{"id":5852,"date":"2016-01-02T19:25:49","date_gmt":"2016-01-02T18:25:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3493"},"modified":"2026-04-23T12:59:43","modified_gmt":"2026-04-23T10:59:43","slug":"parsons-thibaud-02-11-2007-karo-wesel-konzertbericht-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/01\/02\/parsons-thibaud-02-11-2007-karo-wesel-konzertbericht-2\/","title":{"rendered":"Parsons Thibaud &#8211; 02.11.2007, Karo, Wesel &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/wesel07_7.jpg\" \/><\/p>\n<p>Mein Gott, wie die Zeit vergeht. Drei Jahre ist es schon wieder her, seit ich das letzte Mal im Karo in Wesel gewesen bin. Ende 2004 gab sich <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Todd+Thibaud\">Todd Thibaud<\/a><\/span> mit seiner Band die Ehre, um sein hervorragendes Album &#8222;Northern Skies&#8220; vorzustellen. Schon damals erw\u00e4hnte ich, dass ich gerne wiederkommen werde, wenn sich die Gelegenheit dazu bieten w\u00fcrde. Und was w\u00e4re die Welt ohne einen Musik-Redakteur, der nicht sein Wort halten w\u00fcrde?<\/p>\n<p>Als ich erfuhr, dass der gute Todd mit seinem Langzeit-Kumpel Joseph Parsons wieder im Lande ist, zudem mit Terry Lee Hale als Support, somit \u00be des Bestandes von Hardpan, die ich ebenfalls vor einigen Jahren schon beleuchtet hatte, war die Sache klar. Auf nach Wesel, das ja von Rheinberg nur einen Katzensprung entfernt liegt. Das Karo hat sich im Laufe der Zeit eigentlich fast gar nicht ver\u00e4ndert. Im Aufenthaltsraum gab es die lecker 0,33l Bierfl\u00e4schchen zum moderaten Preis, der relativ kleine quadratische Raum mit dem sperrigen Pfeiler vor der B\u00fchne bietet gediegene, dunkle Wohnzimmeratmosph\u00e4re, allerdings eher auf Studenten-WG-Basis.<\/p>\n<p>Um 20:45 Uhr betrat der wie immer wuselig und ein wenig hektisch wirkende Teryy Lee Hale die B\u00fchne, \u00f6ffnete seine Tasche und ordnete wie ein Beamter im Stress seine Mitbringsel (Plektron, Mundharmonika) auf dem bereitgestellten Tisch. St\u00f6psel in die Akustikgitarre und los ging&#8217;s. Hups, wen hat er den da mitgebracht? Ist Diego Maradona zum Entzug seiner Drogenprobleme etwa ausgerechnet ins Musikerfach gewechselt? Nein, der Autor muss wohl mal demn\u00e4chst zum Optiker, es war der franz\u00f6sische Bassist Nicolas Chelly alias &#8218;Fingerbones&#8216;, der Terry schon seit l\u00e4ngerem bei Konzerten begleitet.<\/p>\n<p>Hale (wie sp\u00e4ter Thibaud und Parsons auch) hatte von Beginn an das Pech, dass zum einen ein recht unerfahrener junger Bursche das Mischpult bediente, zudem noch direkt beim zweiten St\u00fcck ein Wackelkontakt im Mikrokabel recht kratzige unharmonische T\u00f6ne durch die Boxen jagte. Nachdem dieses ausgetauscht wurde, legte er dann aber in seiner gewohnt humoristischen Art los und pr\u00e4sentierte schwerpunktm\u00e4\u00dfig St\u00fccke aus seinem Album &#8222;Shotgun Pillowcase&#8220;, wobei mir die Songs im zweiten Teil wie &#8222;Big Size&#8220;, &#8222;Level 20&#8220;, &#8222;Evergreen&#8220;, wo es zum Einsatz von Dobro und teilweise der Mundharmonika kam, am besten gefielen. Die kleine Anekdote \u00fcber das Weseler Hotel, in dem Hale wieder residieren durfte, obwohl er sich beim letzten Mal mit dem Besitzer in der Wolle hatte, entwickelt sich scheinbar zum Running Gag. Die eingeforderte Zugabe &#8222;Cable Ballad Blues&#8220; beendete einen sympathischen Support-Gig.<\/p>\n<p>Nach kurzem Umbauen lie\u00dfen sich die beiden Hauptakteure dann auf ihren Hockern nieder und bewiesen sofort, wie sch\u00f6n es sein kann, wenn zwei gute Songwriter, Gitarristen und S\u00e4nger ohne Eitelkeiten niveauvolle Americana-Musik, diesmal im semi-akustischen Gewand vom Stapel lassen. Keiner dr\u00e4ngte sich in den Vordergrund, der Leadgesang wurde im konstanten Wechsel \u00fcbergeben, der Nichtsingende konzentrierte dann sich auf sein Instrument und die tadellosen, auf den Punkt gebrachten Harmonies, die sich wie ein roter Faden durch das in zwei Sets aufgeteilte Konzert zogen.<\/p>\n<p>Auch Joseph und Todd hatten nat\u00fcrlich ihre neue CD &#8222;Parsons Thibaud&#8220; im Gep\u00e4ck, aus der naturgem\u00e4\u00df ein recht hoher Anteil von Liedern performt wurde (u.a. &#8222;The Right One&#8220;, &#8222;Skipping Stone&#8220;). Es wurde nat\u00fcrlich auch rumgefrozzelt. Todd merkte vor &#8222;My Daddy&#8217;s Cadillac&#8220; an, dass sein Vater zu seiner Sturm- und Drangzeit nur einen Volvo fuhr, wonach Joseph mit einem Zwinkern erwiderte, dass dieser aber zumindest einen gro\u00dfen R\u00fcckbereich gehabt h\u00e4tte &#8230; Sein Vater h\u00e4tte dagegen ein sehr enges Coup\u00e9 besessen. Mein absolutes Lieblingsst\u00fcck &#8222;Louisiana&#8220; von Thibauds toller &#8222;Northern Skies&#8220;-Scheibe beendete Teil eins der Show und erzeugte G\u00e4nsehaut auf dem R\u00fccken.<\/p>\n<p>Nachdem in dem schwei\u00dftreibenden Raum einmal durchgel\u00fcftet wurde und ein Pils die Zunge befeuchtet hatte, ging es nahtlos zum zweiten Part \u00fcber. Hier gab es mit &#8222;Bury An Angel&#8220; auch ein erstes St\u00fcck vom gemeinsamen Hardpan-Album. Highlights waren jedoch die wundersch\u00f6nen &#8222;Anywhere&#8220; und &#8222;Dirty World&#8220;, das allerdings abrupt unterbrochen wurde, als Thibaud das Akustik-Solo von Parsons mit \u00bbon lead guitar Joseph Parsons\u00ab w\u00fcrdigte, und damit ein kollektives Gel\u00e4chter ausl\u00f6ste.<\/p>\n<p>Um 0:10 Uhr ert\u00f6nte mit dem Simon &amp; Garfunkel-Cover von &#8222;The Boxer&#8220; die erste Zugabe. Wieder einmal brillierten die beiden mit perfekten Harmonieges\u00e4ngen. Danach wurde dann Spa\u00dfvogel Terry Lee Hale auf die B\u00fchne geholt und mit &#8222;No Disguise&#8220; gab es die &#8218;Fast-Hardpan-Reunion&#8216;. Bei &#8222;Johanna&#8217;s Dreams&#8220;, dem pers\u00f6nlichen und emotional vorgetragenen Lieblingsst\u00fcck von Thibaud, konnte man eine Stecknadel fallen h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Ein feiner, ruhiger Ausklang! Insgesamt ein brillantes Konzert zweier exzellenter K\u00fcnstler in herrlicher Atmosph\u00e4re. So bleibt mir am Ende nichts weiter, als mich erneut zu wiederholen: Auch beim n\u00e4chsten Male komme ich gerne wieder! Vielleicht dann wieder mit kompletter Bandbegleitung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.toddthibaud.com\">Todd Thibaud<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/todd.thibaud\">Todd Thibaud bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.JosephParsons.com\">Joseph Parsons<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/jpbofficial\">Joseph Parsons bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bluerose-records.com\">Blue Rose Records<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.jz-karo.de\">Karo Wesel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Gott, wie die Zeit vergeht. Drei Jahre ist es schon wieder her, seit ich das letzte Mal im Karo in Wesel gewesen bin. Ende 2004 gab sich Todd Thibaud mit seiner Band die Ehre, um sein hervorragendes Album &#8222;Northern Skies&#8220; vorzustellen. 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