{"id":9331,"date":"2016-07-24T13:46:50","date_gmt":"2016-07-24T11:46:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=9331"},"modified":"2016-07-24T14:30:38","modified_gmt":"2016-07-24T12:30:38","slug":"govt-mule-the-tel-star-sessions-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/07\/24\/govt-mule-the-tel-star-sessions-cd-review\/","title":{"rendered":"Gov&#8217;t Mule &#8211; The Tel-Star Sessions &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Mule-Telstar_300.jpg\" rel=\"attachment wp-att-9336\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9336\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Mule-Telstar_300.jpg\" alt=\"Mule-Telstar_300\" width=\"333\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Mule-Telstar_300.jpg 333w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/07\/Mule-Telstar_300-300x270.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich war, ehrlich gesagt, nie der gro\u00dfe Jam Rock-Fan, auch nicht von psychedelisch behafteter Musik. Es liegt vermutlich daran, dass ich kein Kind der 68er-Generation bin, sondern das bewusste Musikh\u00f6ren erst ab Mitte der Siebziger angefangen habe. F\u00fcr die Jazz-Pr\u00e4ferenzen meines Vaters (Louis Armstrong &amp; Co.) konnte ich mich nicht erw\u00e4rmen, der Southern Rock hatte mich schnell im Griff. Nat\u00fcrlich waren da auch die Allman Brothers involviert, deren &#8222;Brothers &amp; Sisters&#8220;-Werk war z. B. meine aller erste gekaufte LP. F\u00fcr lange Frickelorgien fehlte mir immer die ad\u00e4quate Umgebung, mit bewusstseinserweiternden Mittelchen hatte ich als erfolgreich heranwachsender Leistungssportler auch nie Ber\u00fchrungspunkte.<\/p>\n<p>Da ich zum heutigen Zeitpunkt,\u00a0leider kein einsames sch\u00f6nes Haus an einem See oder einem spirituell-umwehten Ort besitze und finanziell, wie die meisten, nicht unabh\u00e4ngig bin, sondern ein\u00a0Stadtmensch in enger Umgebung, der sich immer wieder von Neuem, im Hamsterrad unserer schnelllebigen Konsumgesellschaft, seine Penunzen verdienen muss, habe\u00a0ich am Ende des Tages, recht wenig Mu\u00dfe und Nerven f\u00fcr ausgiebig gestaltete Musik-Kreationen. Von daher bin ich eigentlich eher ein H\u00f6rer, der (gut gemachte) St\u00fccke im 3-5-Minuten-Bereich bevorzugt.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft im Prinzip\u00a0nicht, dass ich Musikern o. a. Gattungen, nicht Respekt zollen w\u00fcrde. Ihr handwerkliches K\u00f6nnen, ist nat\u00fcrlich registriert und in gewissen Situationen\/Stimmungen durchaus sporadisch willkommen. Die eine oder andere Scheibe aus diesem Bereich ist naturgem\u00e4\u00df auch in meinem reichhaltigen Sammel-Fundus pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>Gov&#8217;t Mule sind so ein Fall. Warren Haynes und seine Mannen, genie\u00dfen bei mir absolute Hochachtung, ihr &#8222;Endless Parade&#8220; z\u00e4hlt zu meinen Alltime-Lieblingsst\u00fccken. Ich h\u00f6re die kultumwobene Band allerdings so gut wie nie. Jetzt habe ich ihre &#8222;The Tel Star Sessions&#8220; unverhofft ins Haus bekommen und stelle mich einfach mal der Herausforderung! Die Aufnahmen passierten im Vorfeld zu ihrem Deb\u00fctalbum, von denen es einige St\u00fccke dann auch auf dieses geschafft hatten. Diese Session-St\u00fccke wurden jetzt nochmal ausgegraben, nachbearbeitet und stehen als digitaler Tontr\u00e4ger zur Ver\u00f6ffentlichung, Anfang August, bereit. Lediglich das progessiv angehauchte &#8222;World Of Difference&#8220; (in zwei Versionen pr\u00e4sent) ist einmal auch in der urspr\u00fcnglichen Rohfassung am Ende der CD zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Es ist insgesamt f\u00fcr mich dann auch die erwartet anstrengende Kost. Die St\u00fccke, alle fast in Acht-Minuten-Gefilden, sind relativ \u00e4hnlich strukturiert. Knatternde, knarzende und surrende E-Gitarrenintros, Haynes Gesang klingt wie gewohnt (manchmal ist er\u00a0durch eine Voicebox modifiziert), Allen Woodys Bass pumpt h\u00f6llisch, Abts Drums poltern kr\u00e4ftig und irgendwann kommt ein langer Solo-Part, wo das Trio in Probenraum-artige Improvisationsausfl\u00fcge m\u00fcndet. F\u00fcr echte Musiker und Jam-Fetischisten sicherlich eine klasse Sache. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich sind diese Niedeleien auf die Dauer sehr erm\u00fcdend.<\/p>\n<p>Und so spielen sich Haynes, Woody und Abts f\u00fcr ihre anvisierte Klientel h\u00f6chst anspruchsvoll durch Allman- (&#8222;Rocking Horse&#8220;, &#8222;The Same Thing&#8220;), Hendrix-, Cream-, Bad Co.- (&#8222;Mr. Big&#8220;) oder <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a>&#8211; (&#8222;Monkey Hill&#8220;, &#8222;Mother Earth&#8220;, &#8222;Just Got Paid&#8220;-Cover) infiziertes Material, das im weiteren Verlauf, die Basis und den Auftakt f\u00fcr ihre anschlie\u00dfende Gov&#8217;t Mule-Karriere bildete.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich bevorzuge dann doch eher Haynes&#8216; Solo-Scheiben oder, wie vor kurzem im Rahmen seiner <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/07\/17\/warren-haynes-and-the-ashes-dust-band-16-07-2016-kantine-koeln-konzertbericht\/\">&#8222;Ashes &amp; Dust&#8220;-Tour<\/a> gesehen, wenn er mal ins Country Rock-Geschehen abdriftet. Die &#8222;Tel Star Sessions&#8220;-Scheibe wird vermutlich zun\u00e4chst im Nirvana meiner gro\u00dfen Sammlung bis auf Weiteres verschwinden.<\/p>\n<p>Aber wer wei\u00df, sollte ich aus irgendeinem Zufall heraus, nach Beendigung meines Arbeitslebens, doch noch irgendwann mal, zur oben erw\u00e4hnten Immobilie kommen, k\u00f6nnte es nat\u00fcrlich sein, dass ich abends diese Scheibe wieder aus dem Regal z\u00fccke und bei einem gem\u00fctlichen Joint auf der Veranda, ihre Wirkung auf mich ganz neu entfalten lasse&#8230;<\/p>\n<p><strong>Provogue (Mascot Label Group) (2016)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Southern Jam Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Blind Man In The Dark<br \/>\n02. Rocket Horse<br \/>\n03. Monkey Hill<br \/>\n04. Mr. Big<br \/>\n05. The Same Thing<br \/>\n06. Mother Earth<br \/>\n07. Just Got Paid<br \/>\n08. Left Coast Groovies<br \/>\n09. World Of Difference<br \/>\n10. World Of Difference (Alternate Version &#8211; Bonus Track)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/mule.net\">Gov&#8217;t Mule<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/govtmule\">Gov&#8217;t Mule bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.netinfect.de\">Netinfect Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich war, ehrlich gesagt, nie der gro\u00dfe Jam Rock-Fan, auch nicht von psychedelisch behafteter Musik. Es liegt vermutlich daran, dass ich kein Kind der 68er-Generation bin, sondern das bewusste Musikh\u00f6ren erst ab Mitte der Siebziger angefangen habe. 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