Andreas Diehlmann Band – ADB Album Classics – CD-Review

Andreas Diehlm

Review: Hans-Joachim Kästle

Wir wollen uns ja nicht mit fremden Federn schmücken. Aber wenn etwas zutrifft, kann man gern wiederholen, was an anderer Stelle so ähnlich schon mal stand: Die Mannen der Andreas Diehlmann Band sind die besten Texas-Blues-Rocker, die nicht aus Texas kommen.

Nun hat Diehlmann die ersten drei Alben, die zwischen 2017 und 2019 erschienen sind, remastered, mit ausführlichem Booklet, fünf Bonustracks und einer Gesamtlaufzeit von 146 Minuten und 40 Sekunden neu aufgelegt. Natürlich kann man Vergleiche zu ZZ Top, Stevie Ray Vaughan oder Freddie King ziehen, aber eigentlich bedarf es keiner Vergleiche. Zu Diehlmanns Stärken gehört, dass er mit wenigen Ausnahmen nur Eigenkompositionen präsentiert.

„Way Down South“, der Eröffnungssong der ersten CD, beginnt mit einem Slide-Intro. Dann geht’s in die Sümpfe Louisianas, dort, wo der Swamp Rock zu Hause ist. Erinnerungen werden wach an Billy C. Farlow (falls den noch einer kennt), der als Mitglied von Commander Cody and his Lost Planet Airmen in den Siebzigern den Hit „Hot Rod Lincoln“ feiern konnte. Es folgt Peter Greens unverwüstliches „Oh Well“, bei dem die Band unterstreicht, dass in der Tat nicht mehr als drei Musiker für einen satten Sound nötig sind: Andreas Diehlmanns Gitarrenarbeit und sein markant-rauchiger Gesang, Volker Zellers brodelnder Bass und Tom Bonns treibendes Schlagzeug.

„Come On And Get It“ ist danach ein fulminanter Blues Rock. Mit „Hard Times“ schließt sich ein astreiner Blues an. Mit diesen vier Songs ist eigentlich schon alles über die musikalische Bandbreite der gesamten drei CDs gesagt: Kein Stück hört sich wie das andere an.

Zwei von insgesamt acht Fremdkompositionen gilt es noch zu nennen: Da ist zum einen Jimi Hendrix’ „Little Wing“ als Instrumentalstück und „Soulshine“, im Original von den Allman Brothers (der besten Band, die je aus den USA gekommen ist – so, das musste einfach mal gesagt werden).
Darauf einen Whiskey – oder auch zwei!

Mountain Meadow Studio (mms) (2026)
Stil: Blues Rock

CD 1 ADB
01. Way Down South
02. Oh Well
03. Come On And Get It
04. Hard Times
05. Opposites Attract
06. Rock Me Baby
07. Full Grown Man
08. Gonna Raise Hell
09. Gone
10. Rita
11. Hey Baby (Bonustrack)
12. Backdoor Santa (Bonustrack)

CD 2 Your Blues Ain’t Mine
01. Come On Into My Kitchen
02. Your Blues Ain’t Mine
03. I Don’t Wanna Lose You
04. I Don’t Know
05. Head Down Low
06. Little Wing
07. Going Home
08. Soulshine
09. Fucking Happy Blues
10. When I’m Gone (Bonustrack)

CD 3 Point Of No Return
01. You Are My Woman
02. Point Of No Return
03. Don’t Go
04. Long Forgotten Nightmare
05. Sweet Mama
06. Nothing But The Blues
07. King Bee
08. Deadman Walking
09. Here Comes The Rain
10. Nothing But The Blues (Bonustrack, Cigarbox Version 2025)

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