{"id":62475,"date":"2023-10-09T17:22:22","date_gmt":"2023-10-09T15:22:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=62475"},"modified":"2023-10-09T17:28:11","modified_gmt":"2023-10-09T15:28:11","slug":"steve-baker-too-much-is-never-enough-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2023\/10\/09\/steve-baker-too-much-is-never-enough-cd-review\/","title":{"rendered":"Steve Baker \u2013 Too Much Is Never Enough \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Cover-Baker-2023-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-62476\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Cover-Baker-2023-300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Cover-Baker-2023-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Steve Baker gilt als einer der f\u00fchrenden Spezialisten in Sachen Mundharmonika. Nicht nur als Musiker sondern auch als Dozent und Fachbuchautor ist er aktiv. Seit fast einem halben Jahrhundert arbeitete er als Studiomusiker an unz\u00e4hligen Aufnahmen mit und steuerte die Untermalung zu einigen Fernseh- und Filmproduktionen \u2013 wie dem \u201eTatort\u201c und \u201eSoul Kitchen\u201c \u2013 bei. Vor allem in Zusammenarbeit mit Chris Jones und Abi Wallenstein ver\u00f6ffentlichte er mehrere CDs. In den letzten Jahren brachte Baker die Silberlinge \u201ePerfect Getaway\u201c (2018) und \u201eThe Great Divine\u201c (2020) unter eigener Regie heraus. Sein drittes Soloalbum \u201eToo Much Is Never Enough\u201c steht seit Ende August in den Regalen.<\/p>\n<p>Baker l\u00e4sst sich nicht auf eine musikalische Richtung festlegen, wobei der Blues schon zu seinem Schwerpunkt z\u00e4hlt. So finden sich auch entsprechende Titel auf dem Album, mal in der getragenen Spielart (\u201eBad Blood\u201c), mal in der flotteren (\u201eTerminal Road\u201c). Insgesamt l\u00e4sst es Baker eher ruhig auf der aktuellen Scheibe angehen. Das klagende \u201ePoison Chalice\u201c macht den Aufschlag. Die mehrstimmigen Harmonieges\u00e4nge bringen hier ebenso wie bei \u201eCharles Delondes Ghost\u201c zus\u00e4tzliche Tiefe in die Songs. Die beiden Tracks z\u00e4hlen neben dem bluesigen \u201eFools Pardise\u201c zu den Highlights des Albums.<\/p>\n<p>Ebenso gelungen ist \u201eDistant Shore\u201c, bei dem Baker l\u00e4ngere Intermezzos mit seiner Mundharmonika einf\u00fcgt. Das Harpspiel von Baker bleibt durchweg melodi\u00f6s. Schrillere T\u00f6ne, wie sie mit dem Instrument beispielsweise im Rock verbunden werden, vermeidet er. So wirken \u201eI Dreamed I Saw St. Augustine\u201c und \u201eToo Broken To Mend\u201c sehr sanft. Ebenso zeigt sich \u201eGina`s Lullaby\u201c unaufgeregt, was f\u00fcr ein Schlaflied ja auch angemessen erscheint. Von den anderen Titeln der CD, die zwischen Blues und Americana diffundieren, hebt sich \u201eTake Me For A Fool\u201c ab. Hier mischt sich ein Reggae-Rhythmus hinein. Diese Abwechslung tut dem Longplayer nicht zuletzt aufgrund der mittigen Platzierung gut.<\/p>\n<p>In der Gesamtschau legt Baker wenig emotionale Variation in seinen Gesang. Vielleicht w\u00e4re an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Expressivit\u00e4t vorstellbar gewesen, aber so ist der Longplayer nicht konzipiert. Der Star des Albums bleibt der Klang der Mundharmonika. Dass das Instrument Songs tragen kann und nicht blo\u00df f\u00fcr einen kurzen Effekt dienen muss, beweist Baker eindrucksvoll.<\/p>\n<p>Steve Baker verteidigt mit \u201eToo Much Is Never Enough\u201d, seinen Ruf als Virtuose auf der Mundharmonika. Seine Souver\u00e4nit\u00e4t auf dem Instrument zeigt sich in dessen unaufdringlichem Einsatz, sodass die zumeist ruhigen Songs zum genauen Mith\u00f6ren einladen.<\/p>\n<p>Der geb\u00fcrtige Engl\u00e4nder lebt schon lange in seiner Wahlheimat Hamburg. Mitte September stand er auf dem Programm der Freilichtb\u00fchne in M\u00fchlheim, die n\u00e4chsten Termine seiner Tour sind allerdings in n\u00f6rdlichen beziehungsweise \u00f6stlichen Gefilden vorgesehen, sodass die SoS-Region in absehbarer Zeit wohl nicht mit einem Konzert bedient wird.<\/p>\n<p><strong> Timezone Records (2023)<br \/>Stil: Blues, Americana<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>01. Poison Chalice<br \/>02. Bad Blood<br \/>03. I Dreamed I Saw St. Augustine<br \/>04. Charles Delondes Ghost<br \/>05. Take Me For A Fool<br \/>06. Distant Shore<br \/>07. Too Broke To Mend<br \/>08. Fools Paradise<br \/>09. Terminal Road<br \/>10. Gina\u2019s Lullaby<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.stevebaker.de \">Steve Baker<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/stevebaker.harmonica\">Steve Baker bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/timezone-records.com\">Timezone Records<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/twosidemoon.com\">Two Side Moon Promotions<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Steve Baker gilt als einer der f\u00fchrenden Spezialisten in Sachen Mundharmonika. Nicht nur als Musiker sondern auch als Dozent und Fachbuchautor ist er aktiv. 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