
Die Allen-Forrester Band verkörpert wie kaum eine andere Gruppe die DNA dieses Magazins. Ehrlicher handgemachter, versiert und engagiert gespielter Southern Rock, der die gute alte Tradition des Genres mit viel zeitgenössischer Kreativität verbindet. Deshalb ist ein Besuch, wenn sie in der Kulturrampe auftreten, in der Regel absolute Pflicht.
Apropos Kulturrampe, die präsentierte sich im Auftrittsbereich in neuem Glanz. Die alte, sich nach links verschmälernde, flache Bühne ist Geschichte und wurde ungefähr zu einem Viertel der rechteckigen Gesamtfläche angepasst und mit einem kleinen Treppenaufstieg erhöht. Der gefühlt fehlende Raum für die Besucher wurde trotzdem so geschickt vermittelt, dass es überhaupt nicht auffällt. Durch die erhöhte Bühne erhält das Publikum auch in den hinteren Reihen einen deutlich besseren Blick auf die Musiker.
Ein schlagkräftiges Argument, das vielfältige und attraktive Angebot der Rampe in Zukunft noch häufiger zu nutzen. Großes Kompliment an Maurice Kamp & Co. – sehr gelungen!
Die Allen-Forrester Band (im bewährten Quartett) spielte, wie gewohnt, zwei Sets. Dabei wurde mit Stücken wie u. a. „Burning Daylight“, „Stand Up“, „Hey Carolina“, „Running For Your Life“ (alle im ersten Set), „Good Situation Gone Bad“, „Knocked Me Down“ (Josh mit Slide), „Soundtrack Of The Summer“ und dem emotionalen „Phases Of The Moon“ (Set 2) Altbewährtes geboten, allerdings mit einigen neuen Tracks wie „White Picked Fences“ (sehr eingängig und melodisch), dem heiteren „Fivty“ (es geht um Geld, das man schonmal nach dem Waschgang in den Hosentaschen der Jeans unverhofft wiederfindet), „Misery Likes Company“ (mit schönen Tempowechseln), „Little Breathin‘ Reason“ (über den Forrester-Familiennachwuchs), „Sweet Marie“ (mit Gesangsinteraktion am Ende des Liedes), auch schon einen Ausblick auf den neuen, bald kommenden Longplayer „Red Dirt Town“ gewährt, der voraussichtlich im September veröffentlicht wird..
Sehr gefallen hat mir diesmal die Auswahl der Coverstücke. Mit „Poison Whiskey“ (Lynyrd Skynyrd), „No One To Run With“ (Allman Brothers), „Tennessee Mud“ (Trigger Hippy) und „Take The Highway“ (Marshall Tucker Band) als Zugabe, wurden Lieder in ein Allen-Forrester Band-Gewand gebracht, die man in der Regel nicht so inflationär vorgesetzt bekommt. Von daher machte es Spaß, diese mal wieder zu hören. Gerade letztgenanntes „Take The The Highway“ klang deutlich eher nach Led Zeppelin, als nach der guten alten MTB.
Auf dem letzten Gig ihrer Frühjahrstour in der ‚aufgehübschten‘ Kulturrampe präsentierte sich die Allen-Forrester Band von ihrer besten Seite. Man darf schon jetzt gespannt sein, wie die neuen live gespielten Stücke auf dem nächsten Studioalbum zur Geltung kommen werden und was da noch an zusätzlichen Überraschungen auf uns zukommt.
Line-up:
Josh Allen – lead vocals, electric guitar (Fender Stratocaster and Telecaster)
Ben Forrester – electric guitar (Gibson Les Paul)
Hendrik Herder – bass
Matze Böhm – drums
Text und Bilder: Daniel Daus
Allen-Forrester Band
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EBF Music
Kulturrampe, Krefeld































































