{"id":62498,"date":"2023-10-18T17:54:12","date_gmt":"2023-10-18T15:54:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=62498"},"modified":"2023-10-18T17:54:14","modified_gmt":"2023-10-18T15:54:14","slug":"israel-nash-ozarker-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2023\/10\/18\/israel-nash-ozarker-cd-review\/","title":{"rendered":"Israel Nash \u2013 Ozarker \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/cover-Israel-Nash-Ozarker-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-62499\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/cover-Israel-Nash-Ozarker-300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/cover-Israel-Nash-Ozarker-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Mit dem Titel \u201eOzarker\u201d gibt Israel Nash ein Bekenntnis zu seiner Herkunft ab. Aus Missouri stammend hat er das Lebensgef\u00fchl der Menschen im Gebiet der Ozark Mountains verinnerlicht, obwohl er mittlerweile in Texas beheimatet ist. Harte Arbeit, die Familie und Verpflichtungen auf der einen Seite und die Gedanken an einen Aufbruch, einen Neuanfang und die Sehnsucht nach etwas Besserem auf der anderen Seite bilden das thematische Spannungsfeld, in dem sich jeher der Rock aus dem mittleren Westen bedient. An diese Tradition kn\u00fcpft Nashs \u201eOzarker\u201c an.<\/p>\n<p>Die ersten drei Tracks des Albums sind bereits als Singles vorab herausgegeben worden: \u201eCan\u2019t Stop\u201c, \u201eRoman Candle\u201c sowie das Titelst\u00fcck. Wenn man m\u00f6chte, kann man hier durchaus \u00c4hnlichkeiten zu ma\u00dfgeblichen Werken des Heartland Rock ziehen, die f\u00fcr Nashs fr\u00fche musikalische Sozialisation entscheidende Bedeutung hatten. Etwas von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bruce+Springsteen\">Bruce Springsteens<\/a> \u201eBorn In The USA\u201c, von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tom+Petty\">Tom Pettys<\/a> \u201eFull Moon Fever\u201c oder von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bob+Seger\">Bob Segers<\/a> \u201eNight Moves\u201c schwingt bei den Songs mit. Auch wenn Nash nicht \u00fcber die markante Stimme seiner Vorbilder verf\u00fcgt, macht er seine Sache als S\u00e4nger gut und tritt als deren Epigone an, die Fahne des Heartland Rocks hochzuhalten.<\/p>\n<p>Inhaltlich wirft Israel Nash, eigentlich Israel Nash Gripka, ebenfalls einen Blick zur\u00fcck. In den Texten finden sich die Menschen und Erz\u00e4hlungen wieder, die ihn pr\u00e4gten. Seine Mutter notierte ihm Familiengeschichten, mit denen er sich zun\u00e4chst zur\u00fcckzog, um daraus die Songs im Alleingang zu entwickeln. So dienen beispielsweise Episoden aus dem Leben seines Urgro\u00dfvaters als Vorlage f\u00fcr den Titeltrack. Danach holte er weitere Musiker \u2013 Curtis Roush (Gitarre), Patrick Hallahan (Schlagzeug), Seth Kauffmann (Bass) und Eric Swanson (Pedal Steel) \u2013 zusammen, um die St\u00fccke instrumental einzuspielen. Schlie\u00dflich setzte sich Nash mit dem Produzenten Kevin Ratterman hin und f\u00fcgte seinen Gesang, zus\u00e4tzliche Gitarren und Synthesizer hinzu.<\/p>\n<p>Am Ende dieses Prozesses stehen nun zehn zeitlose und molodi\u00f6se Rocksongs, die mit vollem Sound, hallenden Gitarren und \u00fcberwiegend volumin\u00f6sen Klangteppich aus den Lautsprechern schallen. Den hymnischen Charakter des Einstiegs behalten einige langsamere Titel bei. In dieser Kategorie ist besonders das eing\u00e4ngige \u201ePieces\u201c hervorzuheben. Nash gibt den Titeln im Schnitt klassische viereinhalb Minuten. Einzig \u201eGoing Back\u201c knackt die F\u00fcnf-Minuten-Marke mit Tempowechsel, l\u00e4ngerer Bridge und abschlie\u00dfendem Gitarrensolo.<\/p>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte versieht Nash die St\u00fccke mit einem etwas erdigeren Sound. Dadurch nimmt einen die sehnsuchtsvolle Ballade \u201eLost In America\u201c besonders mit. Auch \u201eShadowland\u201c, mit punktgenauem E-Gitarreneinsatz, \u00fcberzeugt durch die intensive Performance. Etwas lockerer geht es Nash mit \u201eTravel On\u201c an. Die Struktur des Tracks erinnert in manchen Passagen an <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=John+Hiatt\">John Hiatt<\/a>. Die drei Titel sind jenseits der volumin\u00f6sen Hymnen die heimlichen Highlights des Albums.<\/p>\n<p>Israel Nash ruft die gute alte Zeit des Heartland Rocks in Erinnerung. Er verordnet dieser Spielart des Rocks eine moderate Verj\u00fcngungskur und greift dabei musikalisch und thematisch auf die bekannten Ingredienzien zur\u00fcck. Nash belegt mit \u201eOzarker\u201c, dass der Heartland Rock etwas zu bieten hat, das die Seele ber\u00fchrt, und daher noch lange nicht begraben ist.<\/p>\n<p><strong>Loose Music \u2013 Rough Trade (2023)<br>\nStil: Heartland Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br>\n01. Can\u2019t Stop<br>\n02. Roman Candle<br>\n03. Ozarker<br>\n04. Pieces<br>\n05. Going Back<br>\n06. Firedance<br>\n07. Lost In America<br>\n08. Midnight Hour<br>\n09. Travel On<br>\n10. Shadowland<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/israelnash.com \">Israel Nash<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/israelnashmusic\">Israel Nash bei Facebook<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/roughtrade.com\/us\/label\/pias\">Pias\/Rough Trade<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Mit dem Titel \u201eOzarker\u201d gibt Israel Nash ein Bekenntnis zu seiner Herkunft ab. 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