{"id":47236,"date":"2021-03-20T10:49:53","date_gmt":"2021-03-20T09:49:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=47236"},"modified":"2021-03-20T10:49:53","modified_gmt":"2021-03-20T09:49:53","slug":"ryan-adams-wednesdays-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2021\/03\/20\/ryan-adams-wednesdays-cd-review\/","title":{"rendered":"Ryan Adams \u2013 Wednesdays \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-47237\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Ryan-Adams-Wednesdays-Albumcover-300-1.jpg\" alt=\"Ryan Adams Wednesdays Albumcover 300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Ryan-Adams-Wednesdays-Albumcover-300-1.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Ryan-Adams-Wednesdays-Albumcover-300-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Ryan-Adams-Wednesdays-Albumcover-300-1-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Ryan-Adams-Wednesdays-Albumcover-300-1-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Die ersten Lorbeeren verdiente sich Ryan Adams als Frontmann von Whiskeytown. Seit der Jahrtausendwende startete er eine Solokarriere, phasenweise unterst\u00fctzt von seiner Begleitband The Cardinals. \u00c4u\u00dferst produktiv brachte er in den letzten zwanzig Jahren siebzehn Alben heraus. Damit nicht genug nahm er zudem auf dem Produzentenstuhl f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Willie+Nelson\">Willie Nelson<\/a> und Jesse Malin Platz. Quasi nebenher ver\u00f6ffentlichte er Gedichte und Kurzgeschichten. An seinem Deb\u00fctroman arbeitet er zurzeit.<\/p>\n<p>Ryan Adams genie\u00dft einen au\u00dferordentlichen Ruf als Songschreiber. Sein k\u00fcnstlerisches Schaffen ist vielf\u00e4ltig und als Musiker l\u00e4sst er sich nicht auf eine Musikrichtung festlegen. Seine Bandbreite umfasst eine Palette zwischen den Eckpunkten Rock und Alternative Country. Das Grammy-nominierte \u201eGold\u201c (2001), \u201eRock n Roll\u201c (2003) und das etwas schw\u00e4chere \u201eLove Is Hell\u201c (2004), auf dem sich allerdings ein sch\u00f6nes Cover von \u201eWonderwall\u201c (Oasis) befindet, stehen ebenso in meinem CD-Regal, wie das mit The Cardinals eingespielte \u201eJacksonville City Nights\u201c (2005). Danach tut sich eine L\u00fccke auf und ich habe seine Karriere nicht weiter verfolgt, bis mich ein Freund auf das Vorg\u00e4ngeralbum von \u201eWednesdays\u201c aufmerksam machte. Das kraftvolle \u201ePrisoner\u201c (2017) r\u00fcckte Adams wieder in meinen Wahrnehmungshorizont.<\/p>\n<p>Eine f\u00fcr ihn ungew\u00f6hnlich lange Zeit h\u00f6rte man nach \u201ePrisoner\u201c nichts von ihm. Konfrontiert mit gesundheitlichen Problemen und Missbrauchsvorw\u00fcrfen, zog sich Adams zur\u00fcck und konzentrierte sich auf seine Wurzeln als Singer\/Songwriter. In den vergangenen drei Jahren entwarf er wohl genug Material f\u00fcr drei Alben, die er als Trilogie herausgeben m\u00f6chte. Den Auftakt dazu stellt \u201eWednesdays\u201c dar. Als Mitproduzenten konnte Adams keinen geringeren als Don Was gewinnen, der neben den Rolling Stones oder Bob Dylan auch etliche Musiker unterst\u00fctzte, die bei SoS gerne besprochen werden (u. a. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bob+Seger\">Bob Seger<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Gregg+Allman\">Gregg Allman<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lucinda+Williams\">Lucinda Williams<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Garth+Brooks\">Garth Brooks<\/a>).<\/p>\n<p>Auf der CD pr\u00e4sentiert sich Adams von einer Singer\/Songwriter-Seite, wie ich sie von ihm noch nicht geh\u00f6rt habe. Bei den meisten St\u00fccken steht die akustische Gitarre als Begleitung im Fokus. Vor allem mit dem reduziert instrumentalisierten \u201ePoison &amp; Pain\u201d bewegt sich Adams auf Augenh\u00f6he mit den Klassikern der Folktradition. Er umschifft die Gefahr der Eint\u00f6nigkeit, die Folkalben anhaftet, indem er die M\u00f6glichkeiten der akustischen Gitarre auslotet und dezente Variationen in der weiteren Begleitung einsetzt. So ist bei \u201eSo, Anyways\u201c eine langgezogene Mundharmonika zu h\u00f6ren oder bei dem klagenden \u201eMamma\u201c ein intensiver Harmoniegesang.<\/p>\n<p>Eine breitere Instrumentalisierung weist die erste Single \u201eI\u2019m Sorry And I Love You\u201c auf, mit der der Longplayer einsteigt, sowie das eine besondere Dynamik entwickelnde \u201eWhen You Cross Over\u201c. Das mittig platzierte \u201eBirmingham\u201d bringt mit dem kr\u00e4ftigen, fast schon rockigen Schlagzeug, eine willkommene Abwechslung zwischen die ansonsten langsamen Songs.<\/p>\n<p>Insgesamt durchzieht das Album eine getragene Stimmung, die mit den wehm\u00fctigen, aber nicht romantisch verkl\u00e4renden Texten korrespondiert. Der Titel des Abschlussst\u00fcck \u201eDreaming You Backwards\u201d ist f\u00fcr die inhaltliche Ausrichtung der Songs charakteristisch, die meist um schmerzvolle Erinnerungen und vergangene Liebesgeschichten kreisen. Bei dem Track sitzt Adams am Klavier. Mit elektrischer Gitarre, Percussion und einem Background, der einen Anflug von Gospel vermittelt, kr\u00f6nt Adams das Ende seines Werks.<\/p>\n<p>Ryan Adams zeigt sich auf \u201eWednesdays\u201c einmal mehr als kreativer Kopf. \u00dcber weite Teile des Albums erfindet er sich als Folks\u00e4nger neu. Dabei verfolgt er keine puristische Linie, sondern lotet Genregrenzen aus und f\u00fchrt seine Songs zu einer atmosph\u00e4risch stimmigen Einheit zusammen.<\/p>\n<p><strong>Pax-Americana\/Roughtrade (2021)<br \/>\nStil: Folk, Americana<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n1. I\u2019m Sorry And I Love You<br \/>\n2. Who Is Going To Love Me Now, If Not You<br \/>\n3. When You Cross Over<br \/>\n4. Walk In The Dark<br \/>\n5. Poison &amp; Pain<br \/>\n6. Wednesdays<br \/>\n7. Birmingham<br \/>\n8. So, Anyways<br \/>\n9. Mamma<br \/>\n10. Lost In Time<br \/>\n11. Dreaming You Backwards<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/ryanadamsofficial.com\">Ryan Adams<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/ryanadams\/\">Ryan Adams bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.roughtrade.de\/\">Rough Trade<\/a><br \/>\n<a href=\"www.another-dimension.net\">Another Dimension PR Agentur<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Die ersten Lorbeeren verdiente sich Ryan Adams als Frontmann von Whiskeytown. Seit der Jahrtausendwende startete er eine Solokarriere, phasenweise unterst\u00fctzt von seiner Begleitband The Cardinals. \u00c4u\u00dferst produktiv brachte er in den letzten zwanzig Jahren siebzehn Alben heraus. 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