{"id":34267,"date":"2019-05-06T18:39:42","date_gmt":"2019-05-06T16:39:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=34267"},"modified":"2019-05-06T18:39:42","modified_gmt":"2019-05-06T16:39:42","slug":"daddy-long-legs-lowdown-ways-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/05\/06\/daddy-long-legs-lowdown-ways-cd-review\/","title":{"rendered":"Daddy Long Legs \u2013 Lowdown Ways \u2013 CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-34269\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DLL_300.jpg\" alt=\"DLL_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DLL_300.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DLL_300-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DLL_300-109x109.jpg 109w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/DLL_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Review: Michael Segets<\/p>\n<p>Nach <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Suitcase+Junket\">The Suitcase Junket<\/a> bin ich mit Daddy Long Legs wieder eher zuf\u00e4llig \u00fcber einen Musiker gestolpert, der durch seinen eigenwilligen Sound hervorsticht und f\u00fcr Sounds-Of-South-Fans interessant sein k\u00f6nnte. Die Wurzeln von Daddy Long Legs liegen im Blues. Er nennt Howlin\u2018 Wolf, Leadbelly, Screamin\u2018 Jay Hawkins sowie Dr. Feelgood als Einflussgr\u00f6\u00dfen. Vor diesem Hintergrund gibt Daddy Long Legs seinen Songs einen kr\u00e4ftigeren Schuss Rock und eine Note Country, Gospel oder Protopunk mit.<\/p>\n<p>\u201eDaddy Long Legs\u201c ist ein Roman von Jean Webster, der Anfang des 20. Jahrhunderts einigen Erfolg hatte und mehrere Adaptionen f\u00fcr Film und B\u00fchne nach sich zog. Als Musical wurde er 1955 mit Fred Astaire verfilmt. Die Titelfigur ist ein unerkannt bleibender Wohlt\u00e4ter. Wenigstens hinsichtlich der Anonymit\u00e4t gibt es da Parallelen zum Musiker. Den Geburtsnamen des Leads\u00e4ngers und virtuosen Blues-Harp-Spielers habe ich n\u00e4mlich nicht herausgefunden. Bekannt sind hingegen die Namen seiner Begleiter. Murat Akt\u00fcrk ist an den Gitarren und Josh Styles an Drums sowie Percussion aktiv.<\/p>\n<p>Das in New York ans\u00e4ssige Trio ver\u00f6ffentlicht mit \u201eLowdown Ways\u201c bereits sein viertes Album. Es bleibt auf ihm seinem Sound, der durch die oftmals verzerrte Stimme des Frontmanns, die intensive Mundharmonika, schepperndes Schlagzeug sowie die knarzenden Gitarrenriffs gepr\u00e4gt wird, treu.<\/p>\n<p>\u201eTheme From Daddy Long Legs\u201c stimmt mit stampfendem Rhythmus auf den Longplayer ein. Die Anleihen beim Gospel scheinen hier bereits durch und werden sp\u00e4ter bei \u201eBe Gone\u201c noch deutlicher. Nach dem Opener nimmt \u201eLowdown Ways\u201c Fahrt auf. Es folgen zwei rockige St\u00fccke: das starke \u201ePink Lemonade\u201d und das leicht countryfizierte \u201eDing Dong Dang\u201c. Die Rhythmusarbeit auf beiden Tracks ist originell. Die erinnert bei \u201eMornin&#8216; Noon &amp; Nite\u201d anf\u00e4nglich an John Lee Hookers \u201eBoom Boom\u201c und treibt den Song ordentlich an. Das Schlagzeug von Josh Styles klingt dabei einfach prima.<\/p>\n<p>Der Mittelteil des Albums erh\u00f6ht das Tempo nochmals mit den beiden Boogies \u201eGlad Rag Ball\u201c und \u201eWinners Circle\u201c. Das gradlinig countryrockende \u201eC\u00e9laphine\u201d l\u00e4sst vor dem inneren Auge den Tanzsaal einer Landkirmes im mittleren Westen vorbeiziehen. Daddy Long Legs legt sich mit der Blues Harp kr\u00e4ftig ins Zeug. Anders als beim vorhergehenden \u201eBad Neighborhood\u201d ist hier die Verzerrung der Stimme des Leads\u00e4ngers zur\u00fcckgenommen. Bei den meisten St\u00fccken passen sich die Effekte, mit denen die Stimme verfremdet wird, sehr gut ein. Auf Dauer sind sie eventuell etwas viel, vor allem, wenn der Klang von oft gespieltem Vinyl imitiert wird.<\/p>\n<p>H\u00f6rbar ist das gewollte Kratzen in den H\u00f6hen bei \u201eBack Door Fool\u201c. Der sch\u00f6n runde Country-Song bringt durch die akustische Gitarrenbegleitung ansonsten eine willkommene Abwechslung. Dass Daddy Long Legs auch ohne Technik eine gewisse Varianz in seine Stimme legen kann, beweist er auf dem bluesigen \u201eSnagglepuss\u201c. Der mit leichter Punk-Attit\u00fcde gespielte Country Rocker \u201eWrong Side Of The River\u201d bildet den Abschluss des Albums und stellt noch vor \u201ePink Lemonade\u201c meinen Anspieltipp dar.<\/p>\n<p>Der bluesinfiltrierte Roots Rock von Daddy Long Legs bewegt sich abseits des glattgeb\u00fcgelten Mainstreams und ist damit erfrischend anders. Knackige Songs, die etwas schr\u00e4g mit den Traditionen umgehen, zeichnen Daddy Long Legs aus. Auf Dauer m\u00f6gen die exzessiv eingesetzten Verzerrungen anstrengen, daher wird man \u201eLowdown Ways\u201c vielleicht nicht mehrfach hintereinander durchlaufen lassen, aber immer wieder mal auflegen.<\/p>\n<p><strong>Yep Roc Records\/Red Eye Worldwide\/H\u2019Art (2019)<br \/>\nStil: Blues, Roots Rock<\/strong><\/p>\n<p>Tracks:<br \/>\n01. Theme from Daddy Long Legs<br \/>\n02. Pink Lemonade<br \/>\n03. Ding Dong Dang<br \/>\n04. Mornin&#8216; Noon &amp; Nite<br \/>\n05. Glad Rag Ball<br \/>\n06. Bad Neighborhood<br \/>\n07. C\u00e9laphine<br \/>\n08. Winners Circle<br \/>\n09. Back Door Fool<br \/>\n10. Snagglepuss<br \/>\n11. Be Gone<br \/>\n12. Wrong Side Of The River<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/officialdaddylonglegs.com\/index.html\">Daddy Long Legs<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/officialdaddylonglegs\/\">Daddy Long Legs bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\" http:\/\/www.yeproc.com\/\">Yep Roc Records<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.redeyeworldwide.com\/\">Red Eye Worldwide<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.hart.de\/home.html\/\">H\u2019Art<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: Michael Segets Nach The Suitcase Junket bin ich mit Daddy Long Legs wieder eher zuf\u00e4llig \u00fcber einen Musiker gestolpert, der durch seinen eigenwilligen Sound hervorsticht und f\u00fcr Sounds-Of-South-Fans interessant sein k\u00f6nnte. Die Wurzeln von Daddy Long Legs liegen im Blues. Er nennt Howlin\u2018 Wolf, Leadbelly, Screamin\u2018 Jay Hawkins sowie Dr. Feelgood als Einflussgr\u00f6\u00dfen. 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