studiomusiker-Szene zu vielen, der auch auf Vol. 1 involvierten Kollegen, dazu.

Eine dominante Rolle spielen hier die Geschwister Lennon und Maisy Stella, die mit ihren markanten Stimmen gleich sieben Mal zum Zuge kommen. Stark das von Lennon gesungene atmosphärische Pop-Lied „Saved“, das durchaus Chartambitionen aufweist. Das auf  Vol. 1 überragende „The Best“ gibt es hier erneut als akustisch reduzierte Version, die zwar die Stimmen der Stella-Sisters noch besser heraushebt, aber der ‚Vollversion‘ dann doch nicht ganz die Stirn bieten kann.

Auch Rhiannon Giddens drückt mit einem weiteren, von Tim Lauer (der hat natürlich auch Part 2 produziert und demnach mit dem Projekt ordentlich zu tun gehabt…) arrangierten Traditional „Sourwood Mountain“ (mit dezent indianischem Touch – Giddens spielt hier auch Banjo) und dem gospeligen „Can’t Nobody Do Me Like Jesus“ ihren Stempel auf.

Neu auf dieser CD sind Will Chase mit dem flockigen New Country Song „Wide Open“ (unaufgeregte E-Gitarren, hallende Orgel, Powerrefrain, ‚Ohohoh‘-Gesänge) und Jessie Early mit fast elfenhafter Stimme bei der Orgel- und Piano-begleiteten Ballade „Fly Away“.

Die Glanzlichter verbuchen diesmal Jonathan Jackson beim Black Crowes-umwehten, krachend rockenden „Eye Of The Storm“ (starkes E-Gitarren-Solo von Pat Buchanan) und Joseph David-Jones beim, von Sean McConnell geschriebenen, souligen „Before You“ (klingt ein wenig wie Roachford, klasse weibliche Backs von Ruby Amanfu) sowie dem slow-bluesigen „This World Owe Me Nothin'“ (tolle E-Gitarren).

Kurz-Fazit: Wer bei „The Music Of Nashville – Season 5, Volume 1“ ‚A‘ gesagt hat, wird auch bei Volume 2 nicht herumkommen, ‚B‘ zu sagen! Insgesamt zwei in sich stimmige, auf höchstem Niveau eingespielte und -gesungene, sehr abwechslungsreich gestaltete Sampler. Ein dickes Lob an alle Beteiligten und explizit an Tim Lauer, der das Ganze vermutlich in einem echten Kraftakt zusammengeführt hat.

Big Machine Records (2017)
Stil: New Country & More

01. You’re Mine – Connie Britton, Charles Esten, Lennon & Maisy, Clare Bowen, Sam Palladio, Hayden Panettiere, Jonathan Jackson, Chris Carmack
02. By Your Side – Your Best – Lennon & Maisy
03. Eye Of The Storm – Jonathan Jackson
04. Back Again – Lennon & Maisy
05. Wide Open – Will Chase
06. Saved – Lennon Stella
07. The Hell Of It Is – Clare Bowen, Sam Palladio
08. Before You – Joseph David-Jones
09. Sourwood Mountain – Rhiannon Giddens
10. Can’t Remember Never Loving You – Connie Britton, Charles Esten
11. A Life That’s Good – Charles Esten, Lennon & Maisy
12. In Love – Lennon & Maisy
13. This World Owe Me Nothin‘ – Joseph David-Jones
14. Can’t Nobody Do Me Like Jesus – Rhiannon Giddens
15. Your Best (acoustic) – Lennon & Maisy
16. I’ll Fly Away – Jessie Early

CMT
Big Machine Records
Universal Music

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.