Ralph de Jongh Band – 25.07.2021, Kantine Open Air Bühne (Freideck), Köln – Konzertbericht

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Mit Ralph de Jongh, meinem erst zweiten Live-Gig in diesem Jahr – gut, so viele Möglichkeiten gab es ja aus den bekannten Pandemie-Gründen auch noch nicht – war an diesem Sonntag Abend einer der persönlichen Lieblinge von ‚Kantinen-Macher‘ Marcus Neu auf der Open Air Bühne, beziehungsweise dem schönen Freideck der Kölner Location, vorstellig.

Marcus nutzte bei seiner Ansage auch noch mal die Gelegenheit, die Werbetrommel für die nächsten anstehenden Gigs zu rühren und erhielt dabei sprechkräftige  Unterstützung von unserem Fotografen Gernot, der den gut 90 anwesenden Leuten, den Dienstag stattfindenden Paulie Cerra Band-Auftritt, aufgrund seiner begeisterten Erfahrung im Krefelder Schlachtgarten einige Tage zuvor, wärmstens ans Herz legte.

Kaum hatte der niederländische Protagonist (in schrillem 70er-typischen Outfit) seine Lieblingsposition auf dem bereitgestellten Stuhl mit einer Resonator-Gitarre eigenommen, ging es um 19:40 Uhr los mit einem unterhaltsamen Reigen durch seinen schier unendlich erscheinenden Song-Fundus. Ralph sprühte selbst sitzend förmlich vor Tatendrang. Zwischenzeitlich performte er auch im Liegen und im Knien.

Aufgrund seiner frappierenden stimmlichen Ähnlichkeit zu Mick Jagger durchzog den Verlauf natürlich immer ein unterschwelliges Stones-Retro-Flair, wobei von (Delta) Blues bis Rock (dezent auch Southern) und Rock’n’Roll durchaus viele Facetten gestreift wurden.

Dabei hatten sowohl die beiden Background-Sängerinnen Moon Anderson und Ylvalie Dik, viele Gelegenheiten, sich vokal einzubringen, als auch der gute Leadgitarrist Chiron Schut (erinnerte rein äußerlich ein wenig an Dickey Betts in jungen Jahren) mit diversen schönen Soli (z. T. Marke Clapton, auch southern-geslidet) und Bassist Nico Heilijgers, der bei „Dirty Rock And Roll“ seinen großen Auftritt hatte. Ja, schon fast in Ted Nugent-Manier wurde das erste sehr starke Set um 20:45 Uhr beendet.

Nach einer viertelstündigen Pause, in der Marcus den Hut zwecks Gagen-Einsammlung rum gehen ließ (diesmal mit befriedigendem Ergebnis), und bei Teilen des Publikums die Frage auftauchte, ob Ralph denn auch im Stehen spielen könne (was in der Endphase dann von ihm bewiesen wurde), konnte das hohe Niveau der ersten Stunde leider nicht mehr gehalten werden und es zogen sich Längen ein. Ein Problem war dabei der schwierige Wiedererkennungswert als auch der mangelnde Bekanntheitsgrad der Tracks. Hier muss de Jongh in Zukunft bei uns vielleicht in Sachen Setlist noch etwas nachjustieren.

So machten sich in der zweiten Hälfte beim Publikum auch deutliche Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Ralph verfing sich etwas in seinem eigenen Enthusiasmus und ließ quasi außer Acht, dass um 22:00 Uhr aus Gründen Nachtruhe-Einhaltung, der Gig beendet werden musste. So gab es keinen Zugabenteil und ein recht abruptes Ende.

Insgesamt war es aber ein Auftritt der Ralph de Jongh Band mit viel Herzblut und positiver Ausstrahlung, der am Ende von den Anwesenden mit einigem Applaus und so manchem Kauf der Merchandise-Artikel honoriert wurde. Ganz zum Schluss gab es dann auch noch das obligatorische Band-Foto für unsere VIP-Galerie.

Line-up:
Ralph de Jongh – lead vocals, guitars
Arie Verhaar -drums
Chiron Schut – guitars
Nico Heilijgers – bass, vocals
Moon Anderson -backing vocals, percussion
Ylvalie Dik – backing vocals

Bilder: Gernot Mangold
Text: Daniel Daus

Ralph de Jongh
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Kantine, Köln

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