
Mit dem aus Maryland stammenden Jackson Dean veröffentlicht einer derzeit angesagtesten Songwriter in der New Country-Szene mit „Magnolia Sage“ sein drittes Studio-Album unter Major Flagge (dem Big Machine Nachfolger Blue Highway Records).
Nach diversen Platin- und Gold-ausgezeichneten Single-Erfolgen („Don’t Come Lookin'“, „Fearless (The Echo)“) und einer ACM-Nominierung als bester neuer männlicher Künstler in 2023 stehen nun die Zeichen offensichtlich darauf, in die Phalanx der Platzhirsche Morgen Wallen und Luke Combs einzugreifen.
Dazu standen dem Protagonisten für die elf neuen Songkreationen klingende Erfolgsschreiber wie u. a. Luke Dick (der das Werk auch produziert hat), Rodney Clawson, Laura Veltz, Natalie Hemby, Josh Miller, Josh Thompson oder Chris Tompkins) an der Seite.
Der LP-Titel „Magnolia Sage“ thematisiert Gegensätzlichkeiten, die von Dean quasi durch zwei verschiedene Linsen beleuchtet werden. Seine hervorragende Stimme ist dazu prädestiniert, sowohl in rauer als auch soulig-gefühlvoller Manier zu agieren.
Mein Herz hat der mir bis dato unbekannte Künstler mit dem flockigen, samt Tempowechseln verschachtelten Opener „Blacktop Blues” gewonnen, der von einer markanten E-Gitarren-Slide Hook eingeleitet wird sowie auch, surrende Fills als auch ein dementsprechendes Solo enthält und somit geneigte Southern-Fans ansprechen wird.
Diese südstaatliche Note bleibt dank der exzellenten involvierten Gitarristen unterschwellig durch das gesamte Werk enthalten, allerdings zielen die ausnahmslos hitverdächtigen mitsingbaren Refrains mit ihren hohen Wiedererkennungswerten primär auf das massenkompatible New Country-Publikum. Die Karaoke-Bars im Süden werden hier reichhaltigen Zusatzstoff für ihr Sortiment verzeichnen können.
Deans famose, angeraute Wohlfühl-Stimme (Marke Travis Tritt) kommt natürlich am besten bei den ruhigeren souligen Tracks wie “Be Your Man”, “Tennessee Moon”, “Hey Mississippi” (aktuelle Single) oder „“Something Easy” zur Geltung. Zur Unterstützung sind vereinzelt weibliche Backgroundsängerinnen vertreten. Da könnten gleich mehrere Chart-Topper bei rauspringen.
Den in Amiland gut ankommenden Patriotismus gibt es dazu noch bei Liedern, die von vorne herein geografischen Bezug im Titel haben, wie auch bei “5th Of July” oder “Dust On A Dirt Road”. Einen melancholischen Abschluss bildet „Heart On The Range“.
Jackson Dean überzeugt auf seinem Album „Magnolia Sage“ restlos. Die oben erwähnten Stars der Branche müssen sich über Kurz oder Lang auf ernstzunehmende Konkurrenz einstellen. Eine Scheibe, die in den wärmeren Monaten demnächst noch öfter bei mir laufen wird. Klasse!
Blue Highway Records (2026)
Stil: New Country
01. Blacktop Blues
02. Make A Liar)
03. Be Your Man
04. 5th Of July
05. Tennessee Moon
06. Over And Over
07. Hey Mississippi
08. Something Easy
09. Wildfire
10. Dust On A Dirt Road
11. Heart On The Range
