{"id":9379,"date":"2016-07-22T18:28:42","date_gmt":"2016-07-22T16:28:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=9379"},"modified":"2016-10-30T14:44:14","modified_gmt":"2016-10-30T13:44:14","slug":"blackfoot-southern-native-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/07\/22\/blackfoot-southern-native-cd-review\/","title":{"rendered":"Blackfoot &#8211; Southern Native &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/blackfoot_sn_300.jpg\" rel=\"attachment wp-att-9381\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9381\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/blackfoot_sn_300.jpg\" alt=\"blackfoot_sn_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/blackfoot_sn_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/blackfoot_sn_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/blackfoot_sn_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/blackfoot_sn_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Starkes Comeback von Blackfoot! Ich habe die Band eigentlich zum gr\u00f6\u00dften Teil seit ihrer &#8222;Siogo&#8220;-Scheibe (damals noch als LP) aus den Augen verloren und Neuigkeiten, nur noch so am Rande mitbekommen. Nat\u00fcrlich habe ich zur Kenntnis genommen, dass mit dem Wechsel ihres Leaders Rickey Medlocke zu <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a>, die Band ihr Markenzeichen\/Aush\u00e4ngeschild verloren hatte und man mit neuen S\u00e4ngern und Intrumentalisten sporadisch immer wieder in Aktion (teilweise so gar ganz ohne Original-Mitglieder, Jackson Spires ist ja 2005 verstorben) getreten ist.<\/p>\n<p>Erstaunlich ist aber wirklich, wenn man sieht, wer so alles in der Zwischenzeit, in der Vita der Truppe, Indianer spielen durfte. Da treten interessante Namen wie u. a. der ehemalige Axe-Chef Bobby Barth, Mark Mendoza, Neal Casal(!), die Skinny Molly-Leute wie Jay Johnson oder Mike Estes zu Tage, von denen man manche hier nicht unbedingt vermutet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Aktueller Fakt ist, dass die beiden verbliebenen Gr\u00fcndungsleute neben Medlocke, Charlie Hargett und Greg T. Walker, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, in anderen Bands, unter anderem Namen t\u00e4tig sind, und Rickey mit Rick Krasowski (guitar, vocals), Tim Rossi (vocals, guitar), Brian Carpenter (bass) und Matt Anastasi (drums), ein komplett neues Line-up formiert hat. Medlocke fungiert jetzt mehr\u00a0als Strippenzieher\u00a0im Hintergrund (hat aber als Produzent, Songwriter, Gitarrist und Backgrounds\u00e4nger\u00a0einen erheblichen Teil zum Gelingen des neuen Projekts beigetragen).<\/p>\n<p>Wenn die Band nicht Blackfoot hei\u00dfen w\u00fcrde und man nicht immer unweigerlich im Kopfkino gezwungen wird, Vergleiche anzustellen, sondern als ein brandneuer Southern Rock-Act in Szene getreten w\u00e4re, h\u00e4tte es vermutlich \u00fcberschw\u00e4nglich gute Kritiken gehagelt. Das Album &#8222;Southern Native&#8220; macht durchgehend Spa\u00df, vieles erinnert mich ein wenig an das damalige tolle Deb\u00fct der Regulators, das ja sp\u00e4ter, auch aufgrund seiner schwierigen Bezugsm\u00f6glichkeit, quasi Kultstatus erlangte.<\/p>\n<p>Die &#8217;neuen&#8216; Blackfoot geben von vorne herein Gas. Die Begr\u00fcndung liefern sie im Titel, mit dem, von powernden E-Gitarren (inkl. quirligem Solo) und polternden Drums getragenen Opener, &#8222;Need My Ride&#8220;. Er erinnert mich an &#8222;Need For Speed&#8220; vom o. a. Regulators-Werk . Direkt mal ein satter Auftakt! Auch der folgende Titelsong &#8222;Southern Native&#8220; l\u00e4sst das Herz der, der etwas h\u00e4rteren Gangart zugeneigten Southern Rock-Klientel, h\u00f6her schlagen. Teilweise sogar Headbangtauglich. Herrlich hier vor allem die rotzigen weiblichen Backing-Ges\u00e4nge von\u00a0Stacy Michelle. Eigentlich schade, dass sie nur bei diesem Lied eingestreut wurden.<\/p>\n<p>Das bluesig-balladeske und sehr melodische &#8222;Everyman&#8220; gew\u00e4hrt eine knapp sechs-min\u00fctige Durchschnaufpause nach den beiden ersten ziemlich tempogeladenen Liedern. Das starke riffige &#8222;Call Of A Hero&#8220; hat so ein dezentes Lenny Kravitz-Flair, aber nat\u00fcrlich in der Southern-Variante. Mit dem atmosph\u00e4rischen &#8222;Take Me Home&#8220; und dem knarzig dahinrauschenden &#8222;Whiskey Train&#8220; beginnt eine Phase, wo die Band, den Spirit der Originaltruppe ein wenig aufleben l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Bei Erstgenanntem l\u00e4sst das Intro dezente &#8222;Diary Of A Working Man&#8220;-Reminiszenzen aufkommen (enth\u00e4lt sp\u00e4ter auch tolle Twin-E-Gitarren), beim blues-rockigen &#8222;Whiskey Train&#8220; (auch wieder mit furiosen E-Gitarrenparts) versucht Rossi, Medlockes Gesangstil von einst, dosiert mit einzubringen. Zwei tolle St\u00fccke. Auch der stampfende &#8222;Satisfied Man&#8220; bietet mit den heulenden E-Gitarren und verspielten Soli, Southern Rock-musikalische Genugtuung. Die gut umgesetzte Fassung von Crosby Stills Nash &amp; Youngs Klassiker &#8222;Ohio&#8220; ist ebenfalls richtig passabel.<\/p>\n<p>Das Slide-durchzogene &#8222;Love This Town&#8220; knallt nochmal richtig heavy, bevor das Tex-Mex-Intrumental &#8222;Diablo Loves Guitar&#8220; mit spanischer Akusikgitarre und Sanatana-m\u00e4\u00dfigen E-Gitarren-Einlagen, zum Abschluss ein wenig Spielraum gew\u00e4hrt, den vorangegangenen Rest des Albums, nochmal innerlich Revue passieren zu lassen.<\/p>\n<p>Fazit: Auch wenn man sich \u00fcber den Sinn und Zweck eines solchen Projekts ohne Original-Bandmitglieder sicherlich streiten kann und Tim Rossi vokal eher wenig Charisma verspr\u00fcht, aber daf\u00fcr einen grundsoliden und angenehm zu h\u00f6renden S\u00e4nger sowie starken Gitarristen abgibt (hier kommt nat\u00fcrlich auch wieder automatisch das bereits o. a. Kopfkino ins Spiel: Was w\u00e4re wohl gewesen, wenn Medlocke wieder das Front-Mikro \u00fcbernommen h\u00e4tte&#8230;), ist &#8222;Southern Native&#8220; eine wirklich starke Southern (Hard) Rock-Platte geworden, mit allem Drum und Dran, was Fans des Genres seit den Anfangstagen Spa\u00df macht. Denn was z\u00e4hlt, ist letztendlich das musikalische Ergebnis. Und das stimmt absolut. Eine der ganz gro\u00dfen \u00dcberraschungen des Jahres 2016. Ein klares &#8218;Must-Have&#8216; f\u00fcr Southern- und auch Hard Rock-Liebhaber!<\/p>\n<p><strong><strong>Loud &amp; Proud Records, 2016<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Southern (Hard) Rock<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>01. Need My Ride<br \/>\n02. Southern Native<br \/>\n03. Everyman<br \/>\n04. Call Of A Hero<br \/>\n05. Take Me Home<br \/>\n06. Whiskey Train<br \/>\n07. Satisfied Man<br \/>\n08. Ohio<br \/>\n09. Love This Town<br \/>\n10. Diablo Loves Guitar<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.blackfootband\">Blackfoot<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/officialblackfoot\">Blackfoot bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/blackmob.de\">blackmob Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Starkes Comeback von Blackfoot! Ich habe die Band eigentlich zum gr\u00f6\u00dften Teil seit ihrer &#8222;Siogo&#8220;-Scheibe (damals noch als LP) aus den Augen verloren und Neuigkeiten, nur noch so am Rande mitbekommen. 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