{"id":53900,"date":"2022-05-25T19:56:17","date_gmt":"2022-05-25T17:56:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=53900"},"modified":"2022-05-25T19:56:19","modified_gmt":"2022-05-25T17:56:19","slug":"steve-earle-the-dukes-jerry-jeff-digital-album-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2022\/05\/25\/steve-earle-the-dukes-jerry-jeff-digital-album-review\/","title":{"rendered":"Steve Earle &#038; The Dukes \u2013 Jerry Jeff \u2013 Digital Album-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/cover-Steve-Earle-The-Dukes-Jerry-Jeff-300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-53901\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/cover-Steve-Earle-The-Dukes-Jerry-Jeff-300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/cover-Steve-Earle-The-Dukes-Jerry-Jeff-300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/cover-Steve-Earle-The-Dukes-Jerry-Jeff-300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/cover-Steve-Earle-The-Dukes-Jerry-Jeff-300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Steve Earle, selbst schon l\u00e4ngst eine Ikone, w\u00fcrdigt mit seiner neuen Ver\u00f6ffentlichung Jerry Jeff Walker, einen Wegbereiter des Outlaw-Country. Inklusive \u201eJerry Jeff\u201c brachte Earle bislang vier Tribute-Alben heraus, die er verstorbenen Musikern widmete, die seinen Lebensweg pr\u00e4gten. Seine enge Verbindung zu diesen kommt dadurch zum Ausdruck, dass er die Longplayer stets mit deren Vornamen betitelt. Den Anfang machte \u201eTownes\u201c (2009) f\u00fcr Townes van Zandt. Zehn Jahre sp\u00e4ter folgte &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/03\/22\/steve-earle-the-dukes-guy-cd-review\/\">Guy<\/a>\u201c in Erinnerung an Guy Clark. Im vergangenen Jahr erschien &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/01\/02\/steve-earle-the-dukes-j-t-cd-review\/\">J. T.<\/a>&#8220; als Abschied von seinem Sohn Justin Townes Earle.<\/p>\n<p>Earle lernte noch vor seiner musikalischen Karriere Jerry Jeff Walker in Nashville kennen und arbeitete als dessen Fahrer. Er sieht in Walker seinen ersten Lehrmeister und erst sp\u00e4ter folgte die Freundschaft mit seinen Mentoren Van Zandt und Clark. \u201eJerry Jeff\u201c bildet daher den Abschluss seiner Verneigung vor seinen fr\u00fchen F\u00f6rderern. Anders als Van Zandt und Clark wird Walker oft nur mit einem Song in Verbindung gebracht: \u201eMr. Bojangles\u201c ist sein einziger gro\u00dfer und oft gecoverte Hit. Earle interpretiert diesen Titel ebenfalls, will mit dem Longplayer aber zugleich die Erinnerung an Walker als Songwriter wach halten, der mehr war als ein One-Hit-Wonder.<\/p>\n<p>An den Opener \u201eGettin\u2018 By\u201c, bei dem Earle den Text abwandelt und ihm so eine pers\u00f6nliche Wendung gibt, schlie\u00dft sich \u201eGypsy Songman\u201c, eine weitere flotte Country-Nummer an. Sp\u00e4ter schl\u00e4gt der Dancehall-Stampfer \u201eMakes Money (Money Don\u2019t Make Me)\u201c mit fideler Geige in eine \u00e4hnliche Kerbe. Dass in Earles eigenen Kompositionen Elemente von Walkers Musik einflossen, bleibt dabei unverkennbar. W\u00e4hrend \u201eCharlie Dunn\u201c noch klar im Country-Genre verhaftet ist, geht \u201eHill Country Lane\u201c in Richtung Americana. Neben diesen Midtempo-Songs finden sich ein paar langsame St\u00fccke (\u201eLittle Bird\u201c, \u201eMy Old Man\u201c) auf dem Longplayer.<\/p>\n<p>Besonders bemerkenswert sind die beiden letzten Titel des Albums. \u201eWheel\u201c ist eine gef\u00fchlvolle Americana-Ballade, auf der Earle ungewohnt sanft wirkt. Auch das funktioniert und der Funke springt \u00fcber. W\u00e4hrend sich Earle hier auf seine Dukes verlassen kann, die ihn souver\u00e4n bei den leiseren T\u00f6nen unterst\u00fctzen, verl\u00e4sst er sich bei \u201eOld Road\u201c ganz auf die Kraft seiner Stimme. Die Solo-Performance, lediglich mit Mundharmonika begleitet, verstr\u00f6mt Intensit\u00e4t pur. Bereits bei \u201eHeaven Ain\u2019t Goin\u2018 Nowhere\u201c, das &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/05\/19\/steve-earle-the-dukes-ghost-of-west-virginia-cd-review\/\">Ghost Of West Virginia<\/a>\u201c (2020) er\u00f6ffnet, ist ein \u00e4hnlich reduziertes, gospelnahes St\u00fcck zu finden.<\/p>\n<p>Mit \u201eJerry Jeff\u201c als posthume Hommage an Jerry Jeff Walker setzt Steve Earle mit seinen Dukes die Reihe von Tribute-Alben fort, mit der er seine pers\u00f6nliche Bindung zu den jeweiligen Musikern aufarbeitet. Wie bereits auf den vorangegangenen Werken sind Earles Versionen der Songs von einem tiefen Respekt vor den Originalen gepr\u00e4gt. Auch im Fall von Walker, dessen Musik im Country und Americana angesiedelt ist, tritt der Einfluss, den sie auf Earles eigene Kompositionen hatte, deutlich zutage. Earle ruft so eine Traditionslinie in Erinnerung, die er mit seinen eigenen Songs weiterf\u00fchrt und oftmals auch \u00fcberfl\u00fcgelt.<\/p>\n<p>Wie zuvor bei \u201eJ. T.\u201c sind digitale Ver\u00f6ffentlichung und die Herausgabe von LPs beziehungsweise CDs zeitlich auseinandergezogen. W\u00e4hrend damals diese Ver\u00f6ffentlichungspolitik noch einen symbolischen Sinn machte, da die digitale Version zum Geburtstag von Justin Townes Earle erschien, bleiben die Gr\u00fcnde dunkel, warum die Hardcopies von \u201eJerry Jeff\u201c erst im August erh\u00e4ltlich sind. Vielleicht h\u00e4ngt die vorgezogene digitale Publikation mit der ausgiebigen Tour zusammen, die f\u00fcr den Sommer durch die Vereinigten Staaten angek\u00fcndigt ist.<\/p>\n<p><strong> New West Records (2022)<br \/>Stil: Country, Americana<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>01. Gettin\u2019 By<br \/>02. Gypsy Songman<br \/>03. Little Bird<br \/>04. Makes Money (Money Don\u2019t Make Me)<br \/>05. Mr. Bojangles<br \/>06. Hill Country Rain<br \/>07. Charlie Dunn<br \/>08. My Old Man<br \/>09. Wheel<br \/>10. Old Road<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.steveearle.com\/ \">Steve Earle<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/SteveEarleMusic\">Steve Earle bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.newwestrecords.com\/\">New West Records<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Steve Earle, selbst schon l\u00e4ngst eine Ikone, w\u00fcrdigt mit seiner neuen Ver\u00f6ffentlichung Jerry Jeff Walker, einen Wegbereiter des Outlaw-Country. Inklusive \u201eJerry Jeff\u201c brachte Earle bislang vier Tribute-Alben heraus, die er verstorbenen Musikern widmete, die seinen Lebensweg pr\u00e4gten. 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