
Endlich mal wieder etwas frisches Blut hier in Sounds Of South und dazu auch noch Genre-kompatibel. Nachdem die ersten zwei Monate dieses Jahres recht Blues Rock-lastig geprägt waren, gibt es jetzt mit der neuen EP „Strange“ der Jack Wharff Band ehrgeizigen, unverbrauchten und sehr bekömmlichen Country-Bluegrass-Americana-Stoff!
Die Jack Wharff Band stammt aus Richmond, Virgina, und besteht aus ihrem Leader Jack Wharff, Drummer Garrett Howell, Bassist Ryan Atchison und Gitarrist Evan Novoa. Die Jungs hatten bereits mit „Richmond’s Most Wanted“ ein Kurzwerk mit sechs Tracks veröffentlicht, jetzt legen sie fünf weitere Stücke unter Majorlabel-Fahne (Big Machine Records) hinterher.
Der Titelsong „Strange“ als Einstieg baut direkt Spannung auf, ein wunderbarer Balanceakt zwischen New Country und Americana, schön atmosphärisch mit Slidegefiepe. Die helle und doch leicht rauchige Stimme Warffs, die mich an Leute wie Jason Isbell oder Ed Sheeran erinnert, verpasst dem Song zusätzlich noch einen leichten Indie-Touch. Klasse hier auch die countryesken Harmoniegesänge.
Die beiden folgenden ‚Virginia‘-Tracks stehen mehr im Zeichen von gut verdaulicher Modern Bluegrass-Musik, nicht zuletzt ein Mitverdienst von Ketch Secor, Mitbegründer sowie Frontmann der Band Old Crow Medicine Show, der „Virginia Can I Stay A While“ mitgeschrieben hat und hier auch vokal partizipiert. Das treibende „Ole Virginia“ hat was von ‚Tom Petty goes Bluegrass‘, auch klasse gemacht.
Der Nashville Singer Songwriter Solon Holt assistiert den Jungs bei „A Month, A Week, A Day“. Mit dem klassischen, lässig samt etwas Melancholie im Gesang dahin-groovenden Americana- Stück „Saved“ (schön klackernde Banjo-Untermalung), ist das rechte kurze Vergnügen schon wieder beendet.
Die Jack Wharff Band wird in den kommenden Tagen bis Mitte März mit Auftritten bei den C2C Festivals in Berlin (6. März), Rotterdam (7. März) und London (15. März) zu sehen sein, dazu/dazwischen kommen noch Headline-Shows in Dublin (9. März) , Manchester (16. März) und Glasgow (18. März). Eine ideale Gelegenheit, den Bekanntheitsgrad in unseren Sphären erheblich zu steigern! Das Talent dazu ist zweifelsfrei vorhanden! Es ‚riecht‘ förmlich nach mehr…!
Big Machine Records (2026)
Stil: Country, Bluegrass Americana
01. Strange
02. Virginia Can I Stay A While (ft. Ketch Secor)
03. Ole Virginia
04. A Month, A Week, A Day (with Solon Holt)
05. Saved
