Worth & Strain – Rhududu Session Vol. 2 – EP-Review

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Review: Stephan Skolarski

Das ein „elterliches Wohnzimmer“ für die Aufzeichnung einer Folk-Blues-Session geradezu ein idealer Ort sein kann, hat Christopher Worth unter Mitwirkung seines Kumpels David Jacobs-Strain inzwischen bewiesen.

Als beide im Dezember letzten Jahres die „Rhududu“-Session auf dem gleichnamigen, privaten Anwesen in Portland, Oregon, spielten und der erste Teil im Januar 2020 als EP herauskam, war eigentlich schon klar, dass es einen Nachfolger, also Volume 2, geben würde.

Die nun vorliegende, weitere sechs Stücke umfassende Fortsetzung, der teilweise vor Publikum produzierten EP, ist ein pures Klangvergnügen und dies nicht nur für Folk-Blues-Begeisterte mit akustischer Vorliebe.

Die „Living-Room“ Atmosphäre der vertrauten und stilvollen Würde des Landhauses hinterlässt ihre Spuren in den Stücken der beiden Song-Poeten. Der Indie-Folk und Bohemian-Blues von Worth und die akzentuierte Slide-Gitarren-Kunst von Jacobs-Strain beeindrucken durch einen feinfühligen Sound, dessen Klangwirkung schon den ersten Titel „A Certain Light“ – im Duett-Gesang und das folgende „Featherweight“ sprichwörtlich „schweben“ lassen.

Die Folk-Blues-Nummer „Rainbow Junkies“ ist in dieser Verbindung ein unbedingter Anspieltip, der mit dem fast 6-minütigen Blues „Ain’t No Better Way“ eindrucksvoll fortgesetzt wird. Das feine Song-Writing der beiden US-Amerikaner kommt bei „Broken Bell“ und dem anschließenden „Hang On“ zum Abschluss nochmals ausdrucksstark zur Geltung und rundet die Aufnahme formvollendet ab.

Die EP „Rhududu Sessions Vol. 2“ ist der zweite Teilabschnitt einer dynamischen Zusammenarbeit von Christopher Worth und David Jacobs-Strain, ein intimes Wohnzimmer-Set gespickt mit Spielfreude und harmonischer Eleganz.

Rola Music (2020)
Stil: Indie-Folk, Blues

Tracklist:

01. A Certain Light
02. Featherweight
03. Rainbow Junkies
04. Ain’t No Better Way
05. Broken Bell (live)
06. Hang On

Christopher Worth
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David Jacobs-Strain
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Rola Music

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