{"id":8216,"date":"2016-04-13T18:06:20","date_gmt":"2016-04-13T16:06:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=8216"},"modified":"2016-04-13T18:06:20","modified_gmt":"2016-04-13T16:06:20","slug":"brandon-jenkins-blue-bandana-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/04\/13\/brandon-jenkins-blue-bandana-cd-review\/","title":{"rendered":"Brandon Jenkins &#8211; Blue Bandana &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Brandon-Jenkins-Cover.jpg\" rel=\"attachment wp-att-8236\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Brandon-Jenkins-Cover.jpg\" alt=\"Brandon Jenkins Cover\" width=\"302\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-8236\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Brandon-Jenkins-Cover.jpg 302w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Brandon-Jenkins-Cover-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Brandon-Jenkins-Cover-300x298.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Brandon-Jenkins-Cover-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Brandon-Jenkins-Cover-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Brandon Jenkins hatte schon immer seinen eigenen Kopf. Damit meine ich in erster Linie eigentlich nicht sein oberstes K\u00f6rperteil (auch wenn dies mit Glatze und langem roten Rauschebart ebenfalls eine gewisse Extravaganz widerspiegelt, abgesehen von seinen reichhaltigen Tattoos, die ihn quasi zu einem wandelnden Kunstwerk gemacht haben). Nein ich rede von seinem Kopf, den er als Musiker und Mensch vornehmlich zum Nachdenken und Kreieren\u00a0benutzt und mit diesem, im Gegensatz zu den meisten, oberfl\u00e4chlich strukturierten Amerikanern, Dinge differenziert und (selbst-) kritisch betrachtet und zu seiner Meinung sowie dem damit verbundenen Handeln im Wesentlichen auch steht.<\/p>\n<p>So konfrontiert Brandon seine Anh\u00e4ngerschaft auf seinem 13. Album \u201eBlue Bandana\u201c mit Material, das sich vom Rahmen seines bisherigen Schaffensspektrums doch ziemlich unterscheidet. Der aus Tulsa stammende, seit vielen Jahren in Austin, Texas, lebende Vollblutmusiker\/Songwriter, hat dieses Werk, das nur digital produziert wurde, in gerade mal zwei Tagen mit Langzeitfreund Dave Percefull (zus\u00e4tzlich an den Reglerkn\u00f6pfen) in dessen Yellow Dog Studio in Wimberly eingespielt und verarbeitet.<\/p>\n<p>Herausgekommen ist ein instrumentell sparsam arrangiertes Gebilde von zehn St\u00fccken, bei denen vornehmlich Brandons Gesang, eine knarzige Akustikgitarre und eine, auf allen erdenklichen Arten surrende Fiddle, die Hauptrollen spielen. An Jenkins\u2018 Stimme haben sich in meinem Bekanntenkreis schon immer die Geister geschieden. Die meisten kommen mit seinem knochigen h\u00f6lzernen Gesangsstil \u00fcberhaupt nicht klar. Mir pers\u00f6nlich gef\u00e4llt er aufgrund des hohen Grades an Unverwechselbarkeit und Wiedererkennung. Sein vokales Organ kommt hier auf \u201eBlue Bandana\u201c nat\u00fcrlich noch deutlicher zum Tragen.<\/p>\n<p>Lediglich beim fr\u00f6hlichsten Track (wenn man das hier \u00fcberhaupt so bezeichnen darf) \u201eHigh John The Conquerer\u201c und dem, von einem Southern Redneck-Flair umwehten Titelst\u00fcck \u201eBlue Bandana\u201c ist mal eine dezent hallende Orgel zu vernehmen, auch Drums und Percussion wurden sehr \u201azur\u00fcckhaltend\u2018 eingesetzt. St\u00fccke wie der Opener \u201eBlack Mood Ring\u201c, der wie ein Grabesrede f\u00fcr eine gescheiterte Beziehung daherkommt, der leicht Gypsy-m\u00e4\u00dfige Coutrysong \u201eShe Likes To Ride\u201c, das atmosph\u00e4rische \u201eThe Path\u201c oder das, das trostlose Arbeiterleben in den Fabriken, melancholisch reflektierende \u201eUnder The Shadow Of The Refinery\u201c nehmen nach mehrmaligem H\u00f6ren doch zunehmend gefangen.<\/p>\n<p>\u201eBurn\u201c versetzt sofort das Kopfkino in Gang und man sieht Brandon f\u00f6rmlich mit einer Akustikgitarre abends vor einer Brandstelle sitzend und \u00fcber das\u00a0Leid in der Welt sinnieren. In eine \u00e4hnliche Erz\u00e4hlgesangsrichtung gehen weitere Lieder wie \u201eDon\u2019t Hold On To The Past\u201c und das abschlie\u00dfende \u201eSend Down An Angel\u201c, wo es als Rhythmusunterst\u00fctzung lediglich ein paar Claps von Brandon an den Korpus seiner Akustikklampfe zu vermelden gibt.<\/p>\n<p>\u201eBlue Bandana\u201c von Red Dirt-Legende Brandon Jenkins, ist, wie beschrieben, ein insgesamt sehr spezielles, aber \u00fcberaus authentisches Werk geworden, f\u00fcr das man sich Zeit nehmen, sowie Ruhe lassen muss und mit dem man sich erst nach mehrmaligem H\u00f6ren besser anfreundet. Ehrlich gesagt, fehlt mir doch ein wenig\u00a0sein kratziges E-Gitarrenspiel (auf das g\u00e4nzlich verzichtet wurde), das man, meiner Ansicht nach, durchaus an der einen oder anderen Stelle (als Fills oder Kurzsolo) h\u00e4tte einflie\u00dfen lassen k\u00f6nnen, ohne dem Werk seinen Charakter zu nehmen. Vielleicht w\u00e4re es ja eine interessante Option, dieses Album mal irgendwann als \u201aVollversion\u2018 umzusetzen.<\/p>\n<p>Brandon Jenkins spielt \u00fcbrigens mit dem Gedanken, demn\u00e4chst nach Nashville zu ziehen. Man darf gespannt sein, welchen Einfluss Music City und seine Songwriter-Szene auf diesen eigenwilligen Musiker haben wird, der immer f\u00fcr neue Wege und Inspirationen offen ist.<\/p>\n<p><strong>Red Dirt Legend Recordings (2016)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Red Dirt \/ Singer\/Songwriter<\/strong><\/p>\n<p>01. Black Mood Ring<br \/>\n02. She Likes To Ride<br \/>\n03. The Path<br \/>\n04. Under The Shadow Of The Refinery<br \/>\n05. Burn<br \/>\n06. High John The Conquerer<br \/>\n07. Reeva<br \/>\n08. Blue Bandana<br \/>\n09. Don&#8217;t Hold On To The Past<br \/>\n10. Send Down An Angel<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brandonjenkins.com\">Brandon Jenkins<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/brandon.jenkins.7315\">Brandon Jenkins bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brandon Jenkins hatte schon immer seinen eigenen Kopf. Damit meine ich in erster Linie eigentlich nicht sein oberstes K\u00f6rperteil (auch wenn dies mit Glatze und langem roten Rauschebart ebenfalls eine gewisse Extravaganz widerspiegelt, abgesehen von seinen reichhaltigen Tattoos, die ihn quasi zu einem wandelnden Kunstwerk gemacht haben). 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