{"id":47544,"date":"2021-05-02T11:12:33","date_gmt":"2021-05-02T09:12:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=47544"},"modified":"2021-05-02T11:23:04","modified_gmt":"2021-05-02T09:23:04","slug":"neil-young-young-shakespeare-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/05\/02\/neil-young-young-shakespeare-cd-review\/","title":{"rendered":"Neil Young  \u2013 Young Shakespeare \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-47545\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/cover-Neil-Young-Young-Shakespeare-300x298.jpg\" alt=\"cover Neil Young - Young Shakespeare\" width=\"300\" height=\"298\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/cover-Neil-Young-Young-Shakespeare-300x298.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/cover-Neil-Young-Young-Shakespeare-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/cover-Neil-Young-Young-Shakespeare-768x764.jpg 768w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/cover-Neil-Young-Young-Shakespeare-1024x1019.jpg 1024w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/cover-Neil-Young-Young-Shakespeare-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/cover-Neil-Young-Young-Shakespeare-100x100.jpg 100w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/cover-Neil-Young-Young-Shakespeare.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Gernot Mangold<\/p>\n<p>Neil Young hat mal wieder in seinem Archiv gekramt und den Mitschnitt eines Solo-Akustik-Konzertes gefunden. Historisch ist der Livemitschnitt aus dem Shakespeare Theater in Stratfort, Connecticut, etwas besonderes. Er entstand wenige Monate nach der Ver\u00f6ffentlichung des wegweisenden Erfolgsalbums \u201eAfter The Goldrush\u201c,\u00a0das Young zur Folkikone machte. Young spielte neben St\u00fccken des aktuellen Albums und Fr\u00fchwerken einige Songs,\u00a0die erst knapp ein Jahr sp\u00e4ter auf dem Megaseller \u201eHarvest\u201c ver\u00f6ffentlicht werden sollten.<\/p>\n<p>Die intime Atmosph\u00e4re des Konzertes wird auch dadurch deutlich, dass im Mitschnitt nicht die Ansagen zwischen den Songs weggeschnitten wurden, sondern einen recht redeseligen Neil Young zeigen, was nicht immer der Fall war.<\/p>\n<p>Die instrumental bis auf ein Minimum reduzierten St\u00fccke zeigen die F\u00e4higkeiten Youngs im Songwriting und die Soundqualit\u00e4t l\u00e4sst wenig zu w\u00fcnschen \u00fcbrig, da die analogen B\u00e4nder,\u00a0die digital aufgearbeitet worden sind, auch f\u00fcr einen geplanten Musikfilm gemacht worden sind.<\/p>\n<p>Die Songauswahl zeigt den damaligen musikalischen Stand Neil Youngs, wo Material von CSN&amp;Y und mit Crazy Horse im Mittelpunkt steht. Dass mit \u201eDance Dance Dance\u201c sogar ein von Crazy Horse herausgebrachtes St\u00fcck gespielt wurde, zeigt seine schon damals bestehende Verbundenheit mit seiner Begleitband,\u00a0die ihn fast seine ganze Karriere begleitete.<\/p>\n<p>Das\u00a0Livewerk lebt neben der Atmosph\u00e4re,\u00a0die zuweilen zum besinnlichen Tr\u00e4umen einl\u00e4dt, von den Emotionen der St\u00fccke, in denen Young auch zur Protestikone der damaligen Zeit aufstieg, den er\u00a0im Prinzip bis heute nicht verlassen sollte.<\/p>\n<p>Das eindringliche klagende \u201eOhio\u201c nimmt den Zuh\u00f6rer in seinen Bann und kann auch textlich heute noch als aktuell gesehen werden, es m\u00fcssten nur einige Namen ausgetauscht werden (was ich dann selbst bei einem sp\u00e4teren Neil Young- Konzert mal erleben durfte).<\/p>\n<p>Das emotionalste\u00a0St\u00fcck ist das ein Jahr sp\u00e4ter auf \u201eHarvest\u201c ver\u00f6ffentlichte \u201eThe Needle And The Demaged Done\u201c, in dem er den Weg von K\u00fcnstlern beschreibt, die ein Opfer der Heroinsucht wurden. Namentlich wurde Danny Whitten, der Gitarrist von Crazy Horse nicht benannt, aber etwa ein Jahr sp\u00e4ter musste dieser wegen seiner Sucht die Band verlassen und starb wenig sp\u00e4ter an einem Mix aus Drogen und Medikamenten. So wie Young den Song spielte, kann der Zuh\u00f6rer das Gef\u00fchl bekommen, dass sich Young, in der Ahnung was passieren w\u00fcrde, schon zu dem Zeitpunkt von seinem damaligen Freund verabschiedet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Gelungen ist auch, wie Neil Young die erst sp\u00e4ter ver\u00f6ffentlichten\u00a0Tracks \u201eA Man Needs A Maid\u201c und \u201eHeart Of Gold\u201c tr\u00e4umerisch miteinander thematisch verschmelzen l\u00e4sst und zeigt, dass sich\u00a0Letztgenanntes\u00a0auch gut auf dem Piano begleiten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Das Album ist f\u00fcr Neil Young-Fans fast schon als Pflicht anzusehen, da es einen guten \u00dcberblick \u00fcber eine fr\u00fche Phase des K\u00fcnstlers gibt und es sch\u00f6ne akustische Versionen von St\u00fccken wie \u201eDown By The River\u201c oder &#8222;Cowgirl In The Sand\u201c beinhaltet, die auf diesen schon eine gewisse H\u00e4rte aufweisen, und erahnen lie\u00dfen, in welche Richtung sich Neil Young sp\u00e4ter insbesondere mit Crazy Horse entwickeln sollte.<\/p>\n<p>F\u00fcr Freunde der akustischen Musik oder des Folkrocks ist das Album ebenfalls lohnend, da es auch eine Art \u201eGreatest Hits\u201c, live eingespielt darstellt und\u00a0das durch\u00a0seine Zeitlosigkeit immer noch aktuell ist.<\/p>\n<p>Band:<br \/>\nNeil Young: Vocals &amp; Guitar, Piano<\/p>\n<p><strong>Reprise Records\/Warner Music (2021)<br \/>\nStil: Folk<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. Tell Me Why<br \/>\n02. Old Man<br \/>\n03. The Needle And The Demage Done<br \/>\n04. Ohio<br \/>\n05. Dance Dance Dance<br \/>\n06. Cowgirl In The Sand<br \/>\n07. A Man Needs A Maid \/ Heart Of Gold<br \/>\n08. Journey Through The Past<br \/>\n09. Don&#8217;t Let It Bring Down<br \/>\n10. Helpless<br \/>\n11. Down By The River<br \/>\n12. Sugar Mountain<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Gernot Mangold Neil Young hat mal wieder in seinem Archiv gekramt und den Mitschnitt eines Solo-Akustik-Konzertes gefunden. Historisch ist der Livemitschnitt aus dem Shakespeare Theater in Stratfort, Connecticut, etwas besonderes. Er entstand wenige Monate nach der Ver\u00f6ffentlichung des wegweisenden Erfolgsalbums \u201eAfter The Goldrush\u201c,\u00a0das Young zur Folkikone machte. 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