{"id":73193,"date":"2025-08-31T16:23:53","date_gmt":"2025-08-31T14:23:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=73193"},"modified":"2025-08-31T17:16:48","modified_gmt":"2025-08-31T15:16:48","slug":"the-infamous-her-28-08-2025-freideck-kantine-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2025\/08\/31\/the-infamous-her-28-08-2025-freideck-kantine-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"The Infamous HER \u2013 28.08.2025, Freideck Kantine, K\u00f6ln \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/FER_haupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-73241\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/FER_haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/FER_haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/FER_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Es sind tats\u00e4chlich schon wieder sechseinhalb Jahre vergangen, als wir Monique Staffile Sherman &amp; Co. alias The Infamous HER zuletzt\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/02\/01\/her-30-01-2019-yard-club-koeln-konzertbericht\/\">live<\/a> erlebt haben. Damals noch vor Corona, w\u00e4hrend eines hier eher seltenen Wintereinbruchs mit ordentlichem Schneefall.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist viel Wasser den Rhein heruntergelaufen und Sie und ihr langj\u00e4hriger Weggef\u00e4hrte Caleb Sherman, der heimliche Leader im Hintergrund des Kollektivs, sind verheiratet.<\/p>\n<p>Angesichts ihres farbenfrohen Erscheinungsbilds auf der\u00a0 B\u00fchne des Freidecks an der Kantine, musste ich sofort schmunzelnd an ein Buch eines mehrfach pr\u00e4mierten Werbefachmanns und Autors denken, in dem er Anfang der Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gegen die damalige, \u00fcberwiegend von Humorlosigkeit gepr\u00e4gte Damenemanzipationswelt in unserem Lande, provokativ stichelte.<\/p>\n<p>&#8218;Wenn aus bunten Schmetterlingen graue M\u00e4use werden&#8216; hie\u00df da ein Kapitel und beleuchtete die Entwicklung des weiblichen Parts vor und nach Eintreten in dieses o. a. B\u00fcndnis f\u00fcrs Leben. In dieser Hinsicht scheint da, wie es dann auch der &#8218;bunte&#8216;, launige, gewohnt zwischen Chaos, Rebellion und Rock&#8217;n&#8217;Roll pendelnde Gig offerierte, in Bezug auf die Protagonistin des Abends, erstmal jegliche Gefahr gebannt zu sein.<\/p>\n<p>Die Band trat zum ersten Mal, soweit ich mich erinnere im Quintett auf, die Hinzunahme des zweiten Gitarristen Colton Jones erwies sich als gelungene Belebung. Der spielte nicht nur viele starke konventionelle Soli, sondern bevorzugte, statt des Bottlenecks, f\u00fcr seine Slideeinlagen, ausschlie\u00dflich eine 0,33 Liter Bierflasche.<\/p>\n<p>Neu war auch die starke Gesangseinbindung der Bandmitglieder, wovon sich der &#8217;neue&#8216; Drummer Tyler Kloewer besonders im zweiten Part bei einem z\u00fcnftigen Bluegrass Jam Medley bei den Lead Vocals hervortat. Gatte Caleb Sherman &#8218;dirigierte&#8216; die Songs mehr durch Variabilit\u00e4t mit unterschiedlichem Instrumenteneinsatz wie E-Gitarre, Banjo und Akkordeon.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt der beiden Sets stand das neue Album &#8222;Untitled&#8220;, das mit den gespielten Tracks wie &#8222;Roll Back Down&#8220;, &#8222;Ocean Mary&#8220; (mit Kate Bush-Flair, zus\u00e4tzliche Gesangsparts von Bassist Stoye und Kloewer) und dem &#8217;straight to the point&#8216;-Kracher &#8222;Be My Lover&#8220; (sch\u00f6n rockig mit Slide-Solo), &#8222;Tied To The Tracks&#8220; und &#8222;Born Outta Step&#8220; im ersten Teil sowie dem countryesken &#8222;Burning Down The Garden&#8220;, &#8222;Hell Accept You&#8220;, &#8222;Rabbit Hole&#8220; (wie eine Mischung aus AC\/DC, Stones, Led Zeppelin und den Kinks) und\u00a0 dem Schunkler &#8222;Rainbow Connection&#8220; (mit Monty Python-Note&#8220;) als Zugabe im zweiten Abschnitt, das En gros der Spielzeit einnahm.<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig war diesmal der stark keltische Einschlag der Nummern, man hatte teilweise das Gef\u00fchl, im Biergarten eines irischen Pubs zu sitzen. Monique (nach wie vor ein Blickfang &#8211; &#8222;Ich tr\u00e4ume heute Nacht wohl von Spiegeleiern&#8220; konstatierte ein Sitznachbar angesichts der drapierten Stoff-Applikationen auf ihrer teildurchsichtigen Bluse &#8230;), \u00fcberzeugte mit ihrer gewohnt mitnehmenden, sympathischen, engagierten, wibbeligen, frechen und gelenkigen Performance auf der B\u00fchne, als nat\u00fcrlich auch am Mikro.<\/p>\n<p>Die gut hundert Anwesenden lie\u00dfen The Infamous HER an diesem frohlockenden Freiluftabend (auch der Wettergott spielte trotz dunkel aufziehender Wolken mit) demnach auch nicht ohne Zugaben ins Feierabendbier. Die Band bedankte sich angesichts der guten Stimmung mit gleich drei weiteren Tracks (&#8222;Fat Bottom Girl&#8220;, &#8222;Get On Down The Road&#8220; sowie das o. a. &#8222;Rainbow Connection&#8220;).<\/p>\n<p>Nach dem Konzert gab es noch ein wenig Smalltalk mit Caleb (der fragte sofort nach unserem gro\u00dfen Logo-Schild) und Monique, wobei wir unsere gemeinsame Passion f\u00fcr Haustiere entdeckten, die es nicht so leicht im Leben hatten. Monique dr\u00fcckte mir dann noch ein Exemplar des neuen Werks &#8222;Untitled&#8220; in die Hand, dessen Besprechung dann\u00a0 naturgem\u00e4\u00df demn\u00e4chst im SoS folgen wird. Insgesamt mal wieder ein lohnenswerter Abend. Somit sind The Infamous HER in dieser Hinsicht auch in Zukunft gesetzt, wenn ein Gig in unserem Einzugsgebiet ansteht.<\/p>\n<p><strong>Line-up:<\/strong><br \/>Monique Staffile (lead vocals, acoustic guitar)<br \/>Caleb Sherman (electric guitar,banjo, accordion vocals)<br \/>Tyler Kloewer (drums, percusssion, vocals)<br \/>Colton Jones (electric guitar, banjo, vocals)<br \/>Jonathan Stoye (bass, vocals)<\/p>\n<p><strong>Bilder: Gernot Mangold<\/strong><br \/><strong>Text: Daniel Daus<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.theinfamousher.com\/\" target=\"_new\">The Infamous HER<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/officialher\" target=\"_new\">The Infamous HER bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.kantine.com\">Kantine K\u00f6ln<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sind tats\u00e4chlich schon wieder sechseinhalb Jahre vergangen, als wir Monique Staffile Sherman &amp; Co. alias The Infamous HER zuletzt\u00a0 live erlebt haben. 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