{"id":49167,"date":"2021-08-20T15:24:39","date_gmt":"2021-08-20T13:24:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=49167"},"modified":"2022-05-18T18:31:50","modified_gmt":"2022-05-18T16:31:50","slug":"d-a-d-support-bonsai-kitten-15-08-2021-dubois-arena-essen-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/08\/20\/d-a-d-support-bonsai-kitten-15-08-2021-dubois-arena-essen-konzertbericht\/","title":{"rendered":"D-A-D \u2013 Support: Bonsai Kitten, 15.08.2021 , Dubois Arena, Essen \u2013 Konzertbericht"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DADHaupt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-49260\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DADHaupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DADHaupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DADHaupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/figure>\n\n\n<p>Weil sich Indoorveranstaltungen weiterhin problematisch gestalten, ergab sich f\u00fcr den Essener Hard Rock-Tempel Turock die M\u00f6glichkeit, einige Konzerte open air in der Dubois Arena in Essen-Borbeck zu veranstalten. Die urspr\u00fcnglich als Boxarena in den 50er-Jahren wie ein Amphitheater gebaute Location gab einen sch\u00f6nen \u00e4u\u00dferen Rahmen, wobei der einzige kleine Nachteil die B\u00fchne war, die ebenerdig ist, sodass die Zahl der Sitzm\u00f6glichkeiten im inneren Raum aufgrund von Sichtbeeintr\u00e4chtigungen nur sehr begrenzt war.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr war auf den relativ steilen R\u00e4ngen gen\u00fcgend Platz, um das Konzert zu verfolgen. P\u00fcnktlich um 19:00 Uhr betraten die aus Berlin kommenden Bonsai Kitten die B\u00fchne und legten direkt rockig los. Im Mittelpunkt standen die S\u00e4ngerin Tiger Lilly Marleen, die mit ihrer extrovertierten Art mit glitzernden Outfit schnell den Zugang zum Publikum fand und Gitarrist Andre \u201eWally\u201c Wahlh\u00e4user mit einigen rockenden Soli.<\/p>\n<p>Bassist Spoxx und Drummer Marc Reign sorgten f\u00fcr die n\u00f6tige Rhythmusgrundlage in dem etwa 40-min\u00fctigen Auftritt, in dem die Band zum Gro\u00dfteil Songs des aktuellen Albums \u201eLove And Let Die\u201c pr\u00e4sentierten. Zum Ende des D-A-D-Konzertes stand die ganze Band geduldig und gut gelaunt noch den Besuchern f\u00fcr Smalltalk, Fotos oder das Zeichnen von Fanartikeln zur Verf\u00fcgung. Sehr sympathisch und fanfreundlich war dabei beim Verkauf der Vinylalben der Hinweis, dass die f\u00fcrs Auge sch\u00f6nen, aber etwas teureren farbigen Vinyls in der Soundqualit\u00e4t schlechter w\u00e4ren, als die klassisch schwarze Pressung.<\/p>\n<p>Nach einer etwa 40 min\u00fctigen Umbaupause betraten dann die vier D\u00e4nen unter dem Applaus der Fans die B\u00fchne. Nach einer kurzen Begr\u00fc\u00dfung durch Fronter Jesper Binzer, in der er zum Ausdruck brachte, dass er froh sei, das erste Konzert im Ausland seit Beginn von Corona zu haben, legten D-A-D direkt los wie Danish Dynamite.<\/p>\n<p>Den relativ weiten Abstand von der B\u00fchne zum Publikumsbereich \u00fcberbr\u00fcckten die Binzer-Br\u00fcder immer wieder, indem sie die B\u00fchne verlie\u00dfen und direkt vor den Zuschauern spielten, was nat\u00fcrlich von den Fans dankbar aufgenommen wurde. Jesper Binzer trug eine, einer Paradeuniform \u00e4hnelnde, blaue Jacke mit gelben Ornaten und bildete so mit seiner Gibson Flying V einen optischen Blickfang und brachte mit seiner symphatischen Art und teilweise deutschen Ansagen direkt das Publikum hinter sich.<\/p>\n<p>Sein Bruder Jacob, ganz in schwarz gekleidet und seinem markanten Hut, gl\u00e4nzte mit vielen Soli und seiner fast schon stoischen Ruhe, mit welcher er seine verschiedenen Gitarren, meist eine Gibson Les Paul, bearbeitete. Stig Pedersen war wie so oft nat\u00fcrlich ein optisches Highlight. Eine enge rote Hose, Plateau-Stiefel, die in noch einmal um etwa 10 cm gr\u00f6\u00dfer machten, eine schwarze Jacke, die statt eines Kragens wild nach oben stehende Federn hatte und dazu nat\u00fcrlich die selbstgebauten zweiseitigen Tieft\u00f6ner, wobei er sich diesmal auf nur f\u00fcnf Varianten beschr\u00e4nkte.<\/p>\n<p>Wie so meist begann er mit dem Bass mit Plexiglascorpus, um nach einigen Songs auf den oberen Teil des hinteren Kotfl\u00fcgel eines Oldtimers mit R\u00fcckbeleuchtung zu wechseln. Sp\u00e4ter durfte dann noch der Bass, wo Korpus und Kopf der Gitarre vertauscht waren, bestaunt werden und zum Abschluss gab es den legend\u00e4ren Raketenbass, diesmal leider ohne pyrotechnische Effekte. Erstaunlich war, mit welcher Sicherheit sich Stig auf seinen Stiefeln auf der B\u00fchne bewegte und dabei nicht an Posen sparte.<\/p>\n<p>Laust Sonne, wie gewohnt mit einem Anzug, beackerte die Drums, welche er im sp\u00e4teren Verlauf trotz Aufforderung Jesper Binzers nicht zerst\u00f6rte.D-A-D gestalteten die Setlist so, dass nahezu alle Schaffensphasen der Band sich wieder fanden. Schon fr\u00fch im Programm wurden die Besucher mit \u201eJihad\u201c auf Betriebstemperatur gebracht und auch das wieder ins Programm aufgenommene \u201eHelpyourselfish\u201c begeisterte die Anwesenden. Passend dazu trug Pedersen einen Gitarrengurt mit den legend\u00e4ren Fischgr\u00e4ten, welche aus dem D-A-D Emblem, dem B\u00fcffelkopf, gebildet ist.<\/p>\n<p>Das bluesige \u201eA Prayer For The Loud\u201c vom gleichnamigen aktuellen Album zeigte, dass D-A-D auch dieses Genre beherrscht, wobei Jesper Binzer dies optisch fast wie ein Gebet zelebrierte. Danach gab sich ein Klassiker nach dem anderen die Hand und sorgte daf\u00fcr, dass die Stimmung nicht abflaute. Ob \u201eRiding With Sue\u201c oder das psychedelische \u201eMonster Philosophy\u201c und die den Hauptteil abschlie\u00dfenden hardrockenden Nummern \u201eRim Of Hell\u201c, &#8222;Bad Craziness\u201c und \u201eEvil Twin\u201c: Alle zeigten, warum D-A-D seit Jahrzehnten eine treue Fangemeinde haben, denen manchmal auch eine Anfahrt von \u00fcber 600 km nicht zu weit ist.<\/p>\n<p>Nach lautstarken Zugabeforderungen lie\u00dfen die vier D\u00e4nen die Fans nicht lange warten und legten noch drei furiose Zugaben nach, wobei, wie nicht anders zu erwarten, der &#8218;motherfuckende&#8216; Tag danach (\u201eSleeping My Day Away\u201c) und das abschlie\u00dfende \u201eIt&#8217;s After Dark\u201c den kr\u00f6nenden Abschluss bildeten. Bei \u201eSleeping My Day Away\u201c konnte Jesper Binzer noch einmal mit famosen Gitarreneinlagen gl\u00e4nzen und bei \u201eIt`s After Dark\u201c zeigt Stig Pedersen, dass er auch gesanglich einiges zu bieten hat. Beide verabschiedeten sich im passenden dunkelblauen Licht sich dann abwechselnd vom Publikum.<\/p>\n<p>Es gab danach noch einige weitere Zugabeforderungen, aber jedem m\u00fcsste klar sein, dass nach \u201eIt&#8217;s After Dark\u201c nichts mehr kommen kann und darf. Dieser Song ist schon gleich einem Ritual der Abgesang auf jedem Konzert von D-A-D, und das darf nach etwa 100 Minuten Vollgas auch so sein!<\/p>\n<p>Manch einer wartete vergeblich auf \u201eLaugh And A Half\u201c oder \u201eGrow Or Pay\u201c oder \u201eI Won`t Cut My Hair\u201c und was da noch alles h\u00e4tte kommen k\u00f6nnen. Aber ist es nicht viel sch\u00f6ner, wenn nicht immer dieselben Songs gespielt werden, sondern innerhalb des Repertoires mal getauscht wird, sodass nicht, wie bei einigen Bands, \u00fcber Jahrzehnte praktisch das gleiche Konzert gespielt wird.<\/p>\n<p>Fazit: Der Liebe Gott hatte vermutlich das Gebet zum Lautsein zu Beginn des Konzertes erh\u00f6rt und daf\u00fcr gesorgt, dass das Wetter bis nach dem Konzert sommerlich warm geblieben ist, und ich die ersten Regentropfen erst auf der Windschutzscheibe hatte, als ich das Stadtgebiet von Essen verlassen hatte. <\/p>\n<p>So ergab sich f\u00fcr die Fans ein rundum gelungener Konzertabend, in einer netten Location, in der auch f\u00fcr das leibliche Wohl gesorgt wurde, mit zwei Bands, die einfach Bock machen und selbst auch Freude haben, ihre Songs pr\u00e4sentieren zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Ein besonderer Dank gilt neben den Musikern und den Technikern f\u00fcr Sound und Licht dem Team des Turock f\u00fcr den reibungslosen und entspannten Ablauf, sowie Dragon Productions, hier besonders an J\u00f6rg D\u00fcsedau, f\u00fcr die wie immer problemlose Korrespondenz vor dem Konzert bez\u00fcglich einer Fotoerlaubnis, aber auch w\u00e4hrend des ganzen Abends (in dem Sinne Moin nach Hamburg, bis zum n\u00e4chsten Mal).<\/p>\n<p>Line-up D-A-D:<br>Jesper Binzer \u2013 lead vocals, guitar<br>Jacob Binzer \u2013 guitars, vocals<br>Stig Pedersen \u2013 bass, vocals<br>Laust Sonne \u2013 drums, vocals<\/p>\n<p>Line-up: Bonsai Kitten<br>Tiger Lilly Marleen \u2013 lead vocals<br>Andre \u201eWally\u201c Wahlh\u00e4user \u2013 guitars, vocals<br>Spoxx \u2013 bass, vocals<br>Marc Reign &#8211; drums<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.d-a-d.dk\">D-A-D<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/d.landafterdark\/\">D-A-D bei Facebook<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.bonsai-kitten.de\">Bonsai Kitten<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/BonsaiKittenBand\/\">Bonsai Kitten bei Facebook<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.turock.de\">Turock, Essen<\/a><br><a href=\"http:\/\/www.dragon-productions.eu\">DRAGON Productions<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weil sich Indoorveranstaltungen weiterhin problematisch gestalten, ergab sich f\u00fcr den Essener Hard Rock-Tempel Turock die M\u00f6glichkeit, einige Konzerte open air in der Dubois Arena in Essen-Borbeck zu veranstalten. 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