{"id":51533,"date":"2021-11-20T16:50:35","date_gmt":"2021-11-20T15:50:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=51533"},"modified":"2021-11-21T09:16:06","modified_gmt":"2021-11-21T08:16:06","slug":"red-beard-it-aint-been-easy-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/11\/20\/red-beard-it-aint-been-easy-cd-review\/","title":{"rendered":"Red Beard &#8211; It Ain&#8217;t Been Easy &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Red_300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-51534\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Red_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Red_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Red_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Red_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Wenn ich dar\u00fcber nachdenke, welche Bands aus Europa mir eigentlich am besten gefallen, komme ich um die von den Kanaren stammende Band Red Beard aus der Teenage Head Music-Familie nicht herum. Jetzt erst recht nicht, nachdem ich ihr sensationell starkes neues Album &#8222;It Ain&#8217;t Been Easy&#8220; zum x-ten Male durch den Player habe rauschen lassen.<\/p>\n<p>Der Grund, warum ich mit den meisten Acts von unserem Kontinent und speziell auch aus Deutschland, oft so meine Probleme habe, ist der einfach nicht amerikanisch klingende Gesang, der f\u00fcr mich eine entscheidende Rolle spielt, da er ja fast immer durchgehend zu h\u00f6ren ist.\u00a0 Und oft merkt man es einfach meilenweit gegen den Wind und auch an den meist im schulenglisch geschriebenen Texten.<\/p>\n<p>Nicht so bei Red Beard, die haben mit ihrem Mastermind Jaime Jim\u00e9nez Fleitas ein echtes Gesangsjuwel als Fronter und Allroundtalent (der zeichnet sich auch noch f\u00fcr die Gitarren sowie (HT-) Piano und klirrende Orgel, die es es nat\u00fcrlich ebenfalls zu Gen\u00fcge gibt, zudem als Songwriter und Produzent verantwortlich), der mich immer unterschwellig an keinen Geringeren als Donnie Van Zant erinnert.<\/p>\n<p>Dazu kommen noch mit Zaira Padr\u00f3n und Carla Vega zwei grandiose omnipr\u00e4sente Backgrounds\u00e4ngerinnen, die keinen Vergleich mit solchen Edel-R\u00f6hren wie u. a. Dale Krantz-Rossington, Bekka Bramlett, Joanna Cotten, etc. zu scheuen brauchen und den Songs so eine southern-typische, sexy-dreckige Tiefe beimischen. Drums und Bass werden von Jerem\u00edas Lobos und David Alvarado im Sinne des gro\u00dfen Ganzen vorbildlich und gekonnt bedient.<\/p>\n<p>Und auch ihre Musik, wie man schon beim Vorg\u00e4nger &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/12\/01\/red-beard-dakota-cd-review\/\">Dakota<\/a>&#8220; h\u00f6ren konnte, wirkt wie aus der guten alten Southern Rock-Schule, allerdings mit dem heutigen jungen Elan von amerikanischen Zunft-Kollegen wie <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Georgia+Thunderbolts\">The Georgia Thunderbolts<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Vegabonds\">The Vegabonds<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Them+Dirty+Roses\">Them Dirty Roses<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Steel+Woods\">The Steel Woods<\/a> &amp; Co.<\/p>\n<p>Nach gem\u00fctlichem Beginn mit dem melodischen Southern Roots-Schwofer &#8222;Fine &amp; Proud&#8220; nimmt das Werk mit dem leicht Stones-angehauchten &#8222;Bye, Bye Babe&#8220; Fahrt auf. Viele Tracks erinnern mich in ihrer Art an die Anf\u00e4nge von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=38+Special\">38 Special<\/a> zu Zeiten ihrer ersten beiden Alben. Typische Songs wie deren damalige &#8222;Long Time Gone&#8220;, &#8222;I&#8217;ve Been A Mover&#8220; oder &#8222;Who&#8217;s Been Messin'&#8220; kommen durch den Van Zantschen Unterton und die damalige Art der E-Gitarrenarbeit als unweigerliche Assoziationen auf.<\/p>\n<p>Aber auch das druckvolle Voranpreschen der Black Crowes zu ihren Deb\u00fctzeiten ist neben einigen <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd<\/a>&#8211; und ABB-typischen E-Soli (klasse hier Gidkly Rodriguez), teilweise auch mit klasse Slide und sch\u00f6nen Twin-Einlagen (zusammen mit Fleitas), ein durchlaufendes Stilelement.<\/p>\n<p>Es geht eigentlich ansonsten durchgehend recht rockig, aber immer sehr melodisch ab, auch die in den Strophen eher im Midtempobereich angesiedelten Tracks wie &#8222;Give It My Best&#8220;, &#8222;Three Little Birds&#8220; oder &#8222;Set Me Free&#8220; bekommen sp\u00e4testens mit dem Refrain ordentlich Power.<\/p>\n<p>Den kr\u00f6nenden Abschluss gibt es dann auch tats\u00e4chlich mit dem f\u00fcr mich immer besonders wichtigen Finalst\u00fcck (weil es oft aus meiner Sicht den bleibendsten Eindruck hinterl\u00e4sst), in diesem Fall &#8222;Might Be Heaven Or Might Be Hell&#8220;, das wie eine southern-rockige Abwandlung des durch Joe Cocker ber\u00fchmt gewordenen &#8222;With A Little Help From My Friends&#8220; r\u00fcberkommt. Ein toller hymnischer Refrain und dazu ein klasse Schrei (vielleicht nicht ganz so intensiv wie der trinkfreudige Brite damals) von Fleitas im Bridge, heulende E-Gitarren und Orgel, einfach herrlich.<\/p>\n<p>Angesichts des Titels &#8222;It Ain&#8217;t Been Easy&#8220; werden viele, inklusiv meiner Person, in diesen schlimmen Pandemie-Zeiten, ein leidvolles Lied davon singen k\u00f6nnen, wie schwer vieles zu ertragen war und immer noch ist. Red Beard zelebrieren allerdings mit diesem fantastischen Album hier eher im Gegenteil die Leichtigkeit des Southern Rock-Daseins.<\/p>\n<p>Man kann nur hoffen, dass aufgrund der hier im Lande immer noch vorherrschen Unvernunft vieler (impfunwilliger) Menschen, nicht wieder der Corona-Virus im Kulturbereich, staatlich verordnet, dazwischen gr\u00e4tscht und man diese tollen Lieder zum Beispiel am\u00a0 27.11.21 im Dortmunder Blue Notez und am 11.12.21 in der <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/12\/21\/red-beard-20-12-2018-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/\">Krefelder Kulturrampe<\/a>, im Rahmen der Red Beard-Europa-Tournee (gerne mit der G2-Regel) genie\u00dfen kann. Da ist Hingehen absolute Pflicht.<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2021)<br \/>Stil: Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>01. Fine &amp; Proud<br \/>02. Bye, Bye Babe<br \/>03. Southern Eyes<br \/>04. It Ain&#8217;t Been Easy<br \/>05. Fly High<br \/>06. Give It My Best<br \/>07. Three Little Birds<br \/>08. Set Me Free<br \/>09. Might Be Heaven Or Might Be Hell<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.theredbeardmusic.com\/\">Red Beard<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/TheRedBeardmusic\">Red Beard bei Facebook<\/a><br \/><a href=\"http:\/\/www.teenageheadmusic.com\/\">Teenage Head Music<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich dar\u00fcber nachdenke, welche Bands aus Europa mir eigentlich am besten gefallen, komme ich um die von den Kanaren stammende Band Red Beard aus der Teenage Head Music-Familie nicht herum. 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