Sister Hazel – Fire – EP-Review

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Wenn ich Ken Blocks einzigartige, so herrlich ‚näselnde‘ Stimme, samt eines der weiteren, vielen vielen Sister Hazel-Ohrwürmer aus den Boxen erklingen höre, weiß ich, dass meine persönliche musikalische Welt immer noch Ordnung ist.

Jetzt gibt es nach „Water“ und „Wind“ mit „Fire“ die dritte EP aus ihrem vierteiligen Elemente-Zyklus. Und die lässt es einem, mit dem wunderbar melodischen Opener „Every Heartbreak“, direkt wieder warm ums Herz werden.

Ein typischer Sister Hazel-Track mit den gewohnten Komponenten wie einer markanten Eingangshook, eben Blocks markantem Gesang, Tempi- und Stimmungswechseln, toller Gitarre von Ryan Newell (hier mit Slide), Harmoniegesänge und alles dann noch schön eingängig zusammen geschnürt.

Das folgende von Rhythmus-Gitarrist Drew Copeland gesungene dynamische „On And On“ offeriert ein weiteres Luxusproblem des so beständigen, durch Jett Beres (Bass) und Mark Trojanowski (Drums) vervollständigtem Quintetts, das mittlerweile auch bei uns verdient hätte, über ihren Insiderstatus hinaus, bekannt zu werden. Copeland ist nämlich ebenfalls ein außerordentlich guter Lead-Sänger, der hier mit „Fire“ und „She’s All You Need“ auch einen fast gleichwertigen Anteil am Frontmikro hat.

Das Titelstück ist diesmal klar der Mittelpunkt der EP (selbst von der Platzierung her). Ein sehr schön atmosphärischer Midtemposong mit einem dezenten Southern Rock-Touch, der sich am Ende in Newells tollem E-Gitarren-Solo in Marshall Tucker-Manier äußert. Auch das roots-poppige „She’s All You Need“ mit seinen pettyesken Zügen im Refrain und der Bruce Hornsby-angelehnten Piano-Passage, hat Chartpotential, sofern es von den Radiostationen mal erkannt werden würde.

Block glänzt dann bei den restlichen „Life And Love“ (Tex-Mex-Flair), dem herz-Schmerz-Lovesong „Here With You“ und dem ziemlich krawallig verlaufenden Finalstück „Elements III (Growin‘ Up)“, das, man glaubt es im Zusammenhang mit Sister Hazel kaum, anfangs an alte Queen-Zeiten erinnert (Mercury-ähnelnde Stimme und May-mäßig aufbrausende E-Gitarre) und dann in eine kurze Uptempophase mit schnellem Gesang und Honkytonk-Piano mündet, um dann abrupt zu enden.

Auch das dritte ‚Element‘ von Sister Hazel zündet von vorn bis hinten. Sieben tolle Lieder in gewohntem Sister Hazel-Ambiente! Schön zu sehen, beziehungsweise zu hören, dass das Feuer von Block, Copeland & Co. noch lange nicht erloschen zu sein scheint.

Croakin‘ Poet Records (2019)
Stil: Southern (Rock) Pop

01. Every Heartbreak
02. On And On
03. Life And Love
04. Fire
05. She’s All You Need
06. Here With You
07. Elements Part III (Growin‘ Up)

Sister Hazel
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