{"id":54809,"date":"2022-07-12T19:49:17","date_gmt":"2022-07-12T17:49:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=54809"},"modified":"2022-07-12T19:49:19","modified_gmt":"2022-07-12T17:49:19","slug":"arlo-mckinley-this-mess-were-in-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/07\/12\/arlo-mckinley-this-mess-were-in-cd-review\/","title":{"rendered":"Arlo McKinley \u2013 This Mess We\u2019re In \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/cover-Arlo-McKinley-This-Mess-We-re-In-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-54811\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/cover-Arlo-McKinley-This-Mess-We-re-In-300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/cover-Arlo-McKinley-This-Mess-We-re-In-300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/cover-Arlo-McKinley-This-Mess-We-re-In-300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/cover-Arlo-McKinley-This-Mess-We-re-In-300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Nach der Ver\u00f6ffentlichung von \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/08\/12\/arlo-mckinley-die-midwestern-cd-review\/\">Die Midwestern<\/a>\u201c (2020) stand Arlo McKinley in den Startl\u00f6chern, als Musiker durchzustarten und seine Karriere voranzutreiben. Eine gro\u00dfe internationale Tour war geplant, bevor ihn die Pandemie auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckholte. Damit nicht genug, kam es noch zu mehreren Todesf\u00e4llen in Familie und engem Freundeskreis. McKinley blickt also auf schwere Zeiten zur\u00fcck, einschlie\u00dflich Alkohol- und Drogensucht. Mit \u201eThis Mess We\u2019re In\u201c k\u00e4mpft er sich aus diesem finsteren Tal, bereit nach vorne zu blicken.<\/p>\n<p>Mit der Vorgeschichte und dem Titel d\u00fcrfte klar sein, in welche Richtung die elf Songs des Albums gehen. Es ist keine Partyscheibe geworden, sondern ein getragenes und introvertiertes Werk, das sich f\u00fcr ruhige Stunden anbietet. Der zweiundvierzigj\u00e4hrige McKinley gew\u00e4hrt dem H\u00f6rer einen Einblick in sein Innenleben und nimmt ihn mit auf eine Reise durch seine bisherigen Lebenserfahrungen. In diesen findet man seine eigenen durchaus in der einen oder anderen Hinsicht wieder, sodass man eine Beziehung zu den Songs aufbaut. Durch die reflexive Selbstbeobachtung in den Texten finden sich Parallelen zu BJ Barham, der mit American Aquarium unl\u00e4ngst \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/06\/09\/american-aquarium-chicamacomico-cd-review\/\">Cicamacomico<\/a>\u201c vorlegte. Neben diesem reiht sich \u201eThis Mess We\u2019re In\u201c nun als weiteres, diesj\u00e4hriges Referenzwerk ein, an dem sich andere Musiker in Sachen Authentizit\u00e4t messen lassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Bei der Produktion vertraute McKinley erneut Matt Ross-Spang (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jason+Isbell\">Jason Isbell<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Allman+Betts+Band\">The Allman Betts Band<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Charley+Crockett\">Charley Crockett<\/a>), der bereits \u201eDie Midwestern\u201c betreute. Wie auf dem vorangegangenen Album setzt McKinley bei den Arrangements seiner Songs auf eine vollst\u00e4ndige Bandbegleitung, diesmal durch orchestrale Streicher erg\u00e4nzt. Auf dem Titelst\u00fcck und auf \u201eI Wish I\u201c sind die Streicher besonders opulent vertreten, passen sich in der Kombination mit einem Klavier aber sehr gut in die melancholische Stimmung der Songs ein. McKinley findet so eine Alternative zur Steel Pedal, die sich h\u00e4ufiger als Untermalung im Americana findet.<\/p>\n<p>Bei anderen St\u00fccken \u00fcbernimmt eine akustische Gitarre die F\u00fchrungsrolle, so bei \u201eDancing Days\u201c oder beim Opener \u201eI Don\u2019t Mind\u201c, bei dem die Streicher sp\u00e4ter kr\u00e4ftig einsteigen. Elektrische Gitarren werden seltener ausgepackt, sorgen aber bei \u201eRushintherug\u201c f\u00fcr einige Akzente. Die Songs bewegen sich im unteren (\u201eStealing Dark From The Night Sky\u201c)<br>\nbis mittleren (\u201eBack Home\u201c) Tempobereich, unterscheiden sich jedoch aufgrund der Refrains, die oft einen hohen Wiedererkennungswert haben, sowie durch rhythmische Variationen (\u201eWhere You Want Me\u201c) voneinander. Die Spannweite reicht von leicht countryfizierten Balladen (\u201eCity Lights\u201c) bis zu fast hymnischen Beitr\u00e4gen (\u201eHere\u2019s To The Dying\u201c).<\/p>\n<p>Die Scheibe \u00fcberzeugt durch das ausgereifte Songwriting, das sich bei mehrmaligen Durchl\u00e4ufen immer mehr erschlie\u00dft, und die angenehme Klangfarbe von McKinleys Stimme. Das Album wirkt homogen, aber niemals langweilig. Das St\u00fcck, das sich direkt von den anderen abhebt ist \u201eTo Die For\u201c. Der rockigste Track auf dem Longplayer geht sofort ins Ohr und bekommt, wenn die Orgel einsetzt, eine gewaltige Wucht. Der mittig platzierte Song bildet so einen gelungenen Kontrast zu den anderen und schafft es sicher auf meine pers\u00f6nliche Bestenliste von 2022.<\/p>\n<p>\u201eThis Mess We\u2019re In\u201c besticht durch seine lyrischen Qualit\u00e4ten und seine mehrschichtigen Kompositionen. Arlo McKinley kleidet seine authentisch wirkende Auseinandersetzung mit seinen vergangenen Krisen in ruhige Songs und setzt dabei auf ausgiebige Streicherarrangements. W\u00e4hrend das Gesamtwerk nach wiederholten Durchl\u00e4ufen einen immer gr\u00f6\u00dferen Eindruck hinterl\u00e4sst, liefert McKinley mit \u201eTo Die For\u201c einen herausragenden Einzeltitel ab, der sich unmittelbar in die Geh\u00f6rg\u00e4nge einbrennt.<\/p>\n<p><strong>Oh Boy Records \u2013 Thirty Tigers\/Membran (2022)<br>\nStil: Americana<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br>\n01. I Don\u2019t Mind<br>\n02. City Lights<br>\n03. Back Home<br>\n04. Stealing Dark From The Night Sky<br>\n05. To Die For<br>\n06. Dancing Days<br>\n07. This Mess We\u2019re In<br>\n08. Rushintherug<br>\n09. Where You Want Me<br>\n10. Here\u2019s To The Dying<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.arlomckinley.com\/copy-of-home\/\">Arlo McKinley<\/a><br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ArloMcKinleyOfficial\/\">Arlo McKinley bei Facebook<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.thirtytigers.com\/\">Thirty Tigers<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Nach der Ver\u00f6ffentlichung von \u201eDie Midwestern\u201c (2020) stand Arlo McKinley in den Startl\u00f6chern, als Musiker durchzustarten und seine Karriere voranzutreiben. Eine gro\u00dfe internationale Tour war geplant, bevor ihn die Pandemie auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcckholte. Damit nicht genug, kam es noch zu mehreren Todesf\u00e4llen in Familie und engem Freundeskreis. 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