Outpost Drive – The Outpost – Digital-Album-Review

Hinter Outpost Drive verbirgt sich ein Duo, das sich auf dem Outpost Drive in Los Angeles, Kalifornien, kennengelernt und zu lieben geschätzt hat. Die aus Mobile, Alabama stammende Mary Bragg Robinson und der Brite Willow Robinson sind mittlerweile verheiratet und haben nun auch ihre gemeinsame musikalische Passion in ihrem Debütalbum aus satten 15 Stücken bestehenden „The Outpost Drive“ kanalisiert.

Ich bin rein zufällig über den Titelsong „The Outpost“ ‚gestolpert, der in seiner atmosphärisch aufgeheizten Art sofort, die blendende Konstellation in den Gesängen, sowohl einzeln als auch in den Harmonien, offenbart. Ich habe die beiden sofort zwecks Albumbesprechung kontaktiert und schon am nächsten Tag war der Longplayer transferiert.

Der Track offeriert auch schon in einem Lied, was den Zuhörer im weiteren Verlauf erwartet: Eine geballte Mischung aus Folk-, Indie-, Country- (Richtung Lady A & Co.) und dezent southern gefärbtem Rock, ein Hauch von Blues ist auch dabei („Lord Have Mercy“).

Was besonders auffällt, ist die brillant austarierte Entscheidung, wer von beiden im jeweiligen Song singt und wie und wo man sich gegebenenfalls in den Vokalharmonien zusammenfindet (Mary Bragg Robinson entpuppt sich da teilweise als eine Art Stevie Nicks 4.0). Dazu wird nicht auf den schnellen 3-Minuten-Single-Erfolg geschielt, ganz im Gegenteil, viele der Lieder sind auch instrumentell anspruchsvoll ausstaffiert (als weitere Beispiele dienen u. a. die beiden southern-umwehten „Make Up Your Mind“ und „Let’s Find Something To Talk About“ als grandioses Finale). Nicht zu vergessen, die glasklare transparente Produktion, die alle Komponenten letztendlich überaus gekonnt in Einklang bringt.

Weitere Anspieltipps für Noch-Zögerer sind Tracks wie die leichte New Country-Nummer „Magnolia Tree“ (Marke Lori McKenna), das Harmonica-unterlegte Veranda-Stück „I Love The Rain“, das Fleetwood Mac-reminiszierende „The Ritual“, die hoch-emotionale Ballade „Goodnight“ oder das mit etwas Miranda Lambert-/Kacey Musgraves-Flair bedachte „Lonestar“.

Fazit: In Outpost Drive hat sich was gesucht und gefunden, was absolut zusammengehört. Ich habe selten in diesem Bereich ein so variables und doch so stimmiges Debüt erlebt. Hier passt von den Gesängen, den Melodien, der instrumentellen  Gestaltung bis zur formidablen Produktion alles, Ich bin restlos begeistert. Wenn jetzt noch ein wenig Nashville-Vitamin-B dazukommen würde, wird bei Outpost Drive die Post richtig abgehen. Weiter so Mary und Willow!

Treasure Map Records (2026)
Stil: New Country & More

Tracklist:
01. Till Death Do Us Part
02. The Outpost
03. Magnolia Tree
04. Gracefully
05. Waterlou Rd
06. I Love The Rain
07. The Ritual
08. Tensaw River
09. Broken Vein
10. Lord Have Mercy
11. Goodnight
12. You Have Won The Lottery!n
13. Make Up Your Mind
14. Lonestar
15. Let’s Find Something To Talk About

Outpost Drive
Outpost Drive bei Facebook

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Der Zeitraum für die reCAPTCHA-Überprüfung ist abgelaufen. Bitte laden Sie die Seite neu.