{"id":72014,"date":"2025-06-03T16:06:29","date_gmt":"2025-06-03T14:06:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=72014"},"modified":"2025-06-03T16:21:32","modified_gmt":"2025-06-03T14:21:32","slug":"mary-chapin-carpenter-personal-history-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2025\/06\/03\/mary-chapin-carpenter-personal-history-cd-review\/","title":{"rendered":"Mary Chapin Carpenter \u2013 Personal History \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/cover-Mary-Chapin-Carpenter-Personal-History-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-72015\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/cover-Mary-Chapin-Carpenter-Personal-History-300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/cover-Mary-Chapin-Carpenter-Personal-History-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\nMary Chapin Carpenter legt dieses Jahr einen Doppelschlag hin. Der Ver\u00f6ffentlichung \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2025\/01\/22\/mary-chapin-carpenter-julie-fowlis-karine-polwart-looking-for-the-thread-cd-review\/\">Looking For The Thread<\/a>\u201c zusammen mit Julie Fowlis und Karine Polwart folgt nun das Soloalbum \u201ePersonal History\u201c. Der Longplayer wurde wie die vorangegangen in Peter Gabriels Real World Studios in Gro\u00dfbritannien aufgenommen und erneut von Josh Kaufmann (Bonny Light Horseman) produziert. Chapin Carpenter setzt also auf Kontinuit\u00e4t. Diese zeigt sie auch in musikalischer Hinsicht. \u201ePersonal History\u201c liefert Balladen, wie sie f\u00fcr die Songwriterin charakteristisch sind.<\/p>\n<p>Bereits der Titel des Werks l\u00e4sst seine autobiographische Pr\u00e4gung vermuten. Nach Chapin Carpenter ist es in einem h\u00f6heren Ma\u00dfe pers\u00f6nlich als ihre bisherigen. Mit ihren zahlreichen Erfolgen \u2013 unter anderem f\u00fcnf Grammy Awards \u2013 kann sie sicherlich auf einige berufliche H\u00f6hepunkte zur\u00fcckblicken. Abseits vom Showbiz thematisiert sie jedoch die Momente, die das Leben vieler Menschen pr\u00e4gen \u2013 Momente, die sie einf\u00fchlsam mit einer gewissen Zerbrechlichkeit und W\u00e4rme einf\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Man spricht ja nicht \u00fcber das Alter von Damen, aber ich verrate kein Geheimnis, wenn ich feststelle, dass Chapin Carpenter \u2013 w\u00e4re sie Arbeitnehmerin in Deutschland \u2013 ihr Berufsleben hinter sich h\u00e4tte. Auf alle F\u00e4lle bewegt sie sich in einer Phase, in der ein R\u00fcckblick auf das bisherige Leben nicht ungew\u00f6hnlich ist. Was bleibt? Was w\u00e4re gewesen, wenn &#8230;? Das sind Fragen, die sich Chapin Carpenter stellt. Auf \u201eWhat Did You Miss\u201c formuliert die Songwirterin das zentrale Thema, mit dem sich die St\u00fccke des Albums auseinandersetzen. Es ist eine Suche nach etwas, das sich schwer fassen l\u00e4sst, das sich nur ann\u00e4herungsweise beschreiben l\u00e4sst und, wenn man meint, es zu haben, wieder fl\u00fcchtig erscheint. Sinn und Gl\u00fcck werden von Chapin Carpenter an einzelnen Episoden oder Erlebnissen festgemacht. Und die Erinnerungen an diese machen eben die pers\u00f6nliche Geschichte aus.<\/p>\n<p>So schwingt bei den Lyrics etwas Wehmut an vergangene Zeiten mit, gerade wenn manche Ziele und Tr\u00e4ume sich nicht erf\u00fcllten. In Chapin Carpenters R\u00fcckschau spiegeln sich Gelassenheit und Milde, bei denen Resignation keinen Platz findet. So geh\u00f6ren Entt\u00e4uschungen und Gedanken an verpasste Gelegenheiten (\u201eThe Night We Never Met\u201c) zwar zum Leben, zentral ist aber, wie man mit diesen umgeht. Die Priorit\u00e4tensetzung verschiebt sich im Laufe der Zeit, die Selbstdefinition bleibt jedoch in jedem Alter eine Herausforderung. Ein Motiv, das sich durch mehrere Songs zieht, ist dabei das Spannungsfeld zwischen Alleinsein und Einsamkeit (\u201eHello, My Name Is\u201c). Im Alter genie\u00dft man einfache Dinge (\u201eGirl And Her Dog\u201c) und baut eine gewisse Distanz zu den Erwartungen auf, die man mit f\u00fcnfundzwanzig hatte (\u201ePaint + Turpentine\u201c).<\/p>\n<p>Musikalisch hat \u201ePersonal History\u201c durchg\u00e4ngig einiges zu bieten. Ob mit akustischer Gitarre (\u201eCoda\u201c) oder Klavierbegleitung (\u201eSay It Anyway\u201c) weisen die Balladen eine gewisse Variamz auf. Das sanfte \u201eThe Night We Never Met\u201c sowie \u201ePaint + Turpentine\u201c mit seinem ins Ohr gehenden Refrain sind ebenso hervorzuheben, wie \u201eThe Saving Things\u201c, bei dem Bl\u00e4ser den Titel untermalen. \u201eBitter Ender\u201c ragt als flotterer Song im Midtempo nochmal unter den anderen Songs heraus. Der Track wurde daher folgerichtig als Single herausgegeben.<\/p>\n<p>In der Aufarbeitung ihrer \u201ePersonal History\u201c erweist sich Mary Chapin Carpenter wieder einmal als brillante Songwriterin. Ihre autobiographisch gef\u00e4rbten Texte greifen Situationen auf, die hohe Identifikationspotenziale f\u00fcr Menschen mittleren Alters aufweisen. Wie gereifter Wein mundet das aktuellen Album von Chapin Carpenter in besonderem Ma\u00dfe.<\/p>\n<p>Chapin Carpenter plant im Anschluss an die Ver\u00f6ffentlichung des Longplayers zusammen mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Clark%2C+Brandy\">Brandy Clark<\/a> auf eine ausgedehnte Tour durch die Vereinigten Staaten zu gehen.<\/p>\n<p><strong>Lambent Light Records \u2013 Thirty Tigers\/Membran (2025)<br \/>\nStil: Singer\/Songwriter<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. What Did You Miss<br \/>\n02. Paint + Turpentine<br \/>\n03. New Religion<br \/>\n04. Girl And Her Dog<br \/>\n05. The Saving Things<br \/>\n06. Hello, My Name Is<br \/> \n07. Bitter Ender<br \/>\n08. The Night We Never Met<br \/>\n09. Home Is A Song<br \/> \n10. Say It Anywhere<br \/>\n11. Coda<br \/>\n<p><a href=\"https:\/\/www.marychapincarpenter.com\/\">Mary Chapin Carpenter<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/officialmarychapincarpenter\/\"> Mary Chapin Carpenter bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.thirtytigers.com\/\">Thirty Tigers<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Mary Chapin Carpenter legt dieses Jahr einen Doppelschlag hin. Der Ver\u00f6ffentlichung \u201eLooking For The Thread\u201c zusammen mit Julie Fowlis und Karine Polwart folgt nun das Soloalbum \u201ePersonal History\u201c. 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