The Magpie Salute – Same – CD-Review

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Review: Gernot Mangold

Nomen est Omen – der Name der Band lässt in zweierlei Hinsicht erahnen, was den Zuhörer auf der Platte erwartet. Die Elster lässt grüßen, was bedeutet, dass die Krähe in diesem Revier nicht mehr auftaucht.

Wer auf eine Reunion der Black Crowes wartet, kann vermutlich noch lange warten, denn mit den Magpie Salute hat sich 2016 eine Band gefunden, in welcher sich mit Rich Robinson, Marc Ford an der Gitarre und Sven Pipien am Bass, Eddie Harsch an den Keyboards, vier ehemalige Crowes Mitglieder zusammengetan haben, um mit Joe Magistro an den Drums, Nico Bereciartua als drittem Gitarristen, John Hogg mit starken Lead Vocals und Matt Slocum an den Keyboards, das Gerüst einer neuen Supergruppe zu bilden.

Der Begriff einer Supergruppe kann deswegen durchaus gewählt werden, da es den Protagonisten gelingt, mit einer großen musikalischen Bandbreite, Coversongs (die Elster klaut nun mal gerne) hinzulegen, die alle einen eigenen Charakter haben, sodass so niemals der Vergleich zu einer der zahlreichen Coverbands aufkommt.

In einigen Stücken wird der eingefleischte Black Crowes-Fan eben diese wiedererkennen. Andere Tracks wiederum lassen das Flair von The Band oder von Crosby, Stills, Nash and Young in einer erfrischenden Form wieder aufleben. Ein insgesamt starkes Album ohne einen Ausreißer nach unten, bei dem es schwerfällt, Songs besonders hervorzuheben.

„Fearless“ von Pink Floyd in ein Kleid mit Southern Rock-Einflüssen zu packen, ist mutig, aber letztendlich vollkommen gelungen und es wird der Bogen der psychedelischen Floyd zum Southern Rock der Crowes gespannt – Kompliment! „Time Will Tell“, ursprünglich vom viel zu früh verstorbenen Bob Marley, zeigt, das Southern Rock und Reggae durchaus miteinander kompatibel sein können.

In diesem live im Studio aufgenommenen Album ist die Dynamik, die Spielfreude, aber auch die Fähigkeit der Improvisation zu erkennen, wobei einige Songs den Charakter einer Jamsession haben, in der jeder der Musiker die Gelegenheit bekommt, seine spielerische Qualität zu zeigen, ohne zu ausufernd zu werden.

Nach dieser Platte darf man gespannt sein, was als nächstes geboten wird. Live mit den Magpie Salute wird mit Sicherheit ein Erlebnis für Freunde gepflegter Southern Rock-Musik der Richtung Black Crowes, aber auch für Freunde vom Stoff der großen Acts der 70er Jahre. Leider wird Eddie Harsch, einer der Keyboarder, nicht mehr dabei sein, da er kurz nach den Aufnahmen im Alter von nur 59 Jahren im November 2016 verstorben ist.

Eagle Records (2016)
Stil: Jam Rock

01. Omission
02. Comin‘ Home
03. What Is Home
04. Wiser Time
05. Goin‘ Down South
06. War Drums
07. Ain’t No More Cane
08. Fearless
09. Glad And Sorry
10. Time Will Tell

The Magpie Salute
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