Popa Chubby – Live At G. Bluey’s Juke Joint NYC – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Am 8. September erscheint bei Golf Coast Records Popa Chubby neues Live-Album, aufgenommen im Oktober letzten Jahres vor Publikum im G. Bluey’s Juke Joint (dem Studio des Tontechnikers Glen Forrest aus Papa Chubby’s „Beast From The East“-Zeiten in Long Island City, New York. Deshalb ist natürlich auch seine All-Star-„Beast Band“ (Mike Merrit – Bass, Mike Dimmeo – Keyboards, Stefano Guidici – Drums) dabei, mit der er schon in den 90’ger Jahren auftrat.

Auf dem Album haben die vier nun ein Feuerwerk an „Greatest Hits“ der alten „Beast“-Zeiten abgebrannt, bestehend aus eigenen Songs und Coverversionen u. a. von Neil Young, Billy Roberts, Leonhard Cohen, Tom Waits, Jimmy Cox und Jagger/Richards. In Summe 19 Stücke, gebrannt auf zwei CD’s, kraftvoll, rau und vor Spielfreude strotzend.

An dieser Stelle über die einzelnen Songs zu berichten, hieße sicherlich Eulen nach Athen zu tragen. Nur soviel sei gesagt, dass es der Truppe absolut nicht anzumerken ist, dass seit den „Beat From The East“-Zeiten inzwischen 30 Jahre ins Land gegangen sind. Popa Chubby und seine „biestigen“ Freunde klingen mit ihrer Stilmischung aus den Stooges, Buddy Guy, Motörhead und Jimi Hendrix, immer noch so frisch und frech wie eh und je.

Den Freunden der etwas härteren musikalischen Gangart ist das Werk sicherlich nicht nur aus nostalgischen Gründen zu empfehlen. Die Scheibe anzuhören macht einfach nur Spaß und die Mucke geht direkt in die Beine. Also, CD einwerfen, die Lautstärke bis zum Anschlag und Abfeiern, so muss das sein!

Gulf Coast Records (2023)
Stil: Blues Rock

Tracks CD 1:
01. Motorcycle Mama
02. Another Ten Years Gone
03. Hey Joe
04. Dirty Lie
05. 69 Dollars
06. Godfather Theme
07. Dirty Diesel
08. Grown Man Crying Bullets
09. Over The Rainbow

Tracks CD 2:
01. It’s A Mighty Hard Road
02. I Don’t ant Nobody
03. I Can’t See The Light Of The Day
04. Embee’s Song
05. Steel Horse Serenade
06. Hallelujah
07. Heart Attack And Wine
08. Sweat
09. Nobody Want’s You When You’re Down
10. Sympathy For The Devil / Chubby’s Story

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Popa Chubby – Emotional Gangster – CD-Review

Review: Jörg Schneider

Der New Yorker Theodore Joseph Horowitz, der Bluesgemeinde sicherlich besser bekannt als Popa Chubby, gönnt sich zu seinem 62‘sten Geburtstag am 31. März ein neues Album mit dem Titel „Emotional Gangster“, welches am 25. März  in die Läden kommt. Und es ist nach „It’s A Mighty Hard Road“ (2020) und „Tinfoil Hat“ (2021) sein drittes Album innerhalb von knapp drei Jahren.

Natürlich sind auch die elf Electric-Blues-Tracks auf dem neuen Album für Popa Chubby typisch durch Hard Rock-Elemente á la Led Zeppelin und Black Sabbath beeinflusst. Der Meister spielt auf seinem Album zahlreiche Instrumente selbst und hat sic hauch nicht davor gescheut, die Songs eigenhändig aufzunehmen und abzumischen.

Herausgekommen sind lauter handwerklich perfekte und emotionale Electric-Bluesnummern. Zusätzlich erweist Popa Chubby den Altvorderen Bluesern wie Willie Dixon und Robert Johnson mit seinen modernen Interpretationen von Dixons „Hoochie Coochie Man“ und Johnsons „Dust My Broom“ seine Ehre.

Zum Einstieg in die kommenden rund 45 Minuten bietet „Tonight I‘m Gonna Be The Man“ einen fetzigen Rhythmus mit viel Gitarrengejaule und einem so hohem Spaßfaktor, dass es mächtig in den Beinen juckt, während sich der Folgesong „New Way Of Walking“ zwar weniger wild anhört, dafür aber bombastischer, stampfender und härter auftritt.

„Equal Opportunity“ ist eine unbeschwerte Einladung zum Mitsingen mit pianobedingter Boogie- Attitude und der gemütlich rollende, swingende Shuffle „Save The Best For Last“ bietet Ohrwurm-Qualitäten mit reichlich Mundharmonikapusten. Echte Highlights sind auch die englischen bzw. französischen Versionen von „Why You Wonna Make War“ sowie das mit einem spacigen Gitarrenintro startende und in eine melancholisch-nachdenkliche Bluesnummer übergehende „Fly Away“.

Headbangern hingegen dürfte wohl das hart pulsierende „I‘m The Dog“ gefallen und bei „Doing OK“ fällt der stakkatohafte Sprechgesang von Popa Chubby auf. Schließlich endet die Scheibe mit dem siebenminütigen Instrumental „Master Ip“, ein Track, der sich nach Improvisationen über quäkend-jaulende Gitarren mit Wah-Wah Effekten anhört.

Gitarrenafficinados des Electric-Blues dürften bei Anhören von Popa Chubbys neuer Scheibe sicherlich vor lauter Glück in Ohnmacht fallen, für sie ist die Platte ganz bestimmt ein „Must Have“. Eine glasklare 5 Sterne-Kaufempfehlung also! Und wer noch unentschlossen ist, hat zwischen dem 5. und 15. Mai Gelegenheit Popa Chubby in mehreren Orten auf Deutschlandtournee live zu erleben. Also, nichts wie hin Leute!

Label: Dixiefrog Records
Stil: Blues

Tracks:
01. Tonight I‘m Gonna Be The Man
02. New Way Of Walking
03. Equal Opportunity
04. Hoochie Coochie Man
05. Save The Best For Last
06. Why You Wonna Make War (English Version)
07. Dust My Broom
08. I‘m The Dog
09. Doing OK
10. Fly Away
11. Why You Wonna Make War (French Version)
12. Master Ip (Instrumental, Bonus Track)

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