{"id":34010,"date":"2019-04-27T16:49:24","date_gmt":"2019-04-27T14:49:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=34010"},"modified":"2019-05-26T15:42:08","modified_gmt":"2019-05-26T13:42:08","slug":"the-tip-26-04-2019-kulturrampe-krefeld-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2019\/04\/27\/the-tip-26-04-2019-kulturrampe-krefeld-konzertbericht\/","title":{"rendered":"The Tip &#8211; 26.04.2019, Kulturrampe, Krefeld &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-34023 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tip_haupt.jpg\" alt=\"Tip_haupt\" width=\"801\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tip_haupt.jpg 801w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tip_haupt-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/Tip_haupt-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 801px) 100vw, 801px\" \/><\/p>\n<p>The Tip waren als Support f\u00fcr The Darkness und L.A. Guns unterwegs, mit denen sie musikalisch auf einer Wellenlinie liegen. Markus \u201aPille\u2018 Peerlings prophezeite bei der Ank\u00fcndigung von The Tip auf der Webside der Kulturrampe daher einen Abend mit viel Testosteron und Adrenalin, bei dem man sich anschnallen sollte. Er hatte nicht zu viel versprochen. Die Band aus Nashville gab von Beginn an m\u00e4chtig Gas. In der ausverkauften Rampe blieb allerdings kein Platz, um einen Gurt anzulegen.<\/p>\n<p>Mit einer halbst\u00fcndigen Versp\u00e4tung bahnte sich die Band von bombastischer Musik begleitet ihren Weg durch die wartende Menge zu der abgedunkelten B\u00fchne. Dort stand bereits ein Tablett mit Whiskey und Cola bereit. Verzichtend auf die koffeinhaltige Limonade nahm der charismatische Frontmann Benny Carl einen kr\u00e4ftigen Schluck aus der Whiskeyflasche und zog das wie entfesselt rockende Publikum mit dem Kracher \u201eCan You Smell The Money\u201c von der aktuellen Scheibe \u201eSailor\u2019s Grave\u201c direkt in seinen Bann.<\/p>\n<p>Danach folgte das ebenso starke \u201eRide Tonight\u201c, das sich auf dem selbstbetitelten Deb\u00fctalbum (2015) findet. Hier gab Gitarrist Myles Baker bereits einen Vorgeschmack auf die Riffs und Hooklines mit denen er den Sound der Band w\u00e4hrend des Konzerts pr\u00e4gte.<\/p>\n<p>Nach dem Einstieg ersp\u00e4hte mich Drummer Dixie Carl, wie ich mir konzentriert Notizen machte und kam kurzerhand hinter seinem Schlagzeug hervor, um mir Stift und Block aus der Hand zu nehmen. Erst nachdem ich bewiesen hatte, dass ich zu angemessen ekstatischen Bewegungen f\u00e4hig bin, gab er mir meine Arbeitsger\u00e4te zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dixie Carl lieferte an den Drums eine gro\u00dfe Show ab. Er zog mit Mimik und genretypischen Posen die Aufmerksamkeit oftmals auf sich. Dass er zudem sein Instrument fest im Griff hat, zeigte er in einem langen und kreativen Solo. Als sp\u00e4ter am Abend auch noch ein Fell den Geist aufgab, bewies Dixie Carl Improvisationstalent, \u00fcbernahm bei \u201eStruttin\u2018\u201c den Gesangspart, schwang die H\u00fcften und \u00fcberbr\u00fcckte so den Austausch der Trommel.<\/p>\n<p>Aber auch die anderen Bandmitglieder waren \u00e4u\u00dferst aktiv, allen voran S\u00e4nger Benny Carl, der st\u00e4ndig in Bewegung war \u2013 beispielsweise bei einem Rock\u2019n Roll-Medley vollf\u00fchrte er einen Duckwalk a la Chuck Berry beziehungsweise Angus Young. Er feuerte das Publikum mehrmals an, zu klatschen oder einen Gesangpart zu \u00fcbernehmen. Seine Einlagen an der Mundharmonika wurden frenetisch bejubelt.<\/p>\n<p>The Tip ber\u00fccksichtigten Titel ihrer beiden Alben, pr\u00e4sentierten einzelne neue St\u00fccke und streuten Coverversionen in die Setlist ein. Sie spielten \u201eWhiskey And Coke\u201c sowie \u201eRock N\u2018 Roll Heaven\u201c von ihrer letzten CD, von ihrem Deb\u00fct \u201eFavorite Sin\u201c, \u201eDon\u2019t Want It\u201c und \u201eRock N\u2018 Roll Man\u201c. Der von Myles Baker gesungene Fleetwood-Mac-Klassiker \u201eOh Well\u201c wurde hervorragend interpretiert. Nicht nur bei ihm kochte der Saal f\u00f6rmlich \u00fcber.<\/p>\n<p>Das Tempo des schwei\u00dftreibendes Sets wurde lediglich durch den Blues \u201eL\u2018ve Me E\u2019ry Woman\u201c unterbrochen. Ansonsten folgte ein Rocker nach dem anderen. \u201eWe\u2019re An American Band\u201c von Grand Funk Railroad war die erste Zugabe. Den Abschluss bildete \u201eOtta Control\u201c, bei dem der agile Bassist Robby Bote sich nochmal richtig ins Zeug legte, w\u00e4hrend sich Benny Carl beim Stagediving und ausgiebigen Crowdsurfing feiern lie\u00df. Zum fulminanten Finale putschten sich die Gitarren gegenseitig auf, bevor um Punkt 23 Uhr die letzten T\u00f6ne verhallten.<\/p>\n<p>Erwartungsgem\u00e4\u00df beanspruchte die Lautst\u00e4rke die Geh\u00f6rg\u00e4nge, aber der Sound war wie immer in der Rampe optimal ausgesteuert. Die Live-Versionen der Songs kamen erdiger r\u00fcber als die Studioaufnahmen, was mir besonders gut gefiel. The Tip zelebrieren den Rock auf der B\u00fchne und lieferten eine Show ab, die im Ged\u00e4chtnis bleibt.<\/p>\n<p>Bei dem mitrei\u00dfenden Auftreten der Band, deren erster Europatour sich dem Ende zuneigt, war es nicht verwunderlich, dass die CDs bereits ausverkauft waren. So blieb nichts anderes \u00fcbrig, als bei den T-Shirts zuzuschlagen. Die Bandmitglieder brauchten zwar einige Zeit, um sich umzukleiden, mischten sich dann aber unter die Menge.<\/p>\n<p>J\u00f6rg und ich unterhielten uns ausf\u00fchrlich mit Dixie Carl, der erz\u00e4hlte, wie er zur Musik gekommen ist und welche Pl\u00e4ne die Band zurzeit schmiedet. Obwohl er es liebt, auf der B\u00fchne zu stehen \u2013 was er w\u00e4hrend des Konzerts deutlich gezeigt hatte \u2013, freut er sich nun doch auf zuhause und seine Freundin. Wie es sich f\u00fcr einen Rockmusiker geh\u00f6rt, fand Dixie Carl noch ein paar deutliche Worte f\u00fcr den Mainstream in Nashville und f\u00fcr den amerikanischen Pr\u00e4sidenten. Schlie\u00dflich signierte er noch einen Drumstick, den er mir w\u00e4hrend des Auftritts als Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Torpedierung meiner Arbeit zugeworfen hatte.<\/p>\n<p><strong>Line-Up:<\/strong><br \/>\nBenny Carl (lead vocals, guitar, harmonica)<br \/>\nMyles Baker (guitar, vocals)<br \/>\nRobby Bote (bass)<br \/>\nDixie Carl (drums, vocals)<\/p>\n<p>Text: Michael Segets<br \/>\nBilder: J\u00f6rg Schneider<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/thetipband.com\">The Tip<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/thetiprock\/\">The Tip bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.teenageheadmusic.net\">Teenage Head Music<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.kulturrampe.de\">Kulturrampe Krefeld<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.js-bildgut.de\/\">J\u00f6rg Schneider Webseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The Tip waren als Support f\u00fcr The Darkness und L.A. Guns unterwegs, mit denen sie musikalisch auf einer Wellenlinie liegen. 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