{"id":69552,"date":"2025-03-06T19:19:37","date_gmt":"2025-03-06T18:19:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=69552"},"modified":"2025-03-07T15:08:21","modified_gmt":"2025-03-07T14:08:21","slug":"jj-grey-mofro-02-03-2025-kantine-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2025\/03\/06\/jj-grey-mofro-02-03-2025-kantine-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"JJ Grey &#038; Mofro &#8211; 02.03.2025, Kantine, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/JJ_Haupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-70783\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/JJ_Haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/JJ_Haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/JJ_Haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Abschluss-Konzert der Europa-Tournee von JJ Grey &amp; Mofro in der K\u00f6lner Kantine. W\u00e4hrend der Karnevalszeit und an einem Sonntag Abend, dazu das sich Rar-Machen in den letzten Jahren bei uns. waren vermutlich die Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum dieser tolle Gig des JJ Grey-Ensembles, der sicherlich ein ausverkauftes Haus verdient gehabt h\u00e4tte, nur mittelm\u00e4\u00dfig besucht wurde.<\/p>\n<p>Als Support spielte ein durchaus sympathischer junger Bursche aus Ulm namens Paul Holland, solo, nur mit Akustikgitarre behangen, in einer halben Stunde ein paar St\u00fccke aus seiner EP &#8222;Everything&#8220;, in seichter Singer\/Songwriter-Manier. Leider ohne jeden Widererkennungswert. Songs, mit denen man vielleicht bei ein paar Sozialwissenschafts- und Philosophiestudent*innen Eindruck schinden kann.<\/p>\n<p>Wobei sich dann bei mir, der jeden Morgen um 4:30 Uhr aufsteht und in der Regel so gegen 20:00 Uhr schon von den ersten M\u00fcdigkeitsattacken geplagt wird, innerlich sofort die Frage nach der Sinnhaftigkeit eines solchen Acts bei einem Gig stellt, wo die Leute doch eigentlich wegen brodelndem Southern Soul Rock angereist sind.<\/p>\n<p>Das ist ungef\u00e4hr so, wie wenn man vor einem Rot-Weiss Essen-Spiel, der Meute zur Einstimmung auf die Partie, statt k\u00fchlem Stauder Pils, irgendeine lauwarme Mate-Tee-Pl\u00f6rre an der ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten Hafenstra\u00dfe ausschenken w\u00fcrde&#8230;<\/p>\n<p>Das unterhaltsamste in den 30 Minuten waren eigentlich Pauls selbstironische Ansagen, als er beispielsweise treffender Weise anmerkte, dass bei JJ Grey jeder einzelne involvierte Musiker wohl dreimal mehr Energie auf die B\u00fchne bringen w\u00fcrde. als er selbst. Er hielt zwischendurch und am Ende den typischen H\u00f6flichkeitsapplaus, bei dem sofort die Gedankenwelt der Besucher ablesen konnte. Ich w\u00fcrde sagen, ein falscher Musiker zur falschen Zeit am falschen Ort. Da doch bitte lieber direkt mit dem Headliner anfangen.<\/p>\n<p>JJ Grey und seine umfangreiche Begleitcombo entsch\u00e4digten nach recht kurzer Umbaupause sofort mit einer M\u00f6rderversion des Titelst\u00fccks der aktuellen und namensgebenden Tour-CD &#8222;Olustee&#8220;. Was da direkt f\u00fcr eine Southern Rock-Wucht von den zehn involvierten Personen (inklusive Traum-E-Gitarren-Solo von Pete Winders) auf die B\u00fchne projiziert wurde, war allein schon das Eintrittsgeld wert. Ein fulminanter Auftakt!<\/p>\n<p>Aus diesem Werk wurden dann im weiteren Verlauf einige Tracks wie u. a. \u201eTop Of The World\u201c, das herrliche Jon Anderson-Cover \u201eSeminole Wind\u201c oder das heftig funkende \u201eRooster\u201c pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Der Leader verspr\u00fchte nat\u00fcrlich seine Charismatische Aura, gl\u00e4nzte mit seinem starken Gesang, plusterte in seine Harp und schnappte sich sporadisch auch die E-Gitarre (u. a. beim melancholischen \u201eThe River\u201c).<\/p>\n<p>Sein langj\u00e4hriger \u201aAdjudant\u2018, Dauergrinser Todd Smallie, gewann, wie sooft, mit seiner ansteckenden Freundlichkeit, den Sympathie-Preis, lie\u00df seinen Bass immer gut h\u00f6rbar grummeln und gab zusammen mit Schwergewicht Craig Barnette an den Drums den Takt vor. Zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung gew\u00e4hrte Eric Martin mit seinen diversen Percussion-Instrumenten.<\/p>\n<p>Ein tollen Beitrag zum brodelnden Southern Soul-Sound lieferten nat\u00fcrlich auch die beiden Bl\u00e4ser Marcus Parsley an der Trompete und Kenny Hamilton am Saxofon, ob zusammen oder einzeln mit diversen Soli plusternd. Manchmal gesellte sich dann auch noch der flexible Eric Brigmond dazu, der teilweise dann mit Posaune zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkte und sogar gleichzeitig die Keys in diversen Varianten (organ, piano, e-piano) bediente.<\/p>\n<p>Lead-Gitarrist Pete Winders tauchte nach seinem grandiosen Solo beim Opener ein wenig ab, lieferte aber ein klasse Rhythmusarbeit und nat\u00fcrlich auch das eine oder andere gekonnte Kurzsolo.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen die beiden h\u00fcbschen Backgrounds\u00e4ngerinnen Katie Dutton und Linzy Lauren, die neben ihren Harmonieges\u00e4ngen auch ihre Leadvocal-Talente offerieren durften. Und wenn wir beim Gesang sind, darf auch nicht das textsichere K\u00f6lner Publikum unter den Teppich gekehrt werden, das sich bei diversen Tracks lautstark einbrachte und den Fronter schwer beeindruckte.<\/p>\n<p>Das starke \u201cOl\u2018 Glory\u201c mit JJ an der Lead-Gitarre beendete den tollen Hauptteil, dem dann im Zugabenbereich mit den Klassikern \u201eBrighter Days\u201c und \u201eThe Sweetest Thing\u201c noch zwei tolle Tracks folgten und den w\u00fcrdigen Abschluss der Tournee bildeten, bevor sich die Domst\u00e4dter dann wieder in den \u00fcblichen Karnevalstrubel st\u00fcrzen konnte.<\/p>\n<p>Insgesamt eine grandiose Show von JJ Grey &amp; Mofro, die sicherlich bei meinen Konzerthighlights dieses Jahres eine gewichtige Rolle spielen wird!<\/p>\n<p><strong>Line-up:<\/strong><br \/>JJ Grey (lead vocals, harp, electric guitar, percusssion)<br \/>Eric Brigmond (keyboards, trombone)<br \/>Craig Barnette (drums)<br \/>Todd Smallie (bass)<br \/>Pete Winders (electric guitar)<br \/>Eric Martin (percussion)<br \/>Marcus Parsley (trumpet)<br \/>Kenny Hamilton (saxophone)<br \/>Katie Dutton (backing vocals)<br \/>Linzy Lauren (backing vocals)<\/p>\n<p><strong>Bilder: Gernot Mangold<\/strong><br \/><strong>Text: Daniel Daus<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jjgrey.com\">JJ Grey &amp; Mofro<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/MOFROBAND\">JJ Grey &amp; Mofro bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.paulholland-music.com\">Paul Holland<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/paulhollandofficial\">Paul Holland bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.oktoberpromotion.com\">Oktober Promotion<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.kantine.com\">Kantine K\u00f6ln<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschluss-Konzert der Europa-Tournee von JJ Grey &amp; Mofro in der K\u00f6lner Kantine. 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