{"id":76104,"date":"2026-05-05T12:32:58","date_gmt":"2026-05-05T10:32:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=76104"},"modified":"2026-05-05T12:32:59","modified_gmt":"2026-05-05T10:32:59","slug":"amy-grant-the-me-that-remains-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2026\/05\/05\/amy-grant-the-me-that-remains-cd-review\/","title":{"rendered":"Amy Grant \u2013 The Me That Remains \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/cover-Amy-Grant-The-Me-That-Remains-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-76105\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/cover-Amy-Grant-The-Me-That-Remains-300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/cover-Amy-Grant-The-Me-That-Remains-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Lange hat man nichts mehr von Amy Grant geh\u00f6rt. Vor zehn Jahren gab es noch ein Weihnachtsalbum, dann war bis \u201eThe Me That Remains\u201c weitgehend Funkstille. Nach schweren gesundheitlichen Problemen, unter anderem aufgrund eines Unfalls, verschoben sich die Priorit\u00e4ten. Die sechsfache Grammy-Preistr\u00e4gerin kann es nach f\u00fcnfzig Jahren im Musikgesch\u00e4ft etwas ruhiger angehen. Als Teenager stieg Grant mit christlicher Musik ein, bevor sie \u00fcber diese Sparte hinaus Bekanntheit erlangte. Sie erzielte vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika Millionenverk\u00e4ufe im zweistelligen Bereich.<\/p>\n<p>Ihre religi\u00f6se \u00dcberzeugung kommt bei \u201eBeautiful Lone Companion\u201c sehr deutlich zum Ausdruck und auch bei anderen Titeln (\u201ePlease Don\u2019t Make Me Beg\u201c, \u201e(Nothing Like A) Sunny Day\u201c) spielt diese bei einzelnen Textzeilen hinein. Die \u00fcberwiegende Zahl der zehn Eigenkompositionen wendet sich aber anderen Themen zu, die f\u00fcr die Songwriterin biographisch bedeutsam sind. Die Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit (\u201eThe Other Side Of Goodbye\u201c) oder die Frage nach Identit\u00e4t und Ver\u00e4nderung (\u201eThe Me That Remains\u201c), die sich Grant nach ihrem Unfall stellte, ber\u00fchren dabei das Allgemeinmenschliche ebenso wie die Krisen in Beziehungen (\u201e\u2018Til We Get It Right\u201c) oder die Dankbarkeit f\u00fcr Freundschaften (\u201eFriend Like You\u201c).<\/p>\n<p>Das Coverartwork wurde von Wayne Brezinka gestaltet. Die Collage zeigt Gegenst\u00e4nde und Dokumente von Grants (Familien-) Geschichte. Das Bild spiegelt damit Elemente wider, die wohl das ausmachen, was ihr Leben pr\u00e4gte. Mit dem Alter wechselt die Perspektive auf die eigene Person und das Selbstverst\u00e4ndnis wandelt sich, wie Grant in einem Interview formuliert:\u201eJe \u00e4lter ich werde, desto bewusster wird mir, dass wir alle lange genug leben, um zu sehen, wie verschiedene Versionen von uns selbst sterben.\u201c<\/p>\n<p>Musikalisch verfolgt Grant zusammen mit dem Produzenten Mac McAnally ein Konzept, das sich an der Singer-Songwriter-Tradition orientiert. Die proklamierte Reduktion des Sounds erweist sich in der Umsetzung als relativ. Grant hat stets eine verl\u00e4ssliche Band im R\u00fccken, sodass das Album nicht minimalistisch wirkt. Die Songs sind zweifellos gut komponiert und performt. F\u00fcr meinen Geschmack erscheinen die Arrangements insgesamt etwas zu glatt, sodass es keine gro\u00dfen \u00dcberraschungen gibt, die aufhorchen lassen.<\/p>\n<p>Grant steigt mit \u201eThe 6th Of January (Yasgur\u2019s Farm)\u201d ein, bei dem sie den Geist von Woodstock beschw\u00f6rt. Nach dem dynamischen Duett mit Ruby Amanfu \u201eHow Do We Get There From Here\u201c folgt die runde Midtempo-Nummer \u201ePlease Don\u2019t Make Me Beg\u201c. Weniger \u00fcberzeugt \u201eThe Saint\u201c, bei dem mich das leblos wirkende Schlagzeug st\u00f6rt. Nicht zuletzt dadurch bekommt das St\u00fcck einen deutlichen Einschlag in Richtung Pop.<\/p>\n<p>Gelungener sind wiederrum die beiden Balladen \u201eBeautiful Lone Companion\u201c sowie \u201eThe Me That Remains\u201d, die haups\u00e4chlich durch ein Klavier begleitet werden und in G\u00e4nze zur\u00fcckhaltender instrumentiert erscheinen. Aus dem Gesamtkonzept fallen \u201e\u2018Til We Get It Right\u201c sowie \u201e(Nothing Like A) Sunny Day\u201c heraus. Hier unternimmt Grant Ausfl\u00fcge in poppige Spielarten des Soul und Reggae. Bei den letzten beiden Tracks holt sie sich nochmal Unterst\u00fctzung durch Gasts\u00e4nger:innen. Vince Gill singt bei \u201eFriend Like You\u201c mit, Sarah Cannon und Corrina Gill bei \u201eThe Other Side Of Goodbye\u201c.<\/p>\n<p>Grant definiert sich mit \u201eThe Me That Remains\u201d nicht grunds\u00e4tzlich neu, sodass sie mit dem aktuellen Werk wahrscheinlich an ihre fr\u00fcheren Erfolge ankn\u00fcpft. Das Mainstream-taugliche Album ist professionell arrangiert, wobei nichts dem Zufall \u00fcberlassen wurde. Die Eing\u00e4ngigkeit \u2013 um nicht Gef\u00e4lligkeit zu sagen \u2013 geht tendenziell auf Kosten der Intensit\u00e4t. So h\u00e4tten die Songs ihr Potential durch eine stringent reduzierte Produktion weiter aussch\u00f6pfen k\u00f6nnen. Dennoch erweist sich Grant mit ihren Texten und Kompositionen als ernstzunehmende Singer\/Songwriterin.<\/p>\n<p><strong>Amy Grant Productions \u2013 Thirty Tigers\/Open (2026)<br \/>Stil: Singer\/Songwriter<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>01. The 6th Of January (Yasgur\u2019s Farm)<br \/>02. How Do We Get There From Here (feat. Ruby Amanfu)<br \/>03. Please Don\u2019t Make Me Beg<br \/>04. The Saint<br \/>05. Beautiful Lone Companion<br \/>06. The Me That Remains<br \/>07. \u2018Til We Get It Right<br \/>08. (Nothing Like A) Sunny Day<br \/>09. Friend Like You (with Vince Gill)<br \/>10. The Other Side Of Goodbye (with Sarah Cannon &amp; Corrina Gill)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amygrant.com\/\">Amy Grant<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/amygrant\">Amy Grant bei Facebook<\/a><\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Lange hat man nichts mehr von Amy Grant geh\u00f6rt. Vor zehn Jahren gab es noch ein Weihnachtsalbum, dann war bis \u201eThe Me That Remains\u201c weitgehend Funkstille. Nach schweren gesundheitlichen Problemen, unter anderem aufgrund eines Unfalls, verschoben sich die Priorit\u00e4ten. Die sechsfache Grammy-Preistr\u00e4gerin kann es nach f\u00fcnfzig Jahren im Musikgesch\u00e4ft etwas ruhiger angehen. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2026\/05\/05\/amy-grant-the-me-that-remains-cd-review\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Amy Grant \u2013 The Me That Remains \u2013 CD-Review<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[5996,5997,5995,5992,5993,1003,5994,1263,5998],"class_list":["post-76104","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-amy-grant","tag-corrina-gill","tag-mac-mcanally","tag-ruby-amanfu","tag-sarah-cannon","tag-singersongwriter","tag-the-me-that-remains","tag-vince-gill","tag-wayne-brezinka"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76104","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=76104"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76104\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":76274,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/76104\/revisions\/76274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=76104"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=76104"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=76104"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}