{"id":36582,"date":"2019-07-24T18:25:26","date_gmt":"2019-07-24T16:25:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=36582"},"modified":"2019-12-07T15:30:49","modified_gmt":"2019-12-07T14:30:49","slug":"the-allman-betts-band-support-otis-23-07-2019-yard-club-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/07\/24\/the-allman-betts-band-support-otis-23-07-2019-yard-club-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"The Allman Betts Band &#8211; Support: OTIS &#8211; 23.07.2019, Yard Club, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-36606 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/ABB_Haupt.jpg\" alt=\"ABB_Haupt\" width=\"801\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/ABB_Haupt.jpg 801w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/ABB_Haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/ABB_Haupt-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 801px) 100vw, 801px\" \/><\/p>\n<p>Die Freude und zugleich Erwartungshaltung, war bei mir nach dem tollen Album \u201e<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/07\/04\/the-allman-betts-band-down-to-the-river-cd-review\/\">Down To The River<\/a>\u201c im Hinblick auf das Konzert der Allman Betts Band in K\u00f6ln, immens hoch gewesen.<\/p>\n<p>Nicht nur der ung\u00fcnstige Termin in den Ferien (dann jetzt auch noch die dazukommende Hitze) hatten bei mir schon im Vorfeld allerdings schon die Vermutung ausgel\u00f6st, dass trotz des Major-Vertrages, den die Burschen mittlerweile inne haben, das Buchen der Kantine, was die zu erwartenden Zuschauerzahlen betrifft, etwas ambitioniert gewesen ist.<\/p>\n<p>Und so kam es dann auch, der Gig wurde, wie im letzten Jahr, auch wieder in den, in der Kantine verankerten Yard Club verlegt. Der war allerdings dann am Ende etwas besser gef\u00fcllt als 2018. Leider hatten sich dann doch viele Unentschlossene wohl f\u00fcr einen Gang in einen Biergarten oder den heimischen\u00a0Balkon entschieden.<\/p>\n<p>Diejenigen, die sich der zu erwartenden Hitzeschlacht stellten, sollten Ihre Entscheidung, gute Livemusik zu unterst\u00fctzen, allerdings mehr als belohnt bekommen. Zun\u00e4chst durften aber vier junge Amerikaner aus Kentucky mit Bandname OTIS zeigen, was sie drauf haben.<\/p>\n<p>Im Vordergrund stand dabei ihr letztes Album \u201eEyes Of The Sun\u201c, aus dem sie dann Tracks wie \u201eShake You\u201c, \u201eWashed My Hands\u201c, &#8222;Home\u201c, &#8222;Change\u201c oder \u201eBlind Hawg\u201c pr\u00e4sentierten. F\u00fcr den Nichtkenner wie mich, war ihr dezent Southern-umwobener Hard Rock (manchmal leicht an <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Molly+Hatchet\">Molly Hatchet<\/a> erinnernd), engagiert gespielt, mit dem Wiedererkennungswert, beziehungsweise Eing\u00e4ngigkeit der Lieder, haperte es jedoch ein wenig. Leider war auch der zweite Gitarrist Steve Jewell vorne soundm\u00e4\u00dfig recht schlecht auszumachen, sodass man von einem durchwachsenden Ergebnis sprechen kann.<\/p>\n<p>Bedingt durch die Keyboards-, Drums-,- und Percussionaufbauten, sowie vier, sich an der Front befindliche Gitarristen, war die B\u00fchne des Yard Clubs bei der Allman Betts Band nat\u00fcrlich bestens ausgelastet. Schon zu Beginn floss der Schwei\u00df bei den Protagonisten und der Audienz in Str\u00f6men.<\/p>\n<p>Standesgem\u00e4\u00df stieg das, mit zwei Neubesetzungen im Line-up (Berry Oakley jr. und John Ginty) namentlich neu in Szene gesetzte\u00a0Septett mit dem rockigen \u201eAll Night\u201c (Gesang Devon mit t\u00fcrkis-wei\u00df farbender Flying V-E-Gitarre) in den Gig ein, dem, wie auf der CD, das von Duane Betts besungene \u201eShinin\u2018 folgte, der dann gleich seines Vaters&#8216; Evergreen \u201eBlue Sky\u201c nachlegte, bei dem besonders, der wieder bestens aufgelegte Johnny Stachela (superb sein Slide-Spiel) in der langen Solo-Passage gl\u00e4nzte.<\/p>\n<p>Devon huldigte die Leistungen seines Vaters <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Gregg+Allman\">Gregg<\/a> daf\u00fcr mit &#8222;Ain\u2019t Wastin\u2018 Time No More\u201c auf dem Fu\u00dfe. Eine \u201eAutumn Breeze\u201c h\u00e4tte man sich schon zu diesem fr\u00fchen Zeitpunkt im Sauna-Yard Club sehnlichst herbeigew\u00fcnscht, der herrlich jammige Song kam aber eher einem Aufguss gleich.<\/p>\n<p>Der dritte \u201aAllman Band-Spr\u00f6ssling\u2018, Berry Oakley jr., sehr sympathisch und relaxt im Spiel wirkend, hatte dann beim bluesigen John Lee Hooker-Cover \u201eDimples\u201c seinen Fronteinsatz. Sp\u00e4testens ab dem fantastisch performten \u201ePurple Rain\u201c hatte Devon Allman dann seine endg\u00fcltige Betriebstemperatur erreicht, die allerdings zum Ende in die eines brodelnden Vulkans m\u00fcndete. Aber dazu sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Herrlich nat\u00fcrlich der ABB-Klassiker \u201eJessica\u201c (ohne Devon), bei dem sowohl Betts und Stachela mit ihren filigranen Gitarrenk\u00fcnsten aufwarteten, aber auch der viel besch\u00e4ftigte Ginty (u. a. auch Dixie Chicks, Santana) in der Piano-Passage und John Lum, als auch R. Scott Bryan eine fulminante Rhythmusdynamik entfachten.<\/p>\n<p>In seiner Pause schien schien der Allman-Sohnemann von einer Tarantel Besuch bekommen zu haben. Nachdem er den Schluss von \u201eJessica\u201c noch relativ entspannt am B\u00fchnenrand verfolgt hatte, war er in der emotionalen Schlussphase mit St\u00fccken wie \u201eGood Ol\u2018 Days\u201c (vom neuen Album), dem Petty Song \u201eYou Got Lucky\u201d\u00a0sowie dem furiosen Instrumental aus seinen Honeytribe-Zeiten \u201eMahalo\u201c (hier mit brillanter E-Gitarrenarbeit), nicht mehr zu bremsen. Er ging quasi in allen Belangen, ab wie ein Z\u00e4pfchen.<\/p>\n<p>Als dann der herrliche Titeltrack des aktuellen Werkes \u201eDown To The River\u201c wunderbar vom Publikum im Refrain mitgesungen wurde, schien er sich aber wieder halbwegs beruhigt zu haben.<\/p>\n<p>Als es dann allerdings bei den Zugaben \u201eSouthern Accents\u201c und dem f\u00fcr ihn hochemotionalen \u201eLong Gone\u201c (in dem die verstorbenen Southern Rock-Helden gew\u00fcrdigt werden) fortw\u00e4hrende Probleme mit der Halterung seines Mikrost\u00e4nders gab und die Roadies verzweifelt daran rumfuchtelten, on top noch eine Saite seiner Akustikgitarre riss, rastete der charsimatische Fronter f\u00f6rmlich aus (ok, ein bisschen Show war vermutlich auch dabei) und schmiss den St\u00e4nder\u00a0fuchsteufelswild zu Boden. Die Roadies taten mir in Erwartung der f\u00e4lligen Predigt etwas leid.<\/p>\n<p>Am Ende war aber angesichts des tosenden Applaus (\u00fcbrigens auch viele Standing Ovations w\u00e4hrend der Show) des Publikums und der grandiosen musikalischen Leistung, alles wieder in Butter und das ABB-Kollektiv verabschiedete sich vom begeisterten Yard Club-Publikum mit mehrfachen Verbeugungen.<\/p>\n<p>Fazit: Das Konzert, stellte gegen\u00fcber denen des Vorjahres in <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/08\/24\/devon-allman-project-23-08-2018-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht\/\">Dortmund<\/a> und an <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2018\/08\/30\/devon-allman-project-support-wynchester-30-08-2018-yard-club-koeln-konzertbericht\/\">gleicher Stelle<\/a>, die ja nun wahrlich schon richtig gut waren, dank der tollen St\u00fccke des neuen Albums, der elektrisierenden Atmosph\u00e4re, nicht zuletzt durch die leidenschaftliche Performance von Devon Allman, nochmals eine Steigerung dar, die eigentlich ein volle Kantine verdient gehabt h\u00e4tte. Aber bis soweit ist, wird, so mutma\u00dfe ich mal, doch noch einiges an Wasser den Rhein runter laufen.<\/p>\n<p>Recht hat Devon, mit der Bitte, jeweils 10 Bekannten eines jeden Anwesenden, auszurichten\u00a0 dass sie etwas verpasst h\u00e4tten\u00a0 (in freier \u00dcbersetzung, in Wirklichkeit sagte er allerdings so was\u00a0wie &#8222;tell them that they are fucked up&#8220;\u2026). Und in der Tat, wer nicht da war, hat im wahrsten Sinne des Wortes einen der hei\u00dfesten Gigs des Jahres sausen lassen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up: OTIS<\/span><\/strong><br \/>\nBoone Froggett (lead vocals, electric guitar, slide guitar)<br \/>\nSteve Jewell (electric guitar, slide guitar, vocals)<br \/>\nJohn Seeley (bass, vocals)<br \/>\nAndrew Gilpin (drums)<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up: The Allman Betts Band<\/span><\/strong><br \/>\nDevon Allman (lead vocals, electric guitar, acoustic guitar, vocals)<br \/>\nDuane Betts (lead vocals, electric guitar, acoustic guitar, vocals)<br \/>\nJohnny Stachela (electric guitar, slide guitar)<br \/>\nBerry Oakley jr. (bass, lead vocals, vocals)<br \/>\nJohn Lum (drums)<br \/>\nJohn Ginty (keys, vocals)<br \/>\nR. Scott Bryan (percussion, vocals)<\/p>\n<p>Bilder: J\u00f6rg Schneider<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.AllmanBettsBand.com\">The Allman Betts Band<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/AllmanBettsBand\/\">The Allman Betts Band bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.theotisBand.com\">OTIS<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/theotisBand\/\">OTIS bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.headofpr.com\">Head Of PR<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kantine.com\">Yard Club K\u00f6ln<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.js-bildgut.de\/\">J\u00f6rg Schneider Webseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Freude und zugleich Erwartungshaltung, war bei mir nach dem tollen Album \u201eDown To The River\u201c im Hinblick auf das Konzert der Allman Betts Band in K\u00f6ln, immens hoch gewesen. 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