{"id":3996,"date":"2015-12-14T00:13:00","date_gmt":"2015-12-13T23:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=3996"},"modified":"2020-07-13T10:50:24","modified_gmt":"2020-07-13T08:50:24","slug":"mike-and-the-moonpies-mockingbird-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/mike-and-the-moonpies-mockingbird-cd-review\/","title":{"rendered":"Mike And The Moonpies &#8211; Mockingbird &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-44521\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/810LeIQZdXL._SS500_.jpg\" alt=\"810LeIQZdXL._SS500_\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/810LeIQZdXL._SS500_.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/810LeIQZdXL._SS500_-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/810LeIQZdXL._SS500_-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/810LeIQZdXL._SS500_-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Es bleibt dabei: Die Countrymusic aus Texas ist der aus Nashville in Puncto Authentizit\u00e4t und und Genretreue um L\u00e4ngen voraus. Ein weiteres, herausragendes Beispiel daf\u00fcr: Mike And The Moonpies, ein klasse Sextett aus Austin\/Texas, das mit einer wunderbaren Mischung aus traditionellem Country, Honkytonk, Outlaw Country und Countryrock, gepaart mit ein wenig Americana-Einfl\u00fcssen und dem, der Heimat der Truppe geschuldeten, herrlichen Red Dirt-Flair ganz gro\u00df auftrumpft.<\/p>\n<p>Kopf von Mike And The Moonpies ist Mike Harmeier, der s\u00e4mtliche St\u00fccke geschrieben hat, singt (klasse Stimme, erinnert ein wenig an Phil Hamilton) und Gitarre spielt. Ihm assistieren auf dem bereits dritten Album der Band, &#8222;Mockingbird&#8220; (es handelt sich um die besonders in Texas weit verbreitete, sogenannte Spottdrossel, bei Ornithologen beliebt wegen ihres lauten, komplexen und lang anhaltenden Gesangs), Kyle Ponder (drums, percussion), Preston Rhone (bass), Catlin Rutherford (guitar), Zachary Moulton (steel guitar) und John Carbone (piano, organ). Produziert hat Harmeier dieses feine Werk zusammen mit Michael Kincaid, Bandleader der hochgehandelten, texanischen Insidercombo What Made Milwaukee Famous.<\/p>\n<p>Aufgenommen wurde das Ganze in den legend\u00e4ren Cedar Creek Studios in Austin, das Engineering \u00fcbernahm John Silva, der f\u00fcr seine Zusammenarbeit mit The Trishas bekannt ist. &#8222;Mockingbird&#8220; ist ein ganz wunderbares, erfrischendes, unbek\u00fcmmertes,. ja ganz hinreissendes, von immenser musikalischer Qualit\u00e4t ge\u00fcrgtes zehn St\u00fccke umfassendes Kleinod, das mit einer ungeheuren Leichtigkeit und Komplexit\u00e4t aufwartet. S\u00e4mtliche Tracks bewegen sich im Drei- bis Vier-Minuten-Bereich, sind aber mit sehr vielen, auf den Punkt gebrachten instrumentellen Feinheiten gespickt. Freunde sch\u00f6ner Bariton-E-Gitarren im Zusammenspiel mit reichhaltig eingesetzter Pedal Steel und sch\u00f6ner Klavierbegleitung, garniert mit etwas Fiddle und Mandoline, werden hier ihre helle Freude haben.<\/p>\n<p>Die Band hat sich von der Basis her eher der traditionellen Country-Schiene verschrieben, aber dies mit unerh\u00f6rtem Facettenreichtum. Die CD beginnt mit der ersten Single, &#8222;Smoke &#8218;Em If You Got &#8218;Em&#8220;, ein flockiger, dehr melodischer Midtempo-Countrysong, der auch ganz gut bei traditioneller ausgerichteten Red Dirt Acts wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Wade+Bowen\">Wade Bowen<\/a><\/span>, John D. Hale oder der <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Casey+Donahew+Band\">Casey Donahew Band<\/a><\/span> ins Repertoire passen w\u00fcrde. Mit &#8222;Say It Simply&#8220; folgt ein lupenreiner Honky Tonker. Herrlich rein, herrlich &#8222;echt&#8220;! Hier heult die Steelgitarre, surrt die Fiddle und klimpert das Piano, dass es eine wahre Freude ist &#8211; dazu eine wunderbare, sch\u00f6n &#8222;old school&#8220; klingende Country-E-Gitarre. Die melancholisch anmutende Ballade &#8222;I Don\u2019t Love You&#8220; kommt danach in einem Duett. Hier singt die von Ray Wylie Hubbard in h\u00f6chsten T\u00f6nen gelobte Singer\/Songwriterin Carson McHone die zweite Strophe und bildet im weiteren Verlauf einen tollen Kontrast zu Harmeier.<\/p>\n<p>Der knackige, rhythmische Titelsong &#8222;Mockingbird&#8220; (Reminiszenzen zu Steve Earles \u201eGuitar Town\u201c kommen in den Sinn) wird durch eine tolle Mandoline getragen, gespielt vom hier ebenfalls viele Akzente setzenden Gastmusiker Wesley Holtsford (fiddle, mandolin). Klasse vor allem die Steel-\/Mandolinen-\/E-Gitarren-Kombination im schmucken Soloteil. &#8222;Never Leaving Texas&#8220; ist ein humorvoller, textlich mit sch\u00f6ner Selbstironie versehener, sowie erneut urig instrumentierter &#8222;Lonestar-Schwofer&#8220;. Der wohl markanteste Track &#8222;South First Blvd&#8220; wird von herrlich entspanntem Southern-Esprit durchzogen, wie man es von der anf\u00e4nglichen The Marshall Tucker Band kannte (tolle, typische E-Gitarren). Grandios hier, die nach dem E-Gitarren-Solo-Part v\u00f6llig \u00fcberraschend einsetzende, fantastische Saxofon-Einlage von einem weiteren Gast, Joseph Serrato. Herrlich!<\/p>\n<p>Das Alkohol-geschw\u00e4ngerte und voller Selbstmitleid besungene Klagelied &#8222;One Is The Whiskey&#8220; wird von einer dazu passenden, weinenden Steelgitarre und sanften Streichereinheiten &#8222;melancholisiert&#8220;.&#8220;Delilah&#8220; nimmt dann nochmals Fahrt auf. Fiddle, Honkytonk-Piano und Bariton-E-Gitarre (kurze Twin Einlage) geben sich in rhythmischer Bakersfield-Manier die Klinke in die Hand. Klasse! Die beiden wieder sehr ruhig gehaltenen Balladen &#8222;A Song In Here&#8220; (herrliches Mandolinengezirpe, inkl. Solo) und traurige &#8222;Miserable Man&#8220; (sch\u00f6ne, bedr\u00fcckende Piano Moll-T\u00f6ne, st\u00f6hnende Trompeten am Ende) zum Ausklang, lassen den H\u00f6rer mit Harmeier f\u00f6rmlich mitleiden.<\/p>\n<p>Man merkt, dass die Band durch zahlreiche Auftritte, wie unter anderem in bekannten Locations wie der Gruene Hall in New Braunfels oder dem Billy Bob\u2019s in Fort Worth, zu einem sehr versiert spielendem Gef\u00fcge zusammengewachsen und gereift ist, das mit relativ unspektakul\u00e4r wirkenden Mitteln, ein H\u00f6chstma\u00df an musikalischer Effizienz zu Stande bringt. Eine Truppe, die man schon nach wenigen Liedern in sein Herz eingeschlossen hat. Vor allem, wie gesagt, auch ein willkommener Gegenpart zum mittlerweile uns\u00e4glichen Trend in Nashville, Country zugunsten kommerzieller Interessen immer mehr von der Popmusik vereinnahmen zu lassen. Harmeier &amp; Co. zeigen mit ihrem &#8222;Mockingbird&#8220; solchem Ungebahren v\u00f6llig die kalte Schulter und verteidigen, \u00e4hnlich wie es dem besungen Vogel nachgesagt wird, vehement und furchtlos ihr Country-Revier.<\/p>\n<p>Jason Boland &amp; The Stragglers oder Eleven Hundred Springs lassen sich von einer \u00e4hnlichen Philosophie leiten. Hier d\u00fcrfen Countrymusic-Liebhaber (aller Couleurs) noch in reinstem, mit allen typischen instrumentellen Zutaten, vertonten Liedgut baden, wie es so authentisch wohl nur noch in texanischen Gefilden m\u00f6glich ist. Mike And The Moonpies, eine Band, die es zu entdecken gilt und von der man dann nicht mehr loskommt. Gro\u00dfartige Red Dirt Countrymusic, regelrechte Suchtgefahr!<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2015)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Country (Rock) \/ Red Dirt<\/strong><\/p>\n<p>1. Smoke &#8218;Em If You Got &#8218;Em<br \/>\n2. Say It Simply<br \/>\n3. I Don&#8217;t Love You<br \/>\n4. Mockingbird<br \/>\n5. Never Leaving Texas<br \/>\n6. South First Blvd<br \/>\n7. One Is The Whiskey<br \/>\n8. Delilah<br \/>\n9. Song In Here<br \/>\n10. Miserable Man<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.the moonpies.com\">Mike And The Moonpies<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/mikeandthemoonpies\">Mike And The Moonpies bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es bleibt dabei: Die Countrymusic aus Texas ist der aus Nashville in Puncto Authentizit\u00e4t und und Genretreue um L\u00e4ngen voraus. 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