{"id":67611,"date":"2024-10-11T12:34:51","date_gmt":"2024-10-11T10:34:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=67611"},"modified":"2024-10-11T12:34:52","modified_gmt":"2024-10-11T10:34:52","slug":"various-artists-petty-country-a-country-music-celebration-of-tom-petty-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2024\/10\/11\/various-artists-petty-country-a-country-music-celebration-of-tom-petty-cd-review\/","title":{"rendered":"Various Artists \u2013 Petty Country \u2013 A Country Music Celebration Of Tom Petty \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Petty-Country-Cover-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-67612\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Petty-Country-Cover-300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Petty-Country-Cover-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Der vor sieben Jahren pl\u00f6tzlich verstorbene <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tom+Petty\">Tom Petty<\/a> hinterlie\u00df tiefe Spuren in der Geschichte des Rock. Sein Werk dient vielen Musikern als Inspirationsquelle und dementsprechend oft werden seine Songs gecovert oder als Referenzpunkte herangezogen. F\u00fcr \u201ePetty Country \u2013 A Country Music Celebration Of Tom Petty\u201c fanden sich namhafte Vertreter der Country-Szene zusammen, um ihn und seine Musik zu feiern. Drei Viertel der Interpreten sind alte Bekannte bei Sounds-Of-South. Wie nicht anders zu erwarten, finden sich viele Hits von Petty unter den Titeln. Angesichts seines umfangreichen Outputs, verwundert es nicht, dass ebenso viele St\u00fccke fehlen, die eine Aufnahme auf das Tribute-Album verdient h\u00e4tten. Das hinterlassene Songmaterial h\u00e4tte sicherlich ein Doppelalbum gerechtfertigt.<\/p>\n<p>Sich an ein Cover von Tom Petty heranzuwagen, ist ja nicht ohne. Petty hatte seinen eigenen Stil, gesanglich ist er unverwechselbar und der Sound \u2013 auch wenn er ihn in seiner Laufbahn durchaus variierte \u2013 weist einen hohen Wiedererkennungswert auf. Ein blo\u00dfes Nachspielen funktioniert nicht. Die Herausforderung besteht darin, den Songs eine individuelle Note mitzugeben. Dies gelingt den Musikern auf dem Sampler durchg\u00e4ngig. Sie transformieren die jeweiligen St\u00fccke meist behutsam, sodass sie direkt zu identifizieren bleiben. Die vorliegenden Versionen klingen insgesamt erdig, wie man es von Vertretern der Country Music erwartet. Wie Pettys Originale bleiben aber auch die entsprechenden Interpretationen oft dem Rock verhaftet, sodass das Album stellenweise durchaus in Richtung Roots oder Country Rock geht.<\/p>\n<p>Die ausgew\u00e4hlten Titel decken die Jahrzehnte von Pettys Karriere ab. Der Bogen spannt sich von den fr\u00fchen Klassikern aus den siebziger Jahren \u00fcber seine gro\u00dfen Hits in den Achtzigern und Neunzigern bis zu seinem letzten Album mit der von ihm wiederbelebten Band Mudcrutch aus dem Jahr 2016. So d\u00fcrfen nat\u00fcrlich \u201eAmerican Girl\u201c (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Dierks+Bentley\">Dierks Bentley<\/a>) und \u201eBreakdown\u201c (Ryan Hurd) von Pettys erstem Longplayer mit den Heartbreakern nicht fehlen. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Wynonna\">Wynonna<\/a> liefert eine wunderbare Version von \u201eRefugee\u201c und damit zugleich ein Highlight der CD ab.<\/p>\n<p>Die achtziger Jahre vertreten Titel von den Alben \u201eSouthern Accents\u201c (1985) und \u201eFull Moon Fever\u201c (1989). Ebenfalls dieser Dekade zuzuordnen ist \u201eStop Draggin\u2018 My Heart Around\u201c. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lady+A\">Lady A<\/a> covert das urspr\u00fcnglich von Stevie Nicks und Tom Petty gesungene Duett. Die starken Werke \u201eHard Promises\u201c (1981), \u201eLong After Dark\u201c (1982) und \u201eLet Me Up (I\u2019ve Had Enough)\u201c (1987) sind zu meiner \u00dcberraschung nicht ber\u00fccksichtigt. Von den Sessions zum letztgenannten Werk stammt allerdings \u201eWays To Be Wicked\u201c, dem sich <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Margo+Price\">Margo Price<\/a> annimmt. Bei der Konzeption des Tribute lag der Fokus nicht auf einer repr\u00e4sentativen Werkschau, sondern auf den pers\u00f6nlichen Verbindungen der Interpreten zu den einzelnen Songs.<\/p>\n<p>Dolly Parton gibt sich bei \u201eSouthern Accents\u201c die Ehre. Rhiannon Giddens macht aus dem urspr\u00fcnglich aufgekratzten \u201eDon\u2019t Come Around Here No More\u201c eine langsame, soulige Nummer. Der Track ver\u00e4ndert das Original erheblich, aber sehr gelungen. Mit \u201eRunnin\u2018 Down A Dream\u201c (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Luke+Combs\">Luke Combs<\/a>), \u201eI Won\u2019t Back Down\u201d (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brothers+Osborne\">Brothers Osborne<\/a>), \u201eYer So Bad\u201d (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Steve+Earle\">Steve Earle<\/a>) und \u201eFree Fallin\u2019\u201d (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Cadillac+Three\">The Cadillac Three<\/a>) sind gleich vier Songs des erfolgreichen \u201eFull Moon Fever\u201d auf dem Tribute zu finden.<\/p>\n<p>Songs aus den Neunzigern suchten sich die <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eli+Young+Band\">Eli Young Band<\/a> (\u201eLearning To Fly\u201c), <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Midland\">Midland<\/a> (\u201eMary Jane\u2019s Last Dance\u201c) und <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Thoma+Rhett\">Thomas Rhett<\/a> (\u201eWildflowers\u201c) aus. \u201eYou Wreck Me\u201c (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=George+Strait\">Georg Strait<\/a>) f\u00e4llt etwas aus dem Rahmen, da es der einzige Live-Mitschnitt auf der CD ist. Altmeister <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Willie+Nelson\">Willie Nelson<\/a> greift sich \u201eAngel Dream (No. 2)\u201c heraus.<\/p>\n<p>Nach \u201eWildflowers\u201c (1994) schuf Petty nach meiner Einsch\u00e4tzung keine durchweg \u00fcberzeugenden Alben mehr. Von seiner Sp\u00e4tphase geht wahrscheinlich auch kein so pr\u00e4gender Einfluss auf andere Musiker aus. Auf der Zusammenstellung ist sie vielleicht aus diesem Grund unterrepr\u00e4sentiert. Dass Petty aber auch im neuen Jahrtausend gute Songs produzierte, zeigt <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Chris+Stapleton\">Chris Stapleton<\/a>. Dieser macht aus \u201eI Should Have Know It\u201c einen hervorragenden Roots Rocker, der zu meinen Favoriten auf der Compilation z\u00e4hlt. Schlie\u00dflich spielt Jamey Johnson \u201eForgive It All\u201c, sodass zumindest Pettys letzte Scheibe noch gew\u00fcrdigt wird.<\/p>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich festhalten: Hervorragendes Songmaterial von renommierten Musikern aus der Country-Ecke performt. Was kann da schief gehen? Nichts! Die Country-Gilde sitzt fest im Sattel und zieht die H\u00fcte vor Tom Petty. \u201ePetty Country\u201c ist eine posthume Verbeugung vor einem der ganz Gro\u00dfen der Rockgeschichte, die zeigt, dass Genregrenzen flie\u00dfend sind.<\/p>\n<p>Ein paar unver\u00f6ffentlichte, von Tom Petty selbst eingespielte St\u00fccke h\u00e4lt die am 18. Oktober erscheinende Deluxe-Version von \u201eLong After Dark\u201c bereit.<\/p>\n<p><strong>Universal (2024)<br \/>Stil: Country, Country Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>01 I Should Have Known It \u2013 Chris Stapleton<br \/>02 Wildflowers \u2013 Thomas Rhett<br \/>03 Runnin\u2019 Down A Dream \u2013 Luke Combs<br \/>04 Southern Accents \u2013 Dolly Parton<br \/>05 Here Comes My Girl \u2013 Justin Moore<br \/>06 American Girl \u2013 Dierks Bentley<br \/>07 Stop Draggin\u2019 My Heart Around \u2013 Lady A<br \/>08 Forgive It All \u2013 Jamey Johnson<br \/>09 I Won\u2019t Back Down \u2013 Brothers Osborne<br \/>10 Refugee \u2013 Wynonna<br \/>11 Angel Dream (No. 2) \u2013 Willie Nelson<br \/>12 Learning To Fly \u2013 Eli Young Band<br \/>13 Breakdown \u2013 Ryan Hurd<br \/>14 Yer So Bad \u2013 Steve Earle<br \/>15 Ways To Be Wicked \u2013 Margo Price<br \/>16 Mary Jane\u2019s Last Dance &#8211; Midland<br \/>17 Free Fallin\u2019 \u2013 The Cadillac Three<br \/>18 I Need To Know \u2013 Marty Stuart And His Fabulous Superlatives<br \/>19 Don\u2019t Come Around Here No More \u2013 Rhiannon Giddens<br \/>20 You Wreck Me (live) \u2013 George Strait<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tompetty.com\">Tom Petty<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Der vor sieben Jahren pl\u00f6tzlich verstorbene Tom Petty hinterlie\u00df tiefe Spuren in der Geschichte des Rock. 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