Allen-Forrester Band – 18.10.2026 – Backyard Club, Recklinghausen – Konzertbericht

Es ist jetzt knappe drei Wochen her, seit die Allen-Forrester Band uns ihr starkes neues Studioalbum „Red Dirt Town“ serviert hat.  Auf diesem hatte Keyboarder Simon Oslender, wie auch schon auf dem Debütwerk, mit seinem grandiosen Tastenspiel erhebliche Akzente gesetzt und für mehr Variabilität sowie einen noch umfassenderen Sound gesorgt.

Live gibt es die Musik der Allen-Forrester Band wie immer in der ‚Rohversion‘ im bewährten Quartett, bestehend aus Josh Allen (lead vocals, elcetric guitars), Ben Forrester (electric guitar, lead vocals), Drummer ‚Matze‘ Böhm und Bassist Hendrik Herder.

Der Backyard Club in Recklinghausen war für einen Sonntag Abend ansehnlich gefüllt, demnach waren die Voraussetzungen für einen stimmungsreichen Gig geschaffen. Die Band zog das mit einer kurzen Pause in zwei Sets gegliederte Programm, mit ihren Eigenkompositionen der beiden bisherigen Longplayer, konsequent bis fast gegen Ende durch.

Lediglich mit „Tennessee Mud“ von der Nashville-Allstar-Combo Trigger Hippy als Abschluss des Hauptteils und einer prächtigen Version des Marshall Tucker Band-Klassikers „Take The Highway“ als einzige Zugabe, wurde dann in die Coverkiste gegriffen.

Im Prinzip hielt sich der Überraschungsfaktor für jemanden wie mich, der die Burschen schon öfter live erlebt hat, diesmal in Grenzen, zumal auch einige der neuen Stücke im März beim Gig in Krefeld präsentiert wurden: zünftige Rocker (u. a. „Burning Daylight“, „Misery Likes Company“, „Good Situation Gone Bad“), emotionale Tracks („Little Breathin‘ Reason“, „Phases Of The Moon“) und Ohrwürmer wie „White Picket Fences“, Hey Carolina“ oder „Soundtrack Of The Summer“, samt der beiden erwähnten Cover, gaben sich in einem schönen Mischverhältnis die ‚Klinke in die Hand‘.

Neu war es, Ben Forrester beim Titelstück des aktuellen Werkes „Red Dirt Town“ mal singen zu hören, naja, es war dann aber doch eher mehr Sprechgesang im Stile eines Charlie Daniels. Seine Stärken beliefen sich eher, wie gewohnt, im seinem furiosen Les Paul-E-Gitarrenspiel.

Das veranlasste in der famosen Solopassage von „Take The Highway“ (und auch schon zuvor beim eingängigen „Soundtrack Of The Summer“), den sympathischen Barkeeper des Backyard Clubs dazu, sein Arbeitsumfeld um sich herum, für einige Momente kurz zu vergessen und sich hinter der Theke seinen groovenden und tänzerischen Talenten  hinzugeben.

Ach, und dann war ja auch noch „Sweet Marie“, das wie schon bei meinem „Red Dirt Town“-Review vermutet, die Mitsingqualitäten der anwesenden Audienz zu Tage beförderte…

Line-up:
Josh Allen – lead vocals, electric guitar (Fender Stratocaster and Telecaster)
Ben Forrester – electric guitar (Gibson Les Paul), lead vocals
Hendrik Herder – bass
Matthias ‚Matze‘ Böhm – drums

Text und Bilder: Daniel Daus

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Backyard Club Recklinghausen

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