
Southern-rockige Klänge aus Kanada sind bis dato im SoS eher rar gesät. Das Aushängeschild mit nennenswertem Bekanntheitsgrad sind bisher eindeutig The Sheepdogs, dann kommen vielleicht noch The Commonors, aber dann fängt schon das große Überlegen an.
Jetzt gesellt sich mit den Wayward-Saints, bestehend aus Lindsay Coleman (Lead vocals), Darren Flower and Justin Bennett (beide Electric guitar), Bil Bertram (bass) und Dylan Beneteau (drums) ein vielversprechendes Quintett dazu.
Das hat 2025 mit der EP „Survivor“ eine erste starke Duftmarke gesetzt. Die Band benennt ihre Einflüsse mit Acts wie Humble Pie, The Allman Brothers, Faces, and The Rolling Stones, gemixt mit einer Dosis des guten alten Stadion Rocks.
„Mit „In The Wild“ geht es nach atmosphärischem Intro auch gleich wild los, ein zünftiger Hard Rock-Song mit southern-trächtigem E-Gitarren-Solo. In eine ähnliche Richtung geht es bei „Got To Give In“ weiter. Center-Track und demnach auch genau richtig in der Mitte platziert ist das packende „Flags Of Red„, wo Lead-Sängerin Lindsay Coleman erstmals ihre variable, charismatische Stimme so richtig in die Waagschale werfen kann.
„Pay No Mind“ ist wieder von der zünftigeren Southern Hard Rock-Sorte (klasse hier der freche Wechselgesang von Coleman mit dem Harmoniegesang der Kollegen im Refrain), den tollen Abschluss bildet das Titelstück „Survivor“, das durch die Einbindung von Violinen- und Piano-klängen (gespielt durch die Gastmusiker Katie Kaufman und Greg Brisco) eine countryeske Note a là Marshall Tucker Band erhält.
Die Saints arbeiten zur Zeit an ihrem Debüt-Longplayer bei dem der JUNO Award-nominierte Produzent Ross Hayes Citrullo und der Grammy-nominierte Mastering Engineer Joao Carvalho, die auch auf dieser EP schon eifrig mitmischten, wieder mit von der Partie sein werden.
„Survivor“ von den Wayward Saints ist tatsächlich Stoff für Liebhaber der o. a. Interpreten, wobei mir weitere Bezugsgrößen wie Lynyrd, Skynyrd, Molly Hatchet, AC/DC, Led Zeppelin, The Quireboys, The Georgia Thunderbolts oder Dirty Honey ebenfalls noch in den Sinn kommen. Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein.
Eigenproduktion (2025)
Stil: Southern Rock / Hard Rock / Classic Rock
Tracklist:
01. In The Wild
02. Got To Give In
03. Flags Of Red
04. Pay No Mind
05. Survivor
