{"id":45034,"date":"2020-08-30T14:29:21","date_gmt":"2020-08-30T12:29:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=45034"},"modified":"2020-08-30T14:30:08","modified_gmt":"2020-08-30T12:30:08","slug":"eamonn-mccormack-28-08-2020-kantine-biergarten-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/08\/30\/eamonn-mccormack-28-08-2020-kantine-biergarten-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Eamonn McCormack \u2013 28.08.2020, Kantine-Biergarten, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-45036 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/MC_Haupt.jpg\" alt=\"MC_Haupt\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/MC_Haupt.jpg 800w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/MC_Haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/MC_Haupt-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Konzerte\u00a0in Corona-Zeiten zu veranstalten, bedeutet f\u00fcr alle Beteiligten, vom Veranstalter, \u00fcber die K\u00fcnstler, bis hin zu den Besuchern, dass man sich an bestehende Regelungen h\u00e4lt muss, dass diese zumindest im derzeit m\u00f6glichen Rahmen stattfinden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Markus Neu und seinem Team von der Kantine\u00a0haben es geschafft, bereits diverse Open Air-Konzerte im dortigen, weitl\u00e4ufigen Biergarten, durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>An diesem Abend machte Eamonn McCormack, der zurzeit eigentlich nur eine Solo-Akustik-Tour macht, in der Kantine Halt. Zum Gl\u00fcck gelang es Marcus Neu weit im Vorfeld, den mittlerweile in Hessen lebenden Iren McCormack davon zu \u00fcberzeugen, in K\u00f6ln mit Band aufzutreten, da die B\u00fchne und die Location unter Ber\u00fccksichtigung aller Auflagen dies m\u00f6glich macht.<\/p>\n<p>So stie\u00dfen an diesem Abend mit Edgar Karg am Bass, der aus Bielefeld anreiste und Max Jung-Poppe an den Drums, der den Weg aus Gie\u00dfen gefunden hatte, und am selben Abend wieder zu seiner hochschwangeren Frau zur\u00fcckfuhr, hinzu.<\/p>\n<p>Es\u00a0entwickelte sich im Verlauf ein ganz besonderer Abend f\u00fcr die etwa 80 Besucher. Erstmals\u00a0stellte Eamonn mit seiner Band das im Winter eingespielte und im Fr\u00fchjahr ver\u00f6ffentlichte Album \u201eStoryteller\u201c live vor. Es handelte sich somit praktisch um ein versp\u00e4tetes Release-Konzert und das ohne Eintrittspreis, sondern nur mit umhergehendem Hut in der Pause zwischen den zwei Sets, in denen fast das komplette\u00a0Werk pr\u00e4sentiert wurde.<\/p>\n<p>Kurz vor acht Uhr betrat Marcus mit dem besagten Hut auf dem Kopf die B\u00fchne, gab ein paar Anekdoten zu fr\u00fcheren Auftritten Eamonns im Yardclub zum Besten, erkl\u00e4rte noch ein paar Regeln, auch wie man sich beim angesagten Regen verhalten solle, um Corona-konform zu bleiben, was zum Gl\u00fcck aber ausblieb. Der Wettergott war mit der Band und den Besuchern und bis auf einige Tropfen, blieb es trocken.<\/p>\n<p>\u201eFrom Town To Town\u201c vom 2017er Album \u201eLike There&#8217;s No Tomorrow\u201c war ein gut gew\u00e4hlter Opener in dem er direkt einen Song vorlegte, bei dem klar erkennbar war, wessen Geistes Kind Eamonn ist. Blues Rock im Stile seines Vorbildes Rory Gallagher war hier direkt pr\u00e4sent.<\/p>\n<p>Mit dem rockigen \u201eGypsy Woman\u201c und dem anklagenden bluesigen \u201eHelp Me Understand\u201c folgten die ersten St\u00fccke des aktuellen Albums, welche gut beim Publikum ankamen. Dies war bei den weitgehend bluesaffinen Besuchern auch nicht zu erwarten, da es das Album in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern in den Bluescharts bis zur Nummer 1 geschafft hatte, was der sympathische McCormack in einer Ansage zu einem der Songs nicht ohne Stolz erw\u00e4hnte.<\/p>\n<p>Nach \u201eHeal My Faith\u201c vom gleichnamigen Album von 2012 spielte die Band ein Rock&#8217;n&#8217;Roll-Medley, in welchem er einige Songpassagen ab\u00e4nderte und den Corona-Virus aufforderte, endlich zu verschwinden.<\/p>\n<p>Nach dem Medley, wurden mit \u201eWith No Way Out\u201c, einem fast zornig vorgetragenen Bluessong und \u201eCowboy Blues\u201c wieder zwei neue\u00a0Lieder vorgestellt. Im letzteren lie\u00df er Country und Blues ein klein wenig verschmelzen, um letztendlich doch bei seiner Leidenschaft, dem Blues zu landen.<br \/>\nNach \u201eA Night In The Life Of An Old Blues Singer\u201c und dem Gallagher-gepr\u00e4gten \u201eThat&#8217;s Rock&#8217;n&#8217;Roll\u201c beendete Eamonn mit Band den verdienterma\u00dfen mit viel Applaus bedachten ersten Set.<\/p>\n<p>In der Pause, stand er am Merchandising-Stand bereit, um CDs zu verkaufen und zu signieren, aber auch um Gespr\u00e4che mit den Fans zu f\u00fchren. Dabei zeigten sich alle diszipliniert und zogen wie es sich in der derzeitigen Situation geh\u00f6rt, den Mund\/Nasenschutz auf. Die Geduld, die Eamonn McCormack bei diesen Gespr\u00e4chen an den Tag legte sorgten daf\u00fcr, dass Marcus Neu schon leicht nerv\u00f6s wurde und freundlich und charmant darum bat, nach der Show\u00a0die Verkaufsaktivit\u00e4ten weiterzuf\u00fchren, da es sonst zu sp\u00e4t mit Set 2 w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Gesagt, getan, die Band betrat die B\u00fchne und legte direkt zu Beginn des zweiten Sets f\u00fcr mich einen der H\u00f6hepunkte des Konzertes hin. Bei \u201eThe Great Famine\u201c besang Eamonn gef\u00fchlvoll, manchmal fragend, warum es in seiner Heimat Irland im 18. Jahrhundert zu einer gro\u00dfen Hungerkatastrophe kam,\u00a0die nicht nur f\u00fcr viele Tote sorgte, sondern auch zu einer Flucht aus dem Land, insbesondere auch nach Amerika f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Freundlich, wie er ist, fragte er dann, ob er denn ein Liebeslied spielen d\u00fcrfe. Zugegeben, eine rhetorische Frage auf die es nur die Antwort ja geben konnte. Im gef\u00fchlvollen ruhigen \u201eEvery Note I Play\u201c besang er zum einen den Alltag im Hotelzimmer auf einer Tour aber auch wie er bei jeder Note,\u00a0die er spielt, an seine Frau denkt.<\/p>\n<p>Nach dem rockigen \u201eWhen You Cross The Line\u201c ging die Pr\u00e4sentation der neuen Songs weiter. In \u201cCold Cold Heart\u201c und \u201eSouth Dakota Bound\u201c lie\u00df er ein wenig Boogie und Southern Flair einflie\u00dfen, besondere Akzente setzte er, wie in allen St\u00fccken, mit eingestreuten und zum Teil ausufernden Soli.<\/p>\n<p>Nach dem \u00e4lteren\u00a0\u201eLousy Day\u201c wurde es noch einmal\u00a0bed\u00e4chtig und Eamonn brachte die Zuh\u00f6rer mit \u201eIn A Dream\u201c sprichw\u00f6rtlich zum Tr\u00e4umen. Dies war aber nur die Ruhe vor dem Sturm. Mit dem rockenden \u201eMake My Move\u201c, w\u00e4ren die Besucher\u00a0normalerweise\u00a0in Bewegung versetzt worden, wenn Sie sich nicht an die bestehenden Regeln zu\u00a0 halten h\u00e4tten gemusst und es wurde das Finale-Furioso eingel\u00e4utet, welches mit dem Gallagher Klassiker \u201eShadow Play\u201c einen w\u00fcrdigen Abschluss hatte.<\/p>\n<p>Animiert durch lautstarke Zugabe Forderungen lie\u00dfen sich die Drei nicht lange bitten und legten mit \u201eMoving On\u201c und \u201eJohnny Be Good\u201c noch zwei w\u00fcrdige Zugaben nach, um nach etwa zwei Stunden Spielzeit ein restlos zufriedenes bis begeistertes Publikum zur\u00fcckzulassen. Im Anschluss stand man dann noch f\u00fcr das hier kostenlose Meet and Greet bereit.<\/p>\n<p>In den Gespr\u00e4chen war immer wieder herauszuh\u00f6ren, wie McCormack begeistern konnte, aber auch, wie seine beiden jungen Mitstreiter ein wichtiger Bestandteil dieses gelungenen Abends waren. Die beiden studierten Musiker, Max Jung-Poppe, am Schlagzeug und Edgar Karg am Bass trafen jeden Ton und gaben mit ihrer starken Rhythmusarbeit Eamonn McCormack letztendlich die Grundlage, seine St\u00e4rken als Gitarrist auszuleben.<\/p>\n<p>Keiner der Beteiligten wird bereut haben, den Weg in die Kantine gefunden zu haben. Damit schlie\u00dfe ich auch die drei Musiker ein, denen anzusehen war, mit welcher Freude sie endlich mal wieder ihre Musik live pr\u00e4sentieren konnten. Ein besonderer Dank auch an Marcus Neu und die Mitarbeiter in der Kantine, die mit ihrer freundlichen Art, den Rahmen f\u00fcr diesen Blues Rock-Abend legten.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nEamonn McCormack (lead vocals, electric guitars)<br \/>\nEddy Karg (bass)<br \/>\nMax Jung-Poppe (drums)<\/p>\n<p>Text und Bilder: Gernot Mangold<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.eamonnmccormack.net\/\">Eamonn McCormack<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/EamonnMcCormackMusic\/\">Eamonn McCormack bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kantine.com\">Kantine, K\u00f6ln<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konzerte\u00a0in Corona-Zeiten zu veranstalten, bedeutet f\u00fcr alle Beteiligten, vom Veranstalter, \u00fcber die K\u00fcnstler, bis hin zu den Besuchern, dass man sich an bestehende Regelungen h\u00e4lt muss, dass diese zumindest im derzeit m\u00f6glichen Rahmen stattfinden k\u00f6nnen. 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