The Jake Karlik Band – Same – CD-Review

Die Jake Karlik Band aus Tulsa, Oklahoma, wurde im Jahr 2020 von Bandleader Jake Karlik gegründet und zunächst unter dem Namen Jake & The Idols ins musikalische Rennen geschickt. Mittlerweile firmiert er (lead vocals, guitar, songwriting, production) mit seinen Bandmates Ian McGuire (guitar), Sky Slater (bass), Paul Latta (drums, vocals) und Greg Zinc (keys, vocals) unter eigenem Namen.

Nun erscheint das Erstwerk ganz im Stile früherer Zeiten mit acht selbst kreierten Stücken, quasi im LP-Format, so, wie es einst Lynyrd Skynyrd auch auf ihrem sagenumwobenen Debüt gehandhabt hatten.

Schon mit dem intensiven Opener „The Mountain“ wird einem bewusst, dass die Band alles aufweist, was ein erfolgreicher Southern-Act mitbringen sollte: Einen charismatischen Bandleader und ein schlagkräftiges kreatives Bandkollektiv dahinter. 

Das Problem, knapp 50 Jahre später hält sich die Popularität dieser Musik zumindest in hiesigen Gefilden auf überschaubaren Niveau, bis auf  Blackberry Smoke ist es leider kaum einem Act (abseits von Skynyrd) aus den Staaten gelungen, nennenswerte Fanzahlen  bei uns zu aktivieren.

Karlik erinnert gesangstechnisch in seiner impulsiven Art an Chris Stapleton, von daher werden weitläufig Assoziationen an die Jompson Brothers wahr, die der Country-Mega-Star mal vor seiner beeindruckenden Solo-Karriere angeführt hatte, 

Ansonsten ist beruht das Rezept auf dem Kreieren neuer Songs auf den Fundament von Altbewährtem mit der Energie und den Ideen eines jungen Wilden. Gerade „Break Of Day“ beinhaltet eigentlich alles, was Southern-Liebhaber der alten und neuen Schule begehren. 

Das Individuelle der Jake Karlik Band ist die funkig-soulige Note, die in einige Tracks eingeflochten, wird. Bei Songs wie „Take Me Back“ oder „Wicked Lovet“ hat man in den Bridges teilweise ein ‚Simply Red goes Southern‘-Flair. Von der Energie her und dem spürbaren Willen Weiterzukommen, der auf diesem Album zum Ausdruck kommt, erinnert hier einiges auch an die aufstrebenden Kalifornier Robert Jon & The Wreck.

Und wenn die Burschen dann am Ende mit „Arabella“ noch so einen zünftigen Rocker im Stile der Black Crowes raushauen (herrlich das Pump-Organ-Intermezzo gegen Ende, Karlik raunzt dazu zwischendurch wie Joe Cocker) wird vermutlich auch der Letzte das riesige Potential erkannt haben.

Mit der Jake Karlik Band aus Oklahoma taucht ein neuer Stern am Southern Rock-Firmament auf. Ende der Siebziger Jahre hätten sich die Jungs mit so einem Debüt direkt in die Phalanx der großen Acts katapultiert, in der heutigen schnelllebigen Zeit gilt es sich erstmal bei den verbliebenen Liebhabern von Musik wie Lynyrd Skynyrd, Allman Brothers, Blackberry Smoke Gov’t Mule, Marcus King, Tedeschi Trucks Band & Co. mit kontinuierlich guten Leistungen ein ‚Standing‘ aufzubauen. Ein toller Anfang ist jedenfalls gemacht!

Horton Records (2026)
Stil: Southern Rock/Jam/Soul/Funk

Tracklist:
01. The Mountain
02. Break Of Day
03. Where Did You Sleep?
04. Take Me Back
05. Wicked Love
06. All I Need
07. Over Now Babe
08. Arabella

The Jake Karlik Band
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