{"id":57276,"date":"2022-10-25T18:31:35","date_gmt":"2022-10-25T16:31:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=57276"},"modified":"2022-10-25T18:31:37","modified_gmt":"2022-10-25T16:31:37","slug":"rich-hopkins-and-luminarios-exiled-on-mabel-st-lp-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/10\/25\/rich-hopkins-and-luminarios-exiled-on-mabel-st-lp-review\/","title":{"rendered":"Rich Hopkins And Luminarios \u2013 Exiled On Mabel St \u2013 LP-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Hopkins-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57277\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Hopkins-300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Hopkins-300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Hopkins-300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Hopkins-300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Rich Hopkins, der im kommenden Januar seinen 65-zigsten Geburtstag feiert, gilt als ein Urgestein des Desert Rock. Der fr\u00fchere Frontmann der Sidewinders, die sich sp\u00e4ter in Sand Rubies umbenannten, ver\u00f6ffentlichte in den vergangenen drei\u00dfig Jahren rund zwanzig Alben mit den Luminarios, wobei die Besetzung der Band st\u00e4ndig wechselte. Einzige Konstante bei den Luminarios ist Lisa Novak, die Ehefrau von Hopkins. Mit \u201eExiled On Mabel St\u201c zeigt sich Hopkins wieder in Hochform, wobei der Longplayer durchaus als gemeinsames Projekt des Ehepaars bezeichnet werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die zehn Titel schrieben Hopkins und Novak zusammen. Novak steuert bei einigen St\u00fccken wunderbare Harmonien bei und \u00fcbernimmt bei zweien die Lead Vocals. Dabei spielt sie mit unterschiedlichen Facetten ihrer Stimme und erzeugt damit verschiedene Stimmungen. Ist schon die eing\u00e4ngige, erdige Ballade \u201eNuthin&#8216; At All\u201d ein sehr gelungener Beitrag, entwickelt das hypnotische \u201eBreak Through\u201c eine ungeheure Intensit\u00e4t. Im Vordergrund steht Novaks mal gehauchter, mal kr\u00e4ftigerer Gesang, der mit knistern-knarzige Gitarren, einschlie\u00dflich R\u00fcckkopplungen, unterlegt ist. In einer Passage akzentuiert Hopkins ein paar klare T\u00f6ne auf seinem Saiteninstrument, die oberhalb des Soundteppichs zu schweben scheinen und innerhalb des Songs sehr effektvoll wirken. Teilweise wird <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Neil+Young\">Neil Young<\/a> als Referenzpunkt f\u00fcr Hopkins Musik angef\u00fchrt, was an dieser Stelle v\u00f6llig nachzuvollziehen ist.<\/p>\n<p>Das Album startet mit drei gradlinigen Rockern im mittleren Tempo, wie sie f\u00fcr Hopkins typisch sind: \u201eA Message Of Love\u201c, \u201eCount On Me\u201c sowie \u201eEverybody Knows\u201c. Durch den Gesang und die klirrende, teilweise staubig klingende Gitarrenbegleitung lassen sich die Tracks dem Texaner unverkennbar zuordnen. Obwohl die Titel qualitativ nahe beieinander liegen, rangiert der letztgenannte in meinem Ranking eine Nuance \u00fcber den anderen beiden. H\u00f6hepunkt des Albums \u2013 neben dem schon erw\u00e4hnten \u201eBreak Through\u201c \u2013 stellt allerdings \u201eJosephine\u201c dar. Er hat mit seinem deutlichen Refrain und der sch\u00f6nen Bridge alles, was einen richtig guten Roots Rock-Song ausmacht.<\/p>\n<p>Sein variables Gitarrenspiel beweist Hopkins bei \u201eI Wouldn&#8217;t Listen To Me\u201d, bei dem er auf einen vollen, satten Klang setzt und bei dem sanfteren \u201eI Don&#8217;t Care\u201c. Im Vergleich zu den anderen St\u00fccken f\u00e4llt \u201eProdigal Son\u201c etwas ab, was an dem Sprechgesang liegt, von dem ich kein Fan bin. Die Gitarrenarbeit ist aber auch bei diesem Track nicht zu kritisieren und das kr\u00e4ftige Schlagzeug gef\u00e4llt ebenso. Zudem verdient der mitf\u00fchlende, sozialkritische Text, der sich um die Situation von Obdachlosen dreht, Beachtung.<\/p>\n<p>Zum Abschluss schl\u00e4gt Hopkins mit \u201eBataan Death March\u201c soundtechnisch experimentellere T\u00f6ne an. Man kann ihn eigentlich als Instrumentalst\u00fcck bezeichnen, obwohl Hopkins in klanglicher Ferne das \u201eVater unser\u201c rezitiert. Interessant ist die Inspirationsquelle: Der Todesmarsch von Bataan ging als Kriegsverbrechen der Japaner w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs in die Geschichte ein. Auf dem Weg starben etwa 10.000 von 70.000 amerikanischen und philippinischen Gefangenen.<\/p>\n<p>Blue Rose Records bringt \u201eExiled On Mabel St\u201c auf Vinyl und als CD heraus. Auf der digitalen Version sind noch vier Hidden Tracks sowie zwei Kommentare von Hopkins zugef\u00fcgt. Das Label ver\u00f6ffentlicht seit 1995 die Alben hochklassige Bands aus dem Americana- und Roots Rock-Universum \u2013 exemplarisch seien hier nur <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Brandos\">The Brandos<\/a> und die <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bottle+Rockets\">Bottle Rockets<\/a> genannt. Im angeschlossenen Mailorder-Shop finden sich zahlreiche Werke, die auch bei SoS besprochen werden, sodass sich ein Besuch der Website auf alle F\u00e4lle lohnt. Dabei kann das neue Album von Hopkins direkt in den Warenkorb gelegt werden.<\/p>\n<p>Rich Hopkins And Luminarios laden mit \u201eExiled On Mabel St\u201c zu einer musikalischen Spritztour durch den S\u00fcdwesten der USA ein. Mit seinem unverwechselbaren Gesang und den variationsreichen Gitarren zeigt sich Hopkins erneut als sicherer Reisef\u00fchrer durch die Gefilde des Desert Rocks. Seine Begleiterin Lisa Novak hinterl\u00e4sst bei der Routenplanung ihre Handschrift und sorgt f\u00fcr h\u00f6renswerte Zwischenstopps. Bei dem Angebot sollte man einsteigen und genie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Blue Rose Records (2022)<br>\nStil: Desert Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br>\n01. A Message Of Love<br>\n02. Count On Me<br>\n03. Everybody Knows<br>\n04. Prodigal Son<br>\n05. I Don&#8217;t Care<br>\n06. Break Through<br>\n07. Josephine<br>\n08. Nuthin&#8216; At All<br>\n09. I Wouldn&#8217;t Listen To Me<br>\n10. Bataan Death March<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.reverbnation.com\/richhopkinsandtheluminarios \"> Rich Hopkins &amp; The Luminarios<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/richhopkinsandtheluminarios\/ \">Rich Hopkins &amp; The Luminarios bei Facebook<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/bluerose-records.com\">Blue Rose Records<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Rich Hopkins, der im kommenden Januar seinen 65-zigsten Geburtstag feiert, gilt als ein Urgestein des Desert Rock. Der fr\u00fchere Frontmann der Sidewinders, die sich sp\u00e4ter in Sand Rubies umbenannten, ver\u00f6ffentlichte in den vergangenen drei\u00dfig Jahren rund zwanzig Alben mit den Luminarios, wobei die Besetzung der Band st\u00e4ndig wechselte. 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