{"id":36488,"date":"2019-07-20T14:47:22","date_gmt":"2019-07-20T12:47:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=36488"},"modified":"2019-12-07T15:30:28","modified_gmt":"2019-12-07T14:30:28","slug":"honey-island-swamp-band-19-07-2019-topos-leverkusen-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/07\/20\/honey-island-swamp-band-19-07-2019-topos-leverkusen-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Honey Island Swamp Band &#8211; 19.07.2019, topos, Leverkusen &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-36515 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/HISB_haupt.jpg\" alt=\"HISB_haupt\" width=\"801\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/HISB_haupt.jpg 801w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/HISB_haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/HISB_haupt-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 801px) 100vw, 801px\" \/><\/p>\n<p>Wenn man wie ich, so viele Konzerte pro Jahr besucht, entwickelt man schon wirklich ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, dass einen, wie an diesem Abend, besondere Momente erwarten. Im Falle von der Honey Island Swamp Band konnte ich mich dazu noch auf die Expertise von &#8218;topos-Macher&#8216; Klemens K\u00fcbber verlassen, der mir das bis dato nur marginal bekannte Quintett (ich besitze nur ihre in meiner gro\u00dfen Sammlung schlummernde CD &#8222;Demolition Day&#8220;), w\u00e4rmstens empfohlen hatte.<\/p>\n<p>Die Band um ihren Leader Aaron Wilkinson befand sich auf der Durchreise zum Blues-Festival im belgischen Peer, wo sie in so prominenter Umgebung von Interpreten wie u. a. <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Beth+Hart\">Beth Hart<\/a>, Paul Carrack und der <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Chris+Robinson+Brotherhood\">Chris Robinson Brotherhood<\/a> auftreten wird. Als wir in der kleinen urigen Leverkusener Kultkneipe eintrafen, hatte sich schon eine Mischung aus Stammbesuchern und eingefleischten Anh\u00e4ngern der Truppe aus New Orleans, Louisiana, eingefunden.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich zum Gig hatte sich die bei uns ebenfalls obligatorische schw\u00fcle Hitze zur\u00fcckgemeldet und bereite den f\u00fcnf Musikern quasi heimatliche Auftrittsbedingungen. Ob sie dort zu solchen Temperaturen allerdings auch schon mal zusammen auf einer derartigen Miniatur-B\u00fchne wie der im topos gestanden haben, als selbst der vermutlich w\u00e4rme-erprobte Gitarrist Lee Yankie im ersten Set zum bereits durchn\u00e4ssten Fronter Wilkinson st\u00f6hnte, &#8222;Mann ist das hei\u00df hier!&#8220;, verbleibt im Bereich der Spekulationen.<\/p>\n<p>Trotz dieser Umst\u00e4nde und vorangegangenen Reisestrapazen, gab der F\u00fcnfer aus Crescent City alles und es entwickelte sich von Anfang an ein Konzert, das an Spielfreude und dynamischem Groove, wohl nur scher zu \u00fcberbieten ist.<\/p>\n<p>Nach dem bereits fulminanten Er\u00f6ffnungstrio mit &#8222;Rod N&#8216; Reel&#8220;, &#8222;Watch And Chain&#8220;, und dem megastarken &#8222;Josephine&#8220;, fokussierten sich Wilkinson &amp; Co. auf ihre neue, eigentlich nur f\u00fcr den europ\u00e4ischen Markt angedachte EP &#8222;Tres Avispas&#8220;, die zum Teil kompositorisch in den Bergen Colorados (&#8222;Gone&#8220;) ihren Ursprung hat. Mit &#8222;Sugar For Sugar&#8220; und &#8222;Head High Rag&#8220; aus diesem Werk, k\u00e4mpften sich die M\u00e4nner in die Pause zum Ausgleich ihres in Schieflage geratenen Getr\u00e4nkehaushalts und dem notwendig gewordenen Klamottenwechsel.<\/p>\n<p>Nach dem er\u00f6ffnenden &#8222;Bone Shaker&#8220;, auch von &#8222;Tres Avispas&#8220;, wurde auch in der zweiten H\u00e4lfte mit gleicher Energie weitermusiziert. Keyboardspieler und Rotwein-Genie\u00dfer Chris Spies, hinterlie\u00df mit seiner filigranen Fingerfertigkeit an den Tasten, samt ausgiebiger Soli in diversesten Klangarten (Piano-Moll, HT, spacigen Synthies, E-Piano), einen besonders starken Eindruck.<\/p>\n<p>Aber auch der vornehmlich slidende Lead-Gitarrist Lee Yankee, teilweise an Koryph\u00e4en auf diesem Gebiet wie Duane Allman und Sony Landreth erinnernd, der variable Fronter Aaron Wilkinson mit angenehmem Gesang, plusternden Harp-Einlagen, E- und Akustikgitarrenspiel sowie herrlicher Mandoline bei &#8222;Seeds And Stems&#8220; und die agile Rhythmusfraktion mit dem kr\u00e4ftigen Drummer Garland Paul und dem st\u00e4ndig zappelnden Bassisten Sam Price, groovten und jammten, dass &#8218;die Schwarte krachte&#8216;.<\/p>\n<p>Nach Tracks wie &#8222;<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/watch\/?v=2048943668544175\">Head High Water Blues<\/a>&#8222;, dem ein wenig Little Feat-\/<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Band+Of+Heathens\">Band Of Heathens<\/a>-umwobenen &#8222;Cane Sugar&#8220;, dem Robbie Robertson-Cover &#8222;Ophelia&#8220;, und dem countryesken &#8222;Nadine&#8220; (klang ein wenig wie die j\u00fcngere Schwester von Dolly Partons &#8222;Jolene&#8220;) zum Ende des Hauptteils, wurden die &#8218;Honey Island Swamper&#8216; erst gar nicht aus ihrer Mini-Parzelle gelassen und lauthals zur erw\u00fcnschten Zugabe geklatscht und aufgerufen.<\/p>\n<p>Und so wurde mit dem letztendlich abschlie\u00dfenden &#8222;Wishing Well&#8220; (mit herrlicher psychedelischer Phase), nochmals ein Feuerwerk an Spielfreude abgebrannt, wo die Musiker ihren Instrumenten alles abverlangten. Auch nach dem Gig erwiesen sich die, von der tollen Stimmung im topos, angetanen Amerikaner, als sehr zug\u00e4ngliche, sympathische und spendable Leute.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-36535 alignleft\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/DSC0280-Bericht-300x199.jpg\" alt=\"_DSC0280 - Bericht\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/DSC0280-Bericht-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/DSC0280-Bericht.jpg 376w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Aaron Wilkinson dr\u00fcckte mir direkt die neue EP zum Reviewen in die Hand und schenkte mir auch noch ihr fr\u00fcheres Werk &#8222;Cane Sugar&#8220;. Nachdem dann alle Verk\u00e4ufe und Autogrammw\u00fcnsche erledigt waren, hatten die S\u00fcdstaatler auch noch Zeit f\u00fcr unser obligatorisches VIP-Bild.<\/p>\n<p>Ein runder, musikalisch intensiver und launiger Abend mit der Honey Island Swamp Band, der mit Sicherheit in meiner Highlight-Konzert-Liste in 2019 auftauchen wird. Wie immer ein Dank an Klemens K\u00fcbber f\u00fcr den hervorragenden Tipp und die gastfreundliche Aufnahme.<\/p>\n<p><strong>Line Up:<\/strong><br \/>\nAaron Wilkinson &#8211; lead vocals, electric and acoustic guitar, harmonica, mandolin<br \/>\nLee Yankie &#8211; electric and slide guitar, vocals<br \/>\nSam Price &#8211; bass, vocals<br \/>\nGarland Paul &#8211; drums, vocals<br \/>\nChris Spies &#8211; keyboards<\/p>\n<p>Bilder: J\u00f6rg Schneider<br \/>\nFacebook-Video: Klemens K\u00fcbber<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.honeyislandswampband.com\/\">Honey Island Swamp Band<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/honeyislandswampband\/\">Honey Island Swamp Band bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.jazz-lev.de\">topos Leverkusen<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.js-bildgut.de\/\">J\u00f6rg Schneider Webseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man wie ich, so viele Konzerte pro Jahr besucht, entwickelt man schon wirklich ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, dass einen, wie an diesem Abend, besondere Momente erwarten. 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