{"id":67651,"date":"2024-10-19T22:39:05","date_gmt":"2024-10-19T20:39:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=67651"},"modified":"2024-10-20T18:35:57","modified_gmt":"2024-10-20T16:35:57","slug":"elles-bailey-17-10-2024-luxor-live-arnheim-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2024\/10\/19\/elles-bailey-17-10-2024-luxor-live-arnheim-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Elles Bailey &#8211; 17.10.2024, Luxor Live, Arnheim &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/EB_haupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-67736\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/EB_haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/EB_haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/EB_haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Kommt Elles nicht zu uns, m\u00fcssen wir halt zu Elles. Das war so ein wenig das Motto, als wir uns entschlossen, den Gig von Elles Bailey im niederl\u00e4ndischen Arnheim zu besuchen. Nicht zuletzt auch wegen der sch\u00f6nen Location, aus der wir ja bereits diverse Male \u00fcber andere Interpreten wie u. a. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/05\/10\/sass-jordan-support-chris-caddell-and-the-wreckage-09-05-2019-arnheim-luxor-live-konzertbericht\/\">Sass Jordan<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/02\/02\/king-king-01-02-2018-luxor-live-arnheim-konzertbericht\/\">KIng King<\/a> schon berichtet haben.<\/p>\n<p>Unser Weg f\u00fchrte uns aus organisatorischen Gr\u00fcnden durch Nijmegen und besagtes Arnheim\u00a0 und ich muss schon angesichts der Infrastruktur einen gewissen Neid attestieren. Unsere Nachbarn machen sehr vieles richtig, hier sitzen augenscheinlich Menschen mit Visionen in den entsprechenden Gremien.<\/p>\n<p>Tempolimit auf Autobahnen, was ein entspanntes Fahren erm\u00f6glicht, futuristische Br\u00fccken, die man ohne mulmiges Gef\u00fchl unter- beziehungsweise \u00fcberquert, gleiches gilt f\u00fcr die zentral gelegenen, elektrifizierten Bus-\/Bahnh\u00f6fe und Parkh\u00e4user, Fahrradwege mit breiten Abst\u00e4nden zum Autoverkehr, keine Schlagl\u00f6cher u den Stra\u00dfen weit und breit, alte H\u00e4user mit neuer Bausubstanz stilvoll vermischt. Eine Freude sich dort zu bewegen, w\u00e4hrenddessen man in unseren Gefilden den Eindruck hat, dass in hiesiger Politik und den involvierten Amtsstuben, das einzig vision\u00e4re ist, wie man mit geringstem Aufwand und m\u00f6glichst fr\u00fch an die \u00fcppigen Pensionszahlungen gelangt.<\/p>\n<p>In unserem Lande erreichte die hochtalentierte Protagonistin trotz aller Bem\u00fchungen (auch unsererseits) bis dato ein eher <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/04\/27\/elles-bailey-26-04-2019-topos-leverkusen-konzertbericht\/\">\u00fcberschaubares Publikum<\/a>, nach unserer Ankunft am Luxor Live mussten wir erkennen, dass f\u00fcr sie momentan auch im bluesbegeisterten Holland noch nicht die B\u00e4ume in den Himmel wachsen.<\/p>\n<p>Ich hatte insgeheim auf einen ordentlich besuchten Hauptsaal gehofft, die Realit\u00e4t reichte aber nur f\u00fcr die kleine, aber feine Alternativ-Location, der sogenannte Bovenzaal, den wir zumindest jetzt auch mal kennengelernt haben, und der mit ca. 100 Besuchern, dann auch r\u00e4umlich optimal, aber angenehm bef\u00fcllt war.<\/p>\n<p>Der flotte Opener &#8222;Enjoy The Ride&#8220; vom aktuellen Album &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2024\/08\/11\/elles-bailey-beneath-the-neon-glow-cd-review\/\">Beneath The Neon Glow<\/a>&#8220; kam dann einer Ansage gleich, den Ritt durch ihr Programm samt gut ausgew\u00e4hlter\u00a0 St\u00fccke ihrer bis dato erschienen Studio-Alben, voll zu genie\u00dfen. Flockig ging es weiter mit &#8222;Leave The Light On&#8220; und &#8222;Ballad Of A Broken Dream&#8220; (Elles neben ihrem Keyboarder James Graham am Piano). Bei Tracks wie dem Retro-umwehten &#8222;1972&#8220; oder dem ersten ruhigeren Track, &#8222;Silhouette In A Sunset&#8220;, hatte sie sich warm gesungen und legte im weiteren Verlauf eine grandiose Vokal-Performance hin.<\/p>\n<p>Klasse dabei auch die immer wieder die akzentuierte Unterst\u00fctzung durch die junge Demi Marriner in den Harmonieges\u00e4ngen. Diese untermalte desweiteren\u00a0 die routinierte Rhythmusgebung des eingespielten Duos mit Matthew Jones an den Drums und Matthew Waer am Bass mit ihrem feinen Akustikgitarrenspiel. Letztgenannter wusste mit seiner Achtziger Kr\u00e4usel-Haarpracht, Tom Selleck-Ged\u00e4chtnis-Schn\u00e4uzer und rosa lackierten Fingern\u00e4geln auch optische Eindr\u00fccke zu hinterlassen.<\/p>\n<p>Joe Wilkins, Baileys kongenialer Partner im musikalischen Bereich, brillierte nat\u00fcrlich wieder mit starkem E-Gitarrenspiel, w\u00fcste Slideeinlagen (u. a. bei &#8222;Hell And High Water&#8220; und &#8222;Medicine Man&#8220;) und qiurlige Soli inbegriffen. Einfach nur famos die Gesangsvorstellung von Elles beim verzweifelt klingenden &#8222;What&#8217;s The Matter With You&#8220;, in der ihre ganze stimmliche Vehemenz bestens zum Vorschein kam.<\/p>\n<p>Eines meiner Lieblingsst\u00fccke des Abends war das flockige &#8222;Truth Ain&#8217;t Gonna Save Us&#8220;, das man damals auch locker auf Fleetwoods Macs Megaseller &#8222;Rumors&#8220; h\u00e4tte packen k\u00f6nnen. Emotional wurde es bei &#8222;Let It Burn&#8220;, launig wieder bei &#8222;The Game&#8220; und dem Ironischen &#8222;If This Is Love&#8220; (mit klasse HT-Piano von Graham), entsprechend ihrer Erkl\u00e4rung, dass dieser Wellenverlauf bei ihren Konzerten ein typisches Merkmal sei.<\/p>\n<p>Und kaum hatte man sich versehen, war mit dem starken &#8222;Riding Out The Storm&#8220; samt furiosem Instrumentalausklang schon das Ende des Hauptteils erreicht. Klar, dass die begeisterte Audienz das Sextett nicht ohne Zugaben in den Feierabend schicken wollte.<\/p>\n<p>Der Wunsch einer Zuschauerin den CCR-Klassiker &#8222;Long As I Can See The Light&#8220; zu performen, scheiterte am Veto von Elles und ihrem Keyboarder, daf\u00fcr wurde dann nach dem G\u00e4nsehaut erzeugenden atmosph\u00e4rischen &#8222;Turn Off The News&#8220; noch &#8222;Perfect Strom&#8220; vom &#8222;Wildflower&#8220;-Album in einer b\u00e4renstarken Version als zus\u00e4tzlicher Song zwischen den eigentlich nur zwei geplanten Zugaben aus dem Hut gezaubert.<\/p>\n<p>Den herrlichen Rausschmei\u00dfer (inklusiv wildem E-Solo von Wilkins) bildete dann &#8222;Sunshine City&#8220;, wo die Fronterin\u00a0 wie es ja auch schon auf ihrem tollen Live-Album &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2024\/04\/05\/elles-bailey-live-at-the-fire-station-cd-review\/\">Live At the Fire Station<\/a>&#8220; zu h\u00f6ren war, ihrer bis dato starken Mits\u00e4ngerin Demi Marriner ein kurzes Leadgesangssolo-Intermezzo gew\u00e4hrte.<\/p>\n<p>Aus meiner Sicht ein fulminanter Auftritt von Elles Bailey und ihrer hervorragenden Begleitband. Man kann nur hoffen, dass, auch wenn f\u00fcr sie wohl in unseren Breitengraden trotz \u00fcberragender Leistungen erstmal weiter musikalisches &#8218;Klinken putzen&#8216; angesagt ist, bei diesem Gesangs und Songwriting-Talent der Durchbruch nur noch eine Frage der Zeit ist. Wir denken positiv und prognostizieren, dass beim n\u00e4chsten Mal in Arnheim, der gro\u00dfe Saal zum Zuge kommt.<\/p>\n<p>Insgesamt wieder eine Reise in unser Nachbarland, die sich gelohnt hat, auch wenn wir auf der R\u00fcckfahrt kurz nach der Grenze noch das Vergn\u00fcgen einer n\u00e4chtlichen Polizeikontrolle \u00fcber uns ergehen lassen mussten. Passend zu Ihrem aktuellen Bekanntheitsstatus war dann folgender Dialog: Polizist: &#8222;Wo kommen Sie her? Wir: &#8222;Von einem Elles Bailey-Konzert aus Arnheim. Polizist: &#8222;Kenn ich nicht.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Line-up:<\/strong><br \/>Elles Bailey &#8211; lead vocals, piano, percussion<br \/>Joe Wilkins &#8211; electric guitar, slide guitar, vocals<br \/>Matthew Waer &#8211; bass, vocals<br \/>Matthew Jones- drums<br \/>James Graham &#8211; keys<br \/>Demi Marriner &#8211; vocals, acoustic guitar, percussion<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>Text: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ellesbailey.com\">Elles Bailey<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/ellesbailey\">Elles Bailey bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.luxorlive.nl\">Luxor Live, Arnheim<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kommt Elles nicht zu uns, m\u00fcssen wir halt zu Elles. Das war so ein wenig das Motto, als wir uns entschlossen, den Gig von Elles Bailey im niederl\u00e4ndischen Arnheim zu besuchen. 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