The Sheepdogs – Keep Out Of The Storm – CD-Review

Seit Sheepdogs-Fronter Ewan Currie eine zeitweilige Lebenskrise überwunden hat und seine Band von Majorlabelzwängen befreit ist (man hat mit Right On Records ein eigenes gegründet), trumpfen die Kanadier in ständiger Regelmäßigkeit groß auf.

Wir haben alle ihre letzten EP-Veröffentlichungen („Hell Together“ und „Paradise Alone“ besprochen und dementsprechend gewürdigt, vollends überzeugt hatten sie mich persönlich mit ihrem grandiosen Gig Ende 2024 im Kölner Luxor, eines der besten Southern Rock-Konzerte, das ich je erlebt habe.

Nach einer ausverkauften Arenatournee durch Kanada als Vorgruppe von Bryan Adams, gibt es jetzt mit „Keep Out Of The Storm“ einen neuen Longplayer, der alles in sich vereint, wie man eine Genre-Scheibe dieser Art heutzutage anbieten sollte, um die immer noch bestehende recht große Fan-Gemeinde in ihrer Gesamtheit, aber auch in ihrer Diversität im Rahmen der Ansprüche ‚einzufangen‘.

Ihr langjähriger Schlagzeuger Sam Corbett ist nicht mehr dabei, auf dem Werk wurde er durch eine ganze Reihe von Drummern wie der JUNO nominierte Trevor Falls, Adam Hindle (Dwayne Gretzky, Born Ruffians), Steve Kiely (Golden Feather), Jordan Murphy (Walrus, Adam Bladwin) oder Dani Nash (July Talk) ersetzt.

Die vier Stücke „Nobody But You“ (Platz 17 der Billboard Mainstream Rock-Charts), „Playing All Night. Long“, „All I Wanna Do“ und das abschließende „Out All Night“, bieten klassischen Southern Rock-Stoff der Endsiebziger Jahre (so ein wenig wie 38 Special auf ihren beiden ersten Alben) und werden den Traditionalisten sicherlich am meisten zusagen.

Der Rest macht die Scheibe ‚bunt‘ und spannend. Der Titeltrack „Keep Out Of The Storm“ mit seinen Metal-ähnlichen Riffs im Refrain, „I Do“, als wenn die Rubettes (wer sie noch kennt) auf Southern-Pfade abgebogen wären, „Take A Look At Me Riding“ mit bluesigem JJ Cale-Esprit, „Bad For Your Health“ mit 70er-Psychedelic-Doors-Touch, das luftige „Breezy“ als eine Art Nitty Gritty Dirt Band meets The Allman Brothers“, das proggig-atmosphärische „The Owl“ und das allmaneske Instrumentalstück „The Yellow Line“, allerdings mit integrierten Bläsersätzen als neuer Variante, erzeugen, in der Gesamtschau mit den vier o. a. Tracks, eine stilistische Erweiterung.

Das Album wurde mit dem langjährigen Kollaborateur Thomas D’arcy aufgenommen und von Ewan Currie produziert. JUNO-Award-verdächtig!

Im November 2026 sind die Jungs auch wieder bei uns zu sehen, das sind die Termine:
18.11.26, Köln, Gebäude 9
21.11.26, Hamburg, KENT Club
30.11.26, Berlin, Hole44
01.12.26, München, Technikum

Hingehen ist Pflicht!

Right On Records (2026)
Stil: Southern Rock

Tracklist:
01. Nobody But You
02. Keep Out Of The Storm
03. I Do
04. Playing All Night. Long
05. Take A Look At Me Riding
06. All I Wanna Do
07. Bad For Your Health
08. Breezy
09. The Owl
10. The Yellow Line
11. Out All Night

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