The Imaginaries – Fever – CD-Review

Hinter den Imaginaries verbirgt sich das verheiratete Paar Maggie McClure und Shane Henry, beide ursprünglich aus Oklahoma stammend, jetzt in LA lebend. Sie besitzen eine große mediale Erfahrung in allen Bereichen, die Zusammenführung als Musikduo ergab irgendwann fast zwingend daraus.

„Fever“ ist das zweite ‚echte‘ Album des Duos (neben diversen Seitenprojekten) und allein der Blick auf die involvierten illustren Gäste zeigt, dass die beiden bereits ein hohes Ansehen in der Musikszene genießen. Auch wenn manchen Songtitel dazu verführen, an alte Klassiker zu denken, sei hier erwähnt, dass es sich in der Gesamtheit ausnahmslos um aktuelle Eigenkreationen handelt

Das Werk startet mit dem herrlich treibenden und rockenden Titelsong „Fever“, samt starker Vocals der Protagonisten (da zeigen die beiden jeweils solo als auch bei den Harmonies, natürlich fortlaufend, wie man es am Mikro macht) .

Sofort mit dem absoluten Highlight zu beginnen, ist für mich immer ein wenig problematisch, da der Spannungsbogen doch ein wenig nach hinten abflacht, auch wenn das Niveau im weiteren Verlauf sicherlich hier nicht von schlechten Eltern ist.

Zunächst geht es im ersten Drittel Schlag auf Schlag weiter. Bei „Wishing Well“ unterstützt der ehemalige Bros. Landreth-Gitarrist Ariel Posen, ein Track, bei dem die hinterbliebenen Eindrücke ihrer Zusammenarbeit mit dem Brian Setzer Orchestra durchschimmern.

Bei „Crossroads“(wie oben angedeutet, nicht der Robert Johnson-Evergreen) lässt kein geringerer als Blues-Tausendsassa Joe Bonamassa seinen Bottleneck über die Saiten fliegen und Vince Gill verleiht dem countryesken Schunkler „Whole Lotta Livin'“ den typischen Bariton-Twang mit seiner Telecaster. Trotzdem alles keine Lieder, die trotz der hochkarätigen Gastpräsenz, wirklich vom Hocker reißen.

Im zweiten und dritten Drittel gibt es  mit Tracks wie u. a. den flockigen New Country-Stücken „I Knew It Was You“ und „Little By Little“ (beide Marke Lady A), dem Tex-Mex-angehauchten „Buzzard’s Roost“, dem folkigen „Breaker“ und dem pettyesken “ Riding That High“ immer wieder diverse Aufhorcher.

Trotzdem will am Ende bei „Fever“ (übrigens auch sehr gelungenes Hochglanz-Coverartwork) von den Imaginaries merkwürdiger Weise trotz vieler guter Ansätze nicht so richtig erhöhte Temperatur aufkommen.

Eigenproduktion (2025)
Stil: Americana

Tracks:
01. Fever
02. Wishing Well
03. Crossroads
04. Whole Lotta Livin‘
05. Constant
06. I Knew It Was You
07. Buzzard’s Roost
08. Little By Little
09. Breaker
10. Riding That High
11. Here For You
12. Lucky Ones

The Imaginaries
The Imaginaries bei Facebook
Brooke Lynn Promotion

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Der Zeitraum für die reCAPTCHA-Überprüfung ist abgelaufen. Bitte laden Sie die Seite neu.