{"id":59777,"date":"2023-04-27T18:02:12","date_gmt":"2023-04-27T16:02:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=59777"},"modified":"2023-04-27T18:02:14","modified_gmt":"2023-04-27T16:02:14","slug":"josh-ritter-spectral-lines-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2023\/04\/27\/josh-ritter-spectral-lines-cd-review\/","title":{"rendered":"Josh Ritter \u2013 Spectral Lines \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/cover-Josh-Ritter-Spectral-Lines-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-59779\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/cover-Josh-Ritter-Spectral-Lines-300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/cover-Josh-Ritter-Spectral-Lines-300-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Im Jahr 2019 brachte Josh Ritter mit \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/04\/18\/josh-ritter-fever-breaks-cd-review\/\">Fever Breaks<\/a>\u201c ein herausragendes Album heraus, von dem mich einige St\u00fccke l\u00e4ngere Zeit begleiteten. Die Ank\u00fcndigung des Nachfolgers \u201eSpectral Lines\u201c weckte daher einige Vorfreude. Vielleicht h\u00e4tte mich Titel und Covergestaltung bereits stutzig machen k\u00f6nnen. Auf der neuen Scheibe bleiben rootsrockigen T\u00f6ne aus und weder im Americana noch im Country sind die Songs wirklich zu verorten. Ritter vollzieht einen deutlichen Schnitt und verfolgt einen Sound, der auf verspielte Arrangements setzt. So l\u00e4sst er beispielsweise Wind-, Vogel- und synthetische Ger\u00e4usche einflie\u00dfen. Die entt\u00e4uschten Erwartungen, die beim ersten Durchlauf auftraten, f\u00fchrten dazu, dass ich das Album und die Rezension f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage ruhen lie\u00df.<\/p>\n<p>Blendet man den vorangegangene Longplayer aus und betrachtet \u201eSpectral Lines\u201c f\u00fcr sich, dann lassen sich auch einige positive Feststellungen treffen. Es ist es Konzeptalbum, das in sich geschlossen und stimmig ist. Ritter stellt die Frage nach anderen oder alternativen Welten, seien diese in den Weiten des Weltraums zu suchen oder hier auf Erden. Das Sehen und Aufnehmen von Verbindungen mag so als philosophisch angehauchtes Programm des Werkes gelten. Inspiriert wurde Ritter von seiner verstorbenen Mutter, die mit einem wachen, \u00e4sthetischen Blick die Welt wahrnahm und auch nebens\u00e4chlich erscheinenden Ph\u00e4nomenen oder Gegenst\u00e4nden Bedeutung zuschrieb. Das Werk ist ihr gewidmet.<\/p>\n<p>Den inhaltlichen Anspruch pr\u00e4sentiert Ritter in einem musikalisch schweren Gewand. Der einzige lockerere Song \u201eFor Your Soul\u201c wurde vorab ver\u00f6ffentlicht. Aber auch dieser ist in pers\u00f6nlich schwierigen Zeiten entstanden, wie Ritter berichtet. Anscheinend hat er depressive Phasen durchlebt, die auch in seinen St\u00fccken (\u201eBlack Crown\u201c) durchscheinen. Ich habe nichts gegen ernste Themen und leide in Songs auch gerne mit, aber den Kompositionen gelingt es nicht, mich auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Die sph\u00e4rischen T\u00f6ne und synthetischen Kl\u00e4nge schaffen eine Distanz, die f\u00fcr mich und meine musikalischen Vorlieben nicht \u00fcberbr\u00fcckbar ist. Lediglich die letzten beiden Titel \u201eIn Fields\u201d und \u201eSomeday\u201c fallen in meinen Toleranzbereich. Bei diesen zeigt sich, dass Ritter immer noch gute Songs schreiben kann.<\/p>\n<p>Auch andere St\u00fccke wie (\u201eHorse No Rider\u201c, \u201eStrong Swimmer\u201c) weisen gelungene Ans\u00e4tze auf, die sich aber unter dem \u00fcberbordenden Arrangements verlieren. \u201eWhatever Burns Will Burn\u201c erinnert entfernt an Paul Simon. Im Hintergrund passiert oft viel, zahlreiche Intermezzi unterbrechen die Tracks und verhindern einen Flow. An manchen Stellen gehen die Songs nahtlos ineinander \u00fcber, sodass die Orientierung schwerf\u00e4llt, ob eine Passage in einen Titel integriert ist, oder bereits ein neuer begonnen hat. Vielleicht ist das k\u00fcnstlerisch wertvoll, ich h\u00f6re halt einfachere und klarer strukturierte Musik lieber.<\/p>\n<p>Nach \u201eFever Breacks\u201c macht Josh Ritter mit \u201eSpectral Lines\u201c eine musikalische Kehrtwende. Opulent arrangierte Klangschichten flie\u00dfen nun in- und auseinander, wobei sich die Atmosph\u00e4re letztlich unter den sph\u00e4rischen T\u00f6nen weitgehend aufl\u00f6st. Wer das vorangegangene Album mochte, sollte das aktuelle zun\u00e4chst probeh\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong> Phytheas Recordings-Thirty Tigers\/Membran (2023)<br>Stil: Singer\/Songwriter<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br>01. Sawgrass<br>02. Honey I Do<br>03. Horse No Rider<br>04. For Your Soul<br>05. Black Crown<br>06. Strong Swimmer<br>07. Whatever Burns Will Burn<br>08. Any Way They Come<br>09. In Fields<br>10. Someday<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.joshritter.com\/\">Josh Ritter<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/joshrittermusic\">Josh Ritter bei Facebook<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.thirtytigers.com\/\">Thirty Tigers<\/a><br><a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Im Jahr 2019 brachte Josh Ritter mit \u201eFever Breaks\u201c ein herausragendes Album heraus, von dem mich einige St\u00fccke l\u00e4ngere Zeit begleiteten. Die Ank\u00fcndigung des Nachfolgers \u201eSpectral Lines\u201c weckte daher einige Vorfreude. Vielleicht h\u00e4tte mich Titel und Covergestaltung bereits stutzig machen k\u00f6nnen. 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