Granger Smith – 4×4 – EP-Review

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4-Track EP! Wow! Herrlich! Nach seinem bärenstarken Album von 2013, „Dirt Road Driveway“, veröffentlicht der Texaner, einer der angesagtesten Vertreter der jungen Country-Generation im Lone Star State, nun eine 4 fantastische Songs umfassende EP, mit der er nahtlos an sein voriges Werk anknüpft. Die EP „4×4“ wurde aufgrund des Erfolges seiner sensationell verlaufenen, ausverkauften „Yee Yee Nation Tour“ zur Überbrückung bis zum nächsten Full Length-Album eingeschoben.

Produziert hat Frank Rogers, der bereits zuvor mit so bekannten Leuten wie Brad Paisley, Darius Rucker oder Josh Turner erfolgreich zusammengearbeitet hat. Rogers sorgt hier für einen herrlich kräftigen, aber sehr klaren und transparenten Sound. Der Opener „Backroad Song“ besticht durch wunderbare Akustik- und teils schön kraftvolle, kernige E-Gitarrenarbeit in Verbindung mit feinsten Mandolinen-Fills. Ein geradezu traumhaft melodischer, voll im traditionellen Country verwurzelter Midtempo-New Country-Track mit den in Nashville zur Zeit sehr hippen „ooh-ooh-ooh“-Harmonies im Refrain. Eine super Nummer! „Tonight“ erinnert von der energiegeladenen E-Gitarrenführungslinie ein wenig an die früheren Stücke von Jason Aldean, der Refrain mit eingängiger Titelzeile orientiert sich am megaerfolgreichen Schema von solchen Bands wie beispielsweise Georgia Florida Line, klingt nur deutlich mehr nach Country.

Darauf legt Smith auch durchweg sehr viel Wert. Die Balance zwischen Tradition und Moderne muss stimmen – und sie stimmt geradezu perfekt. Einer der Höhepunkte der EP (nein, das ganze Teil ist ein Höhepunkt) ist die dezent folkig/keltisch angehauchte Country-Kleinstadt-Hommage „Tailgate Town“. Hier agiert und singt Granger voller Pathos im Stile von Brad Paisley (dem er irgendwie auch äußerlich auf dem Cover ein wenig vom Typ ähnlich sieht).

Klasse hier besonders die zirpende Mandolinenuntermalung in Kombination mit den Gitarren, gespielt von Danny Rader. Sein Alter-Ego Earl Dibbes jr. darf natürlich auch nicht fehlen. Der hat seinen Auftritt beim rotzig frechen -Southern Country Rocker „City Boy Struck“. Diese Nummer würde auch bestens in das Anforderungsprofil eines Eric Church passen. Hier poltern und stampfen Shannon Forrests rhythmische Drums, dazu heulen und kreischen die E-Gitarren (inkl. fettem Solo), was das Zeug hält. Effektvolle Crowd-Gesänge und Gewehr-Klicken machen diesen Track zu einem Muss für jede biergeschwängerte, swampige Redneck-Party mit heißen Girls. Ein krachender Abschluss.

Granger Smith zieht mit „4×4“ alle Register seines Könnens. In Texas bereits ein Star, steht er möglicherweise kurz davor, die Phalanx der Großen wie Jason Aldean, Luke Bryan, Eric Church & Co. zu durchbrechen. Große Klasse!

Thirty Tigers Records (2015)
Stil: New Country

01. Backroad Song
02. Tonight
03. Tailgate Town
04. City Boy Stuck (Featuring Earl Dibbles Jr.)

Granger Smith
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Earl Dibbles Jr.
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Bärchen Records

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