Darryl Worley – Same – CD-Review

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Auch mit seinem vierten (inklusive der Retrospektive „Have you forgotten“), diesmal schlicht selbstbetitelten Album, hält Darryl Worley an der Maxime fest, seiner Kundschaft allerbeste, traditionell verwurzelte, aber knackig produzierte, straighte Countrymusic, größten Teils aus eigener Feder, zu präsentieren. Eingängige Melodien, Lieder mit hohem Wiedererkennungswert, klasse Instrumentierung der Nashville-Studioprofis (u. a. Brent Rowan, Greg Morrow, Aubrey Haynie, Bryan Sutton) und Darryls angenehme Baritone-Stimme bilden einmal mehr die bewährte Erfolgsrezeptur.

So hat sich das knackige, melodische Auftaktstück „Awful Beautiful Life“, mit seinem herrlich frischen Drive, bereits peu a peu auf Platz 16 der Billboard-Country-Singles-Charts, mit Blick nach vorn gerichtet, hochgearbeitet. Eine starke Uptemponummer! Die Pace geben eine recht dominant ausgesteuerte Fußtrommel und herzerfrischende Rhythmus-E-Gitarren vor. Abgerundet wird der Song mit einem tollen, satten Gitarren- und prompt folgenden Fiddle-Solo.

Es fällt relativ schwer, aus einem durchgehend guten Album, wie diesem, Stücke explizit herauszuheben. Vielleicht „Wake Up America“, ein Anti-Drogen-Song, der Worley’s soziales Engagement in dieser Angelegenheit bekräftigt. Recht gut gelingt es ihm immer wieder, unterschiedliche Stimmungen von Lied zu Lied zu erzeugen. So wirkt „If Something Should Happen“, das von einem Mann handelt, der seiner eigenen Sterblichkeit ins Gesicht sehen muss, ziemlich bedrückend, während sich das, im Anschluss folgende, swingende „Work And Worry“ gerade im hinteren Teil mit seiner „Horn-Section“ zu einer regelrechten Dixieland-Gute-Laune-Nummer entwickelt, die auch auf jedem Jazz-Frühschoppen bestehen könnte.

„Whistle Dixie“ mutiert, dank temperamentvoller Background-Gesänge anerkannter Könner, wie Wes Hightower, Curtis Wright und Melodie Crittenden , von einem melodischen Midtempostück zu einer temperamentvollen Gospelgeschichte. Wer Spaß an hochwertig traditionellen Alben der Marke Alan Jackson, Trace Adkins, Mark Chesnutt, Brad Paisley, Tracy Lawrence & Co. hat, wird hier zur vollsten Zufriedenheit bedient! Wir gratulieren Mr. Worley zu einem starken Album, wie auch nachträglich zum vierzigsten Geburtstag (31.10.)!

Dreamworks (Universal Music) (2004)
Stil: New Country

01. Awful Beautiful Life
02. If I Could Tell The Truth
03. I Love Her, She Hates Me
04. If Something Should Happen
05. Work And Worry
06. If It Hadn’t Been For Love
07. Was It Good For You
08. Find Me
09. Wake Up America
10. What Makes A Man Do That
11. Better Than I Deserve
12. Whistle Dixie

Darryl Worley
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Bärchen Records

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