Midland – Live From The Palomino – Digital-CD-Review

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Einer der erfolgreichsten Newcomer-Acts der letzten Jahre in Nashville ist zweifelsohne das auf einer Hchzeitsfeier gegründete Trio Midland, bestehend aus dem ehemaligen Schauspieler und Unterhosenmodell Mark Wystrach (Gesang, Gitarre), dem Video-Regisseur Cameron Duddy (Bass, Gesang) und Gitarrist/Sänger Jess Carson.

Nach ihren beiden überaus erfolgreichen Alben „On The Rocks“ und „Let It Roll“ legen die drei Burschen jetzt mit „Live From The Palomino“ einen auf rein digitaler Ebene veröffentlichten Live-Mitschnitt nach.

Eingespielt mit ihrer starken Touring-Band, aufgenommen und auch gefilmt, wurde ihr Auftritt im legendären Palomino Club im Norden Hollywoods, von der Los Angeles Times mal bezeichnet als ‚Country Music’s most important West Coast club‘.

Dazu haben sie sich die ‚Sahneschnitten‘ ihrer beiden CDs herausgepickt und in einem kurzweilig schmackhaften Menü angerichtet. Nach einem kleinen instrumentellen Vorgeplänkel begrüßen sie die Audienz mit den Worten „Welcome to the world famous Palomino Club“ und steigen mit dem fluffigen „Playboys“ in bester Bellamy Brothers-Manier („Let Your Love Flow“ lässt grüßen) in den Gig ein.

Dass die Jungs sich auch im Southern Rock wohl fühlen, beweisen das Titelstück ihres zweiten Silberings, „Let It Roll“ (mit starker Slide-Gitarre) oder der launige Rocker „21st Century Honky Tonk American Band“ (mit Twin-Gitarrenpart), sowie partiell auch das humorvoll shuffelnde „Mr. Lonely“.

„Wir sind (von den Großen der Country Music) inspiriert worden. Das wollen wir wie eigentlich wie jeder: Musik und Tradition. Es soll Musik sein, die zeitlos gut ist und nicht nur für den Augenblick“, äußerten sie mal in einem Interview.

Tracks wie „Burn Out“, „Cheatin‘ Songs“ und besonders die Schlussphase mit den Liedern „I Love You Goodbye“ (erinnert an „Tequilla Sunrise“), „Fast Hearts And Slow Towns“ und „Cheatin‘ By The Rules“ mit den tollen, Westcoast-behafteten Melodien und Harmoniegesängen, begeistern in der langlebigen Tradition vieler Eagles-Evergreens und werden von daher auch dieser Klientel bestens gefallen.

Und zum Abschluss gibt es dann mit dem augenzwinkernden „Drinkin‘ Problem“ (so nach dem Motto, ich habe kein Problem mit Alkohol, sondern ohne…!) ihren Smash-Hit vom Debütwerk und dementsprechend tosenden Applaus des entzückten Publikums.

Schade, dass Midland demnächst im Rahmen ihrer Mini-Deutschland-Tour im März nur in Hamburg (17.03. – Mojo Club) und in Berlin (18.03. – Columbia Theater) vorstellig werden und den ebenfalls immer mehr New Country-begeisterten Westen und Süden leider außen vor lassen.

Big Machine Records (2020)
Stil: New Country

01. Playboys
02. Let It Roll
03. Burn Out
04. 21st Century Honky Tonk American Band
05. Cheatin‘ Songs
06. Mr. Lonely
07. I Love You Goodbye
08. Fast Hearts And Slow Towns
09. Cheatin‘ By The Rules
10. Drinkin‘ Problem

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