{"id":43186,"date":"2020-04-22T17:37:25","date_gmt":"2020-04-22T15:37:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=43186"},"modified":"2020-04-22T17:37:25","modified_gmt":"2020-04-22T15:37:25","slug":"lucinda-williams-good-souls-better-angels-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2020\/04\/22\/lucinda-williams-good-souls-better-angels-cd-review\/","title":{"rendered":"Lucinda Williams \u2013 Good Souls Better Angels \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-43188\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Luwi_300.jpg\" alt=\"Luwi_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Luwi_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Luwi_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Luwi_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Luwi_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Die Grande Dame der Americana- und Country-Music Lucinda Williams legt mit \u201eGood Souls Better Angels\u201d ein Album vor, das Kritiker lieben werden, bei dem jedoch fraglich ist, ob es Anklang beim breiten Publikum findet. Mit diesem Ph\u00e4nomen hatte Williams bereits in der Anfangszeit ihres musikalischen Schaffens zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Vor \u00fcber vierzig Jahren ver\u00f6ffentlichte sie ihren ersten Longplayer, einen kommerziellen Durchbruch erzielte sie aber erst zwei Dekaden sp\u00e4ter mit \u201eCar Wheels On A Gravel Road\u201c (1998). Auf die Musikerin bin ich erstmals durch ihr Duett mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Steve+Earle+%26+The+Dukes\">Steve Earle<\/a> \u201eYou\u2019re Still Standing There&#8220; aufmerksam geworden, das sich auf seiner CD \u201eI Feel Alright\u201c (1996) findet. Ray Kennedy, der mit Earle das Produzententeam The Twangtrust bildet, produzierte sowohl Williams Erfolgsalbum als auch das neue \u201eGood Souls Better Angels\u201d mit. Seit der Jahrtausendwende bringt Williams regelm\u00e4\u00dfig neues Material heraus.<\/p>\n<p>Unter ihren Kollegen ist die dreifache Grammy-Gewinnerin sehr beliebt, was ihre Vielzahl an Kollaborationen beweist. Sie ver\u00f6ffentliche Tracks mit ganz unterschiedlichen K\u00fcnstlern wie Julian Dawson, Nanci Griffith, Bruce Cockburn, John Prine, Sue Foley, Colin Linden, Elvis Costello, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Willie+Nelson\">Willie Nelson<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=North+Mississippi+Allstars\">North Mississippi Allstars<\/a>, Michael Monroe, Amos Lee, Blackie &amp; The Rodeo Kings und Tom Russel.<\/p>\n<p>\u201eGood Souls Better Angels\u201d ist ein atmosph\u00e4risch finsteres, aber faszinierendes Album. Schien bei den fr\u00fcheren Longplayern diese Seite von Williams Songwriting immer wieder durch, verfolgt sie die dunklen T\u00f6ne auf ihrer aktuellen CD nun konsequent. Sie bearbeitet in ihren Songs das Leiden an der Welt, Depressionen und psychische Belastungen auf der einen Seite, Durchhalteverm\u00f6gen und Hoffnung auf der anderen. Inspiration holte sich Williams bei dem Werk von Leonard Cohen und Nick Cave. Die Tracks bewegen sich tats\u00e4chlich zwischen diesen musikalischen Polen.<\/p>\n<p>Bei einem Drittel der St\u00fccke zelebriert \u2013 bei \u201eGood Souls\u201d \u00fcber siebeneinhalb Minuten \u2013 Williams einen getragenen, melancholischen Americana, der durch ihren Gesang rau und unmittelbar klingt. Mal singt sie leicht gebrochen (\u201eBig Black Train\u201c, \u201eWhen The Way Gets Dark\u201d), mal leiernd (\u201eShadows &amp; Doubts\u201c), aber immer passend und intensiv.<\/p>\n<p>Bei \u201eMan Without A Soul\u201d legt sie etwas Samt in ihre Stimme, die sich hier stellenweise nach Tanita Tikaram anh\u00f6rt. Auf \u201ePray The Devil Back To Hell\u201d klingt Williams hingegen wie ein weiblicher Tom Waits. Zusammen mit \u201eBad New Blues\u201d spiegeln die beiden St\u00fccke die bluesige Seite der Scheibe wider.<\/p>\n<p>\u201eYou Can\u2019t Rule Me\u201c er\u00f6ffnet als treibend-rollender Blues Rock das Werk. In gem\u00e4\u00dfigtem Tempo rockt \u201eBig Rotator\u201d, h\u00e4rter geht es mit \u201eDown Past The Bottom\u201d zur Sache. Nicht nur bei den Rocksongs sind die starken Gitarren hervorzuheben, denen viel Raum auf dem Album gegeben wird. Kr\u00e4ftige Riffs, zerrende R\u00fcckkopplungen sowie angemessen lange Soli passen sich hervorragend in die Songs ein und erg\u00e4nzen so den ungeschliffen wirkenden Gesang.<\/p>\n<p>Einen beinah rotzigen Slang legt Williams bei dem experimentelleren \u201eWakin&#8216; Up\u201c an den Tag. Dieser \u2013 in Kombination mit expressiven Gitarren und unterlegt mit einem Rhythmus, der dem Hip Hop entliehen scheint \u2013 macht den Song zu einem besonders hervorstechenden auf dem Werk. Ebenso bemerkenswert ist \u201eBone Of Contention\u201d, das Williams mit einer f\u00fcr sie ungewohnten Punk-Attitude performt, durch die ein Vergleich mit Patti Smith nicht fern liegt.<\/p>\n<p>\u201eGood Souls Better Angels\u201d ist ein spannendes Meisterwerk der Amerikanerin. Mutig und souver\u00e4n bewegt sich Lucinda Williams in Americana-, Rock- und Bluesgefilden. Neben ausgereiften Melodien machen kraftvolle Rhythmen und krachende Gitarren, verbunden durch den ausdrucksstarken und variationsreichen Gesang, das Album zur ersten gro\u00dfen \u00dcberraschung des Jahres.<\/p>\n<p><strong>Highway 20\/Thirty Tigers (2020)<br \/>\nStil: Americana, Rock, Blues\/<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. You Can&#8217;t Rule Me<br \/>\n02. Bad News Blues<br \/>\n03. Man Without A Soul<br \/>\n04. Big Black Train<br \/>\n05. Wakin&#8216; Up<br \/>\n06. Pray The Devil Back To Hell<br \/>\n07. Shadows &amp; Doubts<br \/>\n08. When The Way Gets Dark<br \/>\n09. Bone Of Contention<br \/>\n10. Down Past The Bottom<br \/>\n11. Big Rotator<br \/>\n12. Good Souls<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lucindawilliams.com\/\"> Lucinda Williams<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/LucindaWilliams\">Lucinda Williams bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.thirtytigers.com\/\">Thirty Tigers<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Die Grande Dame der Americana- und Country-Music Lucinda Williams legt mit \u201eGood Souls Better Angels\u201d ein Album vor, das Kritiker lieben werden, bei dem jedoch fraglich ist, ob es Anklang beim breiten Publikum findet. Mit diesem Ph\u00e4nomen hatte Williams bereits in der Anfangszeit ihres musikalischen Schaffens zu k\u00e4mpfen. 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