{"id":56054,"date":"2022-09-19T17:54:15","date_gmt":"2022-09-19T15:54:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=56054"},"modified":"2022-09-19T17:54:17","modified_gmt":"2022-09-19T15:54:17","slug":"nikki-lane-denim-diamonds-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/09\/19\/nikki-lane-denim-diamonds-cd-review\/","title":{"rendered":"Nikki Lane \u2013 Denim &#038; Diamonds \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"305\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/cover-Nikki-Lane-Denim-Diamonds-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-56055\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/cover-Nikki-Lane-Denim-Diamonds-300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/cover-Nikki-Lane-Denim-Diamonds-300-295x300.jpg 295w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Nach \u201eHighway Queen\u201d (2017) versp\u00fcrte Nikki Lane erst mal keine Lust mehr, ein weiteres Album aufzunehmen. Stattdessen widmete sie sich Ihrem Vintage-Laden. Ganz vom Musikgesch\u00e4ft sagte sie sich aber nicht los, sondern arbeitete in der Zwischenzeit mit einigen K\u00fcnstlern wie Lana Del Rey und <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brent+Cobb\">Brent Cobb<\/a> zusammen. Vor zwei Jahren f\u00fchrte ein Telefonat zwischen ihr und Joshua Homme zu dem Plan, einen neuen Longplayer in Angriff zu nehmen. Mit Homme als Produzenten f\u00fchlte sich Lane motiviert, ihre schlummernden Ideen zu konkretisieren und in neue Songs zu gie\u00dfen. Als Ergebnis finden sich auf \u201eDenim &amp; Diamonds\u201c nun zehn von Lane \u2013 teilweise in Kollaboration mit Homme, Gabe Simon und Alain Moschulski \u2013 geschriebene St\u00fccke.<\/p>\n<p>Homme stellte sein Pink Duck Studio im kalifornischen Burbank als Aufnahmeort zur Verf\u00fcgung und engagierte mit Alain Johannes, Dean Fertita und Michael Shuman seine Bandkollegen der Queens of the Stone Age. Mit von der Partie sind ebenso Matt Helders (Arctic Monkeys), Carla Azar (Autolux, Jack White) und Matthew Pynn (Dwight Yoakam, Miley Cyrus). Die deutlichsten soundtechnischen Spuren hinterl\u00e4sst Homme wohl auf dem Titeltrack. Insgesamt versuchte er Impulse in Richtung Rock\u2019n Roll zu setzen.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich sind auf der Scheibe einige frische, gradlinige roots-rockige Nummern vertreten. Die klassischen Riffs auf \u201eBorn Tough\u201c sowie die beiden Singles \u201eFirst High\u201c und \u201eBlack Widow\u201c sprechen da eine klare Sprache. Auch \u201eTry Harder\u201c hat einen rockigen Einschlag, obwohl Lane den Song etwas langsamer anlegt. Mit seinem eing\u00e4ngigen Refrain geht er direkt ins Ohr und z\u00e4hlt ebenfalls zu den Beitr\u00e4gen, bei denen die Qualit\u00e4t von Lanes Songwriting offenkundig ist.<\/p>\n<p>Wurde Lane fr\u00fcher als moderne Vertreterin des Outlaw-Country gehandelt, die auch eine Affinit\u00e4t zum Rock hat, stehen die Verbindungen zum Country auf \u201eDenim &amp; Diamonds\u201c nicht im Vordergrund. Zwar klingen diese gelegentlich an, wie bei \u201ePass It Down\u201c, aber lediglich mit \u201eGood Enough\u201c hat ein reines Country-St\u00fcck den Weg auf das Album gefunden. Die countryfizierten Titel z\u00e4hlen ebenso wie das etwas dramatisch geratene \u201eChimayo\u201c allerdings nicht zu meinen Favoriten.<\/p>\n<p>Die ruhigeren Songs sind eher dem Americana zuzuordnen. \u201eLive\/Love\u201c sticht durch die Mandoline heraus. Zudem punktet Lane hier erneut mit dem Refrain. Sie legt zudem mit \u201eFaded\u201c eine wunderbar gef\u00fchlvolle Ballade vor. In einem Vers des Songs spricht sie davon, dass ihr Zerst\u00f6rung im Blut liegt. Ob dies so ist, wei\u00df ich nat\u00fcrlich nicht, aber Erwartungen und Konventionen scheinen sie wenig zu st\u00f6ren. Lanes Lebensweg verlief jedenfalls nicht gradlinig. Sie rieb sich an der Religion, die in ihrem Elternhaus eine Rolle spielte, verlie\u00df fr\u00fch die Schule und versuchte sich als Designerin, bevor sie zur Musik fand.<\/p>\n<p>Wenn man sich Lanes Portrait auf dem Cover ansieht, mit dem neckischen H\u00fctchen, dem braven Pony auf der einen Seite und den knallroten Lippen, dem traurigen Blick der kalten blauen Augen auf der anderen Seite, dann l\u00e4sst sich eine gewisse Widerspr\u00fcchlichkeit nicht leugnen. Aber diese Widerspr\u00fcchlichkeiten machen Menschen interessant und sind wom\u00f6glich ein Antrieb daf\u00fcr, Kunst zu schaffen.<\/p>\n<p>In den Texten setzt sich Lane mit Widerst\u00e4nden in ihrer Jugend auseinander, die aber nicht nur schlecht war, wie sie sich bei \u201eFirst High\u201c erinnert. Wer w\u00fcnscht sich nicht selbst nochmal die gro\u00dfen Gef\u00fchle und Hoffnungen seiner Sturm-und-Drang-Zeit zur\u00fcck? Wenn man dann wie Lane an <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bruce+Springsteen\">Springsteen<\/a> \u2013 beziehungsweise die 501 \u2013 denkt, muss sie zumindest teilweise gl\u00fccklich gewesen sein.<\/p>\n<p>Nikki Lane widersetzte sich dem Zwang des Musikbusiness, in kurzen Abst\u00e4nden Material auf den Markt zu werfen. So lie\u00df sie sich f\u00fcnf Jahre f\u00fcr \u201eDenim &amp; Diamonds\u201c Zeit. Das Album bietet eine ausgewogene Mischung aus starken Rocksongs, gef\u00fchlvollen Balladen und einer Prise Country. Wenn man in Lanes Fall von einem Comeback sprechen will, dann ist es gelungen.<\/p>\n<p><strong>New West Records (2022)<br>\nStil: Rock\/Americana<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br>\n01. First High<br>\n02. Denim &amp; Diamonds<br>\n03. Faded<br>\n04. Born Tough<br>\n05. Try Harder<br>\n06. Good Enough<br>\n07. Live\/Love<br>\n08. Black Widow<br>\n09. Pass It Down<br>\n10. Chimayo<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nikkilane.com\/\">Nikki Lane<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/nikkilanemusic\">Nikki Lane bei Facebook<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.newwestrecords.com\/\">New West Records<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Nach \u201eHighway Queen\u201d (2017) versp\u00fcrte Nikki Lane erst mal keine Lust mehr, ein weiteres Album aufzunehmen. Stattdessen widmete sie sich Ihrem Vintage-Laden. 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