{"id":37893,"date":"2019-10-08T18:26:46","date_gmt":"2019-10-08T16:26:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=37893"},"modified":"2019-10-08T18:26:46","modified_gmt":"2019-10-08T16:26:46","slug":"chris-knight-almost-daylight-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/10\/08\/chris-knight-almost-daylight-cd-review\/","title":{"rendered":"Chris Knight \u2013 Almost Daylight \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-38521\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Knight_300.jpg\" alt=\"Knight_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Knight_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Knight_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Knight_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Knight_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>\u201eEnough Rope\u201c (2006) war das erste Album, das ich von Chris Knight in H\u00e4nden hielt. Darauf finden sich \u201eJack Blue\u201c und \u201eDirt\u201c \u2013 zwei Songs, die seitdem auf meiner All-Time-Playlist weit oben rangieren. Mit Spannung erwartete ich daher \u201eAlmost Daylight\u201c, f\u00fcr das sich Chris Knight sieben Jahre Zeit lies. Das Warten hat sich gelohnt. Chris Knight beweist erneut, dass er mit Recht zu den renommiertesten Songwritern Amerikas geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Texte steht der Mann aus Slaughters, einem 250-Seelen-Dorf in Kentucky, in der Heartland-Linie eines Bruce Springsteens oder John Mellencamps. Die Lyrics kreisen oft um einfache Leute, die sich aufgrund der widrigen Umst\u00e4nde auf der Verliererseite des Lebens wiederfinden.<\/p>\n<p>Dabei schl\u00e4gt Knight durchaus sozialkritische T\u00f6ne an, wenn er beispielsweise das Vorgehen von Konzernen anprangert, die ohne R\u00fccksicht auf Menschen und Umwelt ihren Profit maximieren. Da spricht er anscheinend aus Erfahrung: Als studierter Agrarwissenschaftler hatte er beruflich mit den Auswirkungen des Bergbaus zu tun, bevor er mit bereits 38 Jahren sein erstes Album ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>Musikalisch steht er Mellencamp \u2013 oder auch Steve Earle \u2013 etwas n\u00e4her als Springsteen. Die Songstrukturen und die Grundtempi folgen meist eher dem Folk, die oftmals volle Instrumentalisierung mit kr\u00e4ftigem Schlagzeug und E-Gitarren sowie eing\u00e4ngige Refrains weisen aber in Richtung Rock. Mit \u201eAlmost Daylight\u201c bewegt sich Knight somit in den Regionen seiner bisherigen Ver\u00f6ffentlichungen. In der Gesamtschau gelingt ihm allerdings ein Album, das zu den besten seiner Karriere z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Ein gelungener Titel reiht sich an den n\u00e4chsten. Getragen werden die Songs von Knights angerauter Stimme, in der stets ein Hauch von Leid und Gebrochenheit mitschwingt. Dabei verspr\u00fcht sie aber so viel trotzige Kraft, dass kein St\u00fcck in die Gefahr ger\u00e4t, depressiv oder gar schmalzig zu klingen.<\/p>\n<p>Obwohl der Longplayer durchweg eine hohe Qualit\u00e4t hat, sticht \u201eThe Damn Truth\u201c hervor. Dass uns L\u00fcgen und fake news t\u00e4glich entgegenschlagen, prangert Knight \u2013 verpackt in einen lyrischen Text mit erstklassigem Refrain \u2013 bei diesem Song an.<\/p>\n<p>Knights Stimme wird durch die erdige Begleitung optimal unterst\u00fctzt. Gelegentlich ist eine Mundharmonika zu h\u00f6ren, wie auf dem Titeltrack oder \u201eI Won\u2019t Look Back\u201c, die meisten Songs erhalten aber durch die elektrische Gitarre und das akzentuierte, trockene Schlagzeug ihr Pr\u00e4gung.<\/p>\n<p>Sehr sch\u00f6ne Riffs finden sich auf dem Opener \u201eI\u2019m William Callahan\u201c, noch eindrucksvoller kommen die Gitarrenparts bei \u201eCrooked Mile\u201c, \u201eTrouble Up Ahead\u201c und \u201eEverybody\u2019s Lonely Now\u201c zur Geltung. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Dan+Baird\">Dan Baird<\/a> (The Georgia Satellites, The Yayhoos) steuert kongenial die Gitarren bei. Dar\u00fcber hinaus war er auch beim Songwriting des zuletzt genannten St\u00fccks sowie bei \u201eGo On\u201c, dem textlich optimistischsten Beitrag auf der CD, beteiligt.<\/p>\n<p>Weitere Unterst\u00fctzung holte sich Knight bei <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lee+Ann+Womack\">Lee Ann Womack<\/a>, die ihn am Mikro auf \u201eSend It On Down\u201c begleitet, wodurch sich die Soundvarianz auf dem Longplayer erh\u00f6ht. Zusammen mit John Prine performt Knight dessen \u201eMexican Home\u201c. Mit \u201eFlesh And Bone\u201c von Johnny Cash covert Knight einen weiteren Titel. Alle anderen hat Knight (mit-)geschrieben.<\/p>\n<p>Als Produzenten konnte Knight wieder Ray Kennedy gewinnen, der zusammen mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Steve+Earle+%26+The+Dukes\">Steve Earle<\/a> als The Twangtrust viele Alben des Hardcore Troubadours herausbrachte. Steve Earle und John Prine nennt Knight zwar als pr\u00e4gende Inspirationsquellen seiner Musik, er braucht sich aber l\u00e4ngst nicht mehr hinter den Altmeistern zu verstecken.<\/p>\n<p>Ich habe in den letzten Monaten einige gute Alben geh\u00f6rt und besprochen \u2013 \u201eAlmost Daylight\u201c \u00fcbertrifft sie. Chris Knights Comeback stellt einen hei\u00dfen Anw\u00e4rter auf die Scheibe des Jahres dar. That\u2019s the damn truth.<\/p>\n<p><strong>Drifters Church Productions\/Thirty Tigers (2019)<br \/>\nStil: Folk Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. I\u2019m William Callahan<br \/>\n02. Crooked Mile<br \/>\n03. I Won\u2019t Look Back<br \/>\n04. Go On<br \/>\n05. The Damn Truth<br \/>\n06. Send It On Down<br \/>\n07. Almost Daylight<br \/>\n08. Trouble Up Ahead<br \/>\n09. Everybody\u2019s Lonely Now<br \/>\n10. Flash And Bone<br \/>\n11. Mexican Home<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.chrisknight.net\/\">Chris Knight<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/chrisknightmusic\">Chris Knight bei Facebook<\/a><br \/>\n&lt; a href=&#8220;http:\/\/www.thirtytigers.com\/&#8220;&gt;Thirty Tigers<br \/>\n<a href=\"http:\/\/oktoberpromotion.com\/\">Oktober Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets \u201eEnough Rope\u201c (2006) war das erste Album, das ich von Chris Knight in H\u00e4nden hielt. Darauf finden sich \u201eJack Blue\u201c und \u201eDirt\u201c \u2013 zwei Songs, die seitdem auf meiner All-Time-Playlist weit oben rangieren. Mit Spannung erwartete ich daher \u201eAlmost Daylight\u201c, f\u00fcr das sich Chris Knight sieben Jahre Zeit lies. 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